Reise vor und zurück (M)ein Leben

Als ich klein war setzte sich meine Mutter für ihr eigenes Konto und ein Frauen-Freundinnen und Platz in der Gewerkschaft ein.

Als ich Jugendliche war setzte sie sich für eine eigene Ausbildung ein und für Ausbildung ihrer Töchter ein. Bildung, gleiche Chancen und selbst-bestimmter Körper und Rechte für Frauen verbanden uns fortan.

Als ich älter war, setzten wir uns für den Dialog zwischen alten und jungen Frauen und für freiheitliches Denken und ein Ende der Gewalt gegen Frauen ein. Keine Frau sollte auf der Welt in Unterdrückung leben.

Als ich Studentin war sprachen und kämpften wir gegen eine Männersprache und für freie Sexualität unter Frauen, homosexuell oder heterosexuell gar bisexuell sollte keine Rolle mehr spielen. Wir wollten nicht gemeint, sondern genannt werden.

Als ich selbst Mutter wurde setzte ich mich mit vielen anderen Frauen für den Frieden in der Welt und für die Natur und Demokratie und auch Gleichberechtigung von  Alleinerziehenden und Frauen in Männerberufen sowie der Politik ein. Quotenfrauen waren uns zuwider. Wir wollten gleiche Chancen und gleiche Bezahlung.

Mein Bauch gehört mir! Die Nacht und ihre Straßen gehören uns!

Ja Frauen und Bundeswehr und Missbrauch von Kindern und Genderfragen quälen dann bis heute. Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist immer noch gegenwärtig. Weltweit leiden Frauen nur weil sie als Frauen geboren wurden.

Die Realität:

Tageszeitung von heute

18 Fotos mit Männern

7 Fotos mit Frauen          S. 1 -8  (Politik)

11 Fotos mit Männern

1 Foto Frau mit Junge

1 Foto Frau mit Tanzpartner

2 Fotos mit Frauen           S. 9- 16 ( Gesellschaft und Wirtschaft)

2 Fotos mit Frauen

7 Fotos mit Männern    S. 17-24 ( Sport und Lokales)

13 Fotos mit Männern

1 Foto mit Frau und Mann

1 Foto mit Frau             S. 25 bis Ende  ( mit  Blick in die Welt)

Ich brauche nicht auszurechnen wie das Verhältnis von Abbildungen mit Frauen und Männern wohl ist, das mich wie oben täglich erwartet. Ich kenne dies von jeher aus dem Fernsehen und habe nur bei ausländischen Sendern zumindest das Gefühl, dass dort mehr Sprecherinnen sind.

Talkshows, Spielfilme, Kinofilme und und und- Frauen sind am Rande erwähnt aber eben nur ein Minibeitrag und fast nie zu sehen.

„Geschlecht ist unwichtig“

„… wir sind doch alle nur Menschen…“

Tja,  Anteil am Weltbesitz und Vermögen und Bildungszugang haben Frauen nicht gleichermaßen wie Männer. Immer noch gehört Männern mehr als den Frauen dieser Erde.

Me2 und Alice Schwarzer haben gar nichts bewirkt auch jetzt noch nicht.

Wer Steuern hinterzieht und Geld stiehlt oder betrügt wird härter bestraft als jene Täter, die Kinder und Frauen gewaltvoll für das ganze Leben zerstören.

Es gibt in Deutschland mehr Frauen als Männer! Noch immer werden auch Mütter Töchter getötet, weil es prestigeträchtiger ist einen Jungen aufzuziehen und in vielen Ländern nicht angekommen ist, dass der Mann über das Geschlecht entscheidet mit einem X oder Y Chromosom.

Was für eine Reise!

 

©VeRa

 

Schloss Tremsbüttel

Der richtige Rahmen fürstlich zu speisen!

Im malerischen Herbstfarben bemalter Park lässt sich auch der Norden besonders wunderschön für die Seele genießen. Nicht nur im Süden Deutschlands gibt es Schlösser, die sich lohnen. Nein auch direkt zwischen Kiel und Lübeck.

Das kleine zauberhafte Schloss Tremsbüttel liegt versteckt in einem riesigen Park, der nicht nur einen glitzernden See mit Springbrunnen beherbergt, sondern auch mit einem liebevoll angelegten China-Garten lockt.

Wenn die Herbstsonne scheint, leuchtet so unterschiedliches Grün, dass man den Sommer um nichts vermisst. Mit Herbstjacke die Umgebung durchstreifen und von Prinzen und Prinzessinnen träumen und jener Zeit, als die Menschen noch dankbar das Essen einnahmen und nicht an die nächste Diät dachten – sondern eben glücklich waren, wenn es überhaupt etwas zu essen gab…

Wer mag ,kann im Schloss nicht nur verträumt die Zeit verschlafen, sondern auch wirklich fürstlich speisen, wunderbar Kaffee und Tee trinken und an Motto- Nachmittagen sonntags auch mal English Tea Time erleben. Die Küche des Kochs und die Weine, ausgesucht und von hoher Qualität, zergehen förmlich auf der Zunge.

Im unteren Bereich befindet sich ein in rot-buddhistisch angehauchter Keller, der nicht nur angehende Brautpaare zur Party lockt.

Wirklich schön sind wie immer die Turmzimmer (Fürstenzimmer mit Blick auf den See) und auch die rotbeteppichte Wendeltreppe.

Von hier ist es nicht weit, um Lübeck (nicht nur für Marzipan und Tor) zu besuchen, sondern auch um den letzten Ruheort von Otto von Bismarck, seines Zeichens Fürst und Reichskanzler d der deutschen Reichsregierung zu besuchen, im Mausoleum mitten im Wald in der Schlosskapelle. In Zeiten, wo wir Demokratie und Weltkriege versuchen zu deuten und neu zu beschreiben, eine gute Gelegenheit deutsche Geschichte im Museum und Bildungshaus der Bismarck Stiftung sehr detailliert auch für Schüler zu erleben. Bildhaft und mehr als informativ steht die Bildungsstätte jedem offen.

Neben dem Bismarck- Museum in Friedrichsruh gibt es Wald ohne Ende zu genießen und die Menschen der Umgebung erzählen gern ihre Geschichten über den Ort. Alte Bauweise ergänzt diesen geschichtsträchtigen Ort, der auch per Zug direkt erreichbar ist.

Doch zurück zum Schloss Tremsbüttel: echte Beatle-Fans kennen bestimmt diesen Ort, die auf ihrer einzigen Deutschlandtour 1966 genau hier übernachteten. Es fühlt sich schon eigen an, geschichtsträchtige und auch musikgeschichtlich bedeutende Treppenstufen zu besteigen.

Nun, das im südlichen Schleswig-Holstein befindliche Schlosshotel, hat wie alle historischen Gebäude eine wechselvolle Geschichte. Seit 1996 nun gehört es dem Pharmaunternehmer Strathmann.

Auch wenn man eigene Gedanken hegt zum Thema Pharmaindustrie, zählt für alle Kultur- Interessierte, dass versucht wird, Geschichte zu bewahren.

Ja, wichtig ist: Dass Parks und Grünanlagen , ebenso wie alte Gebäude erlebbar bleiben; da sie doch die Geschichte nicht nur erzählen können, sondern erlebbar zum Anfassen machen. Und dies nicht nur für Schüler und Kinder allgemein.

Persönliches Fazit:

Manchmal ist es einfach schön, eine Ritterrüstung wie sie dort im Schlosse steht, nur anzuschauen-

und für einige Tage die eigene einengende Alltagsrüstung im gemütlichen Hotelzimmer gänzlich abzulegen und mal wieder für Momente ganz dekadent man selbst zu sein.

 

©VeRa

Foto Copyright  VeRa Sprachen Stübchen

Freunde auf Reisen

Manchmal sind  Eure Fotos nur Fotos

sind  Eure Worte leer und die Sonne stellt Fragen

Manchmal ist Euer Lächeln nur gemalt

sind die Gedanken Eurer Umgebunng nur braun

Reisewelt der  Freundschaft zum Anfassen suchend

Licht und Ehrlichkeit und Lächeln des Glücks

Bin  ich längst abgereist und folge nur noch meiner Reiseroute

Und tschüss!

(Ich werfe gerade meine Blätter ab! Erneuerung im Fluss der Zeit)

 

@VeRa

 

Umzugsreise

Viele Monate hat es gebraucht, doch nun ist es vollbracht

im schönen Garten viel gelacht

Die Sonne angehimmelt

und Freunde haben an der Tür gebimmelt

Der Tisch ist nun so manches mal gedeckt

Und in Sträuchern und auf Bäumen so viele Tiere entdeckt!

In die Stille gezogen, umgeben von Wald und Wind

kein Märchen aber gefühlt wie ein Kind

Harte Arbeit noch

aber wir freuen uns doch

es ist geschafft

das Glück es lacht

@ VeRa

Menorca und Fuerteventura

Nun war ich auf der großen Umzugsreise und konnte nicht berichten, wie wunderschön beide Inseln doch sind die es in diesem Jahr zu besuchen gab.

Menorca grün und friedlich, wunderschönes klares Meer und viel Naturschutz. Gemütliche Spaziergänge, kleine Buchten, Ausruhen und Entspannen und mitten auf einem Berg ein Abendessen der besonderen Art genießen. Traumhafter Naturpark, schöner Hafen, kleine Lädchen, wenig Touristen, nette Busfahrer. Kein Getöse wie auf der großen Schwester. Einfach wundervoll.

Fuerteventura lockt mit zwei großen Naturparks: die Wüste lebt am Meer und Ödnis zieht sich km weit. Schwarze Vulkaninsel, nichts aber auch gar nichts an Tieren zu sehen außer ein paar Katzen und Hunde. Wie tot liegt die Insel da und wer Reisen und Kulturen mag, wird hier enttäuscht. 1 Woche reicht.

Nicht viel zu berichten, das wird sich wieder ändern.

Trotzdem versucht Euer Glück, vielleicht sehen Eure Augen andere Dinge!

@VeRa

Ich wünsche FROHE OSTERN! HAPPY EASTER!

Nun ist schon wieder so viel Zeit vergangen….die nächste Reise kommt bestimmt. Ab Mail schreibe ich weiter.

Bis dahin ein Gedicht:

Die Wolken gehen auf Reisen

die Vögel kommen gerad zurück

Ich schaue auf die Meisen

und fasse kaum mein Glück

Das Leben ist in Bewegung

so wie die Welt es ist

und ich spüre die Veränderung

bin glücklich, dass du noch immer bei mir bist

Die Liebe die Liebe die Liebe!

auf zur nächsten Wanderung

@VeRa

 

Bonjour PARIS

Die kleinen Fluchten, sind oft die Besten! Warum nicht mal nach Frankreich?!

Ein Wochenende in Paris! Welch unbeschreibliche Stadt, günstig im Internet gebucht mit Hotelchen, das seinesgleichen sucht. Französischer Charme der Mitarbeiter, die sogar den Transfer zum entfernten Flughafen  und für nur 30 Euro alle drei Touristenbus touren  der Paris Open Tour (billiger und besser als im Internet) buchen.

Auch wenn der Hop-on- Hop-off Bus im Winter nur bis 18 Uhr fährt, schafft man alle drei Touren locker (rot, weiß und blau). Paris, überall ist hier so viel zu entdecken, so viel zu erfahren, zu lernen, zu sehen…welch tolle Metropole!

Natürlich bleiben auch die Obdachlosen im Pariser Norden nicht unübersehbar in ihren kleinen Zelten direkt an der Straße- auch nicht die armen Pariser, die nach Essensresten in den Müllcontainern suchen. Dennoch ist gerade Paris so multikulturell friedlich, wie selten eine Stadt in Europa. So sicher kann man nachts in keiner Metropole unterwegs sein. Wirklich immer noch eine Stadt der Künstler- aber sehr teuer. Ein Kaffee kostet 5 Euro!

Wer etwas erleben möchte, sollte die Montparnasse Gegend erkunden oder am Place de la Bastille umherlaufen oder am Place de la Republique. Die Gegend Gare du Nord ist voller Leben und in der Umgebung der Sacre Coeur gibt es mehr zu sehen…

Allerdings ist der Eiffelturm abgeriegelt und nur schwer zu erreichen, solch eine  Tour  dorthin und hinauf sollte man vorher buchen-  und im Gepäck ein Schlösschen packen, um es wie andere an einer der Brücken zu befestigen.

Die Seine ist immer noch wunderschön, gerade wenn die Sonne scheint, wunderbar zum Flanieren!

Gepflegt, kleine Cafes  und Bars, Museen und Musik- ganz Paris träumt von der Liebe… und lädt zum Verweilen ein.

Ja, das Moulin Rouge, in dem man nicht fotografieren darf, ist ein absolutes Highlight; allerdings ist ein Besuch auch nicht ganz billig. Andere Plätze wie die LIDO Show oder Sightseeing Cruise auf der Seine sind auch nicht zu verachten, etwas preiswerter dazu.

Aber einmal im Leben sollte jeder ins Moulin Rouge, wo tatsächlich spektakuläre Shows zu sehen sind. Solch einen Abend vergisst man nicht. ( Den Preis der Flasche Sekt für 90 Euro mitgebucht auch nicht!). Dafür sind die Tischnachbarn interkulturell interessant wie die Show und die Stimmung im Saal unglaublich motivierend. Momentan läuft eine interessante Show mit Künstler- Show- Einlagen der Superklasse ( Rollschuhe und Schlangentanz im Wasser), aber die Tanzshow der berühmten halbnackten Girls ist einfach zeitlos und wirklich anders  als alles, was man gesehen hat. Tolle Kostüme und eine wirklich unterhaltsame Show Feerie laden zu einem großartigen Abend ein.

Auf dem Heimweg selbst nach Mitternacht ist der Abend im Vergnügungsviertel um das Moulin Rouge noch lange nicht vorbei!

Jedes Quartier, jeder Platz in Paris erzählt Weltgeschichte und wer kann, sollte sich diese wundervolle Metropole nicht entgehen lassen! Wer Angst vorm Fliegen hat, kann in gut 8 Stunden mit dem Zug mitten drin ankommen und die französische Luft atmen.

Mit dem Auto ist es schon eine Strapaze und lohnt sich nur, wenn man viel Zeit hat.

Der Flug dagegen ist billig und schnell! Nur eine gute Stunde in der Luft, vielleicht etwas mehr und schon ist man da….- auch wenn man das Moulin Rouge auslässt, bleibt noch soooo viel zu sehen und zu erleben. Also warum warten?!

Salut! A bientot Paris!

Israel nur mal eben

Religion und was sonst noch zählt

 

Der besondere Rückblick einer besonderen Reise – für ein verlängertes Wochenende über ein Secret Escape Buchung gen Tel Aviv über Dubai.

Wirklich günstig und für zwei Personen ein echtes Schnäppchen mit 499,00 Euro für zwei Nächte mit Frühstück und Lufthansa-Flug von Freitag bis Sonntag !

Am Flughafen angekommen, kann es für Menschen mit mehreren  Vornamen  aus Deutschland eventuell schwierig sein.

Der Pass kann weggenommen werden und man steht dann nichts verstehend eine Stunden lang in einer Ecke; bis man endlich nach Fragen über Großeltern und Familienzusammenhängen  mit einem kleinen Visums-Zettel, der locker in den Pass gelegt wird, erleichtert durch die Passkontrolle gehen kann. Achtung: für die Ausreise erhält man auch einen, den man sicher lagern muss, ansonsten gibt es größere Probleme bei der Ausreise!

Doch dies ist sicherlich nicht immer für jeden Einreisenden mit deutschem Pass der Fall. Etwas beängstigend beim Anblick von Männern und Frauen in Uniform, bewaffnet und ernst drein blickend zu stehen, passiert sicher nicht jedem. Aber die Uniformierten sieht man noch öfter auch im Straßenbild- junge attraktive Frauen, die Waffen tragen, gehören zu Israel wie die Geschichte der Juden in alter und neuer Zeit.

die Ankunft in der Stadt entschädigt auf jeden Fall für jedweden Streß.

Das  mittelgroße Hotel Metropolitan liegt direkt am Meer und ist sehr ruhig, lockt nicht nur mit unglaublich riesigem Bufett, sondern auch mit Mitarbeitern, die  mehrsprachig und freundlich von billigen Großbussen nach Bethlehem und Jerusalem abraten.

Ein kleineres Taxi ist auf jeden Fall schön, weil man mit den maximal 6 Personen auch ins Gespräch kommt wie in einer Mini-Reisegruppe. Hier trifft sich die Welt!

Man  findet viele günstige Angebote in jedem Hotel über mögliche Ausflüge und sonstige wichtige oder interessante Möglichkeiten, wenn man einmal  hier angekommen ist.

Doch bevor man sich von Tel Aviv entfernt, ist diese bebende-musikalisch-sportliche und sicherste Stadt  für Weltenbummler großartig und muss unbedingt besucht werden: historische und futuristische Gebäude sind über die Stadt verteilt, große Parks und Erinnerungsmonumente lassen staunen, stillgelegte Großprojekte sind eigenwillige Kulissen und  rege Baustellen zeigen Extreme. Es gibt  Graffiti fast überall (besonders und farbenfroh mit Botschaften)  und  einen wunderschöner Strand mit Musik, alte und junge Sportaktive, Kinder und Menschen aus aller Welt, jeder Klasse und höchstwahrscheinlich auch jeder möglichen Religion.

Es herrscht ein reges und buntes Treiben, das die Augen verwundert betrachten. Die Stadt Jaffa lockt am Samstag mit großem Flohmarkt, Life-Musik und vielen Menschen, die auf hölzernen Barhockern Cocktails und Bier trinken.

Kaffee genießt man fast überall unter Heizsonnen auch draußen am Abend oder in urigen Kneipen, wo noch Schallplatten abgespielt werden und junge Leute diskutierend  und  sich umarmend treffen.

Schaufensterbummel sind einen Abendspaziergang wert, die ungesehene urige Mode zeigen.

Die Wellen versprechen Energie,  Kunstwerke im Sand spornen zu  Ah-Rufen an.

Geldwechseln kann man 24 Stunden lang an vielen Straßenecken per Automat ohne in ein Gebäude zu gehen, Geldautomaten hängen einfach an einer Hauswand befestigt.

So sicher und problemlos kann man nirgendwo auf der Welt Geld holen und wechseln! So sicher auch am Abend in der Stadt, kann man sich nirgendwo fühlen.

Der kleine Supermarkt verkauft die ganze Nacht, was immer man braucht. Die Preise sind günstig und erfreuen auch kleine Portemonnaies.

Der Schabbat von Freitag bis Samstag bringt im Hotel einen Fahrstuhl weniger für Menschen wie Touristen und Nichtjuden , bereichert das Bufett mit einer koscher Lebensmittelecke und führt dazu, dass viele freundlich aber ernsthaft aussehende Männer sich in Gruppen zusammen finden.

Besonders interessant ist der Fahrstuhl so oder so, da er nicht in der Reihenfolge von unten nach oben die Stockwerke angibt, sondern für uns durcheinander angereihte Zahlen für die Stockwerke bietet, die während der Fahrt mathematische Kenntnisse herausfordert und die Überlegung, welche Regel hier angewendet wurde.

Genau hinsehen ist angesagt!

Neben der Altstadt Jaffa nur einen kleinen Spaziergang entfernt am Strand entlang gibt es auch im neuen Teil der Stadt viel zu staunen:  Sehr breite Straßen, schöne Fußwege an Parks vorbei bis zum Museum oder einer der Galerien. Die Sommergalerie zeigt israelische Kunst und das Tel Aviv Museum of Art zeigt sich von außen schon großartig innovativ. Die Chelouche Galary ist ein echter Geheimtipp. Von außen ist die zuletzt genannte Galerie eher arabisch scheinend, auch der zeitgenössischen Kunst offen und modern.

Die Taxitagesfahrt nach Bethlehem und Jerusalem führt die Fahrgäste durch die Landschaft, die Lust auf einen längeren Aufenthalt macht. Gut 1 Stunde dauert die Fahrt und führt ohne große Komplikationen vorbei an Hügeln und grünen Wäldchen  zum ersten Stopp auf die Aussichtsplattform, die die goldene Kuppel im Hintergrund zeigt. Für einen Moment übernehmen Gefühle den Blickenden und es rollt  bei so manchem eine Träne beim Anblick dieser so sehr besonderen historischen Kuppel mit Klagemauer.

Die Berührung der Klagemauer ist wie ein tiefes Versprechen, Männer und Frauen getrennt.

Das Gemurmel, die Gebete, die Suchenden, die Zettel in Ritzen der Klagemauer vergisst man nie mehr.

Die Altstadt ist in  verschiedene Viertel gegliedert und von Krieg und Tod keine Spur. Friedlich scheinen hier die muslimische, jüdische, christliche und armenischen Bewohner, vielleicht, weil sie von einer Mauer umgeben sind.

Die Zitadelle ist wie alles, was man erblickt genauso wie überall auf Fotos abgedruckt und in Zeitungen oder dem Fernsehen, nur geht alles tiefer unter die Haut. Nirgendwo sonst ist Glauben, Lieben, Gemeinschaft und Beten und Geschichte und Heute und Gestern so tief in jedem Atemzug und jeder Stufe, jeder Wand und jedem Gebäude und im Betrachter. Nie kann man näher der gesamten Welt sein und Politik, sich selbst und der Menschheit wie hier.

Kein Wunder, denn hier sind alle Konfessionen zu finden, vielleicht ist Jerusalem deshalb auch so spürbar aufgeladen mit Energie?!

Es finden sich  ultra-orthodoxen nicht-zionistischen Juden und  orthodoxen zionistischen Juden,  Drusen, Sunniten, Schiiten, Aleviten,  Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Georgisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, Griechische Katholiken, Altkatholiken, Römische Katholiken, Lutheraner, Anglikaner, Armenier und Äthiopier in dieser Stadt.

Eben unglaubliche Vielfalt, die demütig macht.

Nach einem wohltuenden Tee und kleinem Snack geht es weiter nach Bethlem.

Hier in Jerusalem spielt sich trotz emotionellem Gang zur Grabeskirche vorbei am arabischen Markt und in der Kapelle und dem unglaublich berührendem Sterbeort wenig Trauriges ab. Beginnt  doch hier für Christen mit der Auferstehung die Erlösung.

In der Tat reisen unendliche viele Menschen aus allen Ländern nach Jerusalem, um sich selbst,  ein Stück Stoff oder persönliches Accessoire auf einer ausgewiesenen Stelle mit Marmorplatte mit Gebeten murmelnd zu reiben und ihren Kopf darauf zu legen,  genau dort wo Jesus gelegt wurde, nachdem man ihn vom Kreuze nahm.

So  unendlich viel Kraft und Schönheit ist im Raum der Gebete. Ehrfurchtsvoll betritt und verlässt man diesen Platz. Hier und nur hier erhält das Wort „ heilig“ selbst für Religionsfremde eine ungeheure Dimension.

Vom Sterben, Nachdenken über jüdisches Schicksal und Schindlers Liste  und der großen Frage aller Fragen nach Gott und wer wir Menschen sind, geht es in kurzer Fahrt weiter nach Bethlem.

Der Geburtsort im palästinensischen Landesteil führt vorbei an einem Wachturm und hohen Mauer. Friedlich und ohne Zwischenfall erreicht man die Geburtskirche und steht andächtig wie alle anderen Besucher vor dem Altar über dem Stern der Geburtsgrotte.

Man sieht auch die wunderschöne Omar-Moschee am Platz draußen nach dem Verlassen.

Die Rückfahrt nach Tel Aviv merkt man kaum, so angefüllt und voller Gedanke ist man überrascht wie schnell eine Stunde vergehen kann.

Wer nach Israel reist, sollte unbedingt  viel Zeit einplanen. Kein Land bietet so viel!

Tel Aviv ist eine so wunderschöne, lebendige und sichere Stadt, die dazu verführt, doch noch einmal wieder zu kommen und sich dann in das Nachtleben der Stadt zu werfen oder mehr von Israel zu erleben.

Zum Weiterlesen hier zwei Webadressen

 

http://israel.ammkla.de/html/body_orte_jesu_9.html

http://www.land-der-bibel.de/bethlehem/bethlehem.htm

@VeRA