Chennai INDIEN again

Chennai

Chennai liegt am Golf von Bengalen in Ostindien und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu. In der Stadt befindet sich das Fort St. George, das 1644 erbaut wurde und heute ein Museum ist, in dem die Wurzeln der Stadt als britische Garnison sowie als Handelsposten der Ostindien-Kompanie dargestellt werden, als sie noch Madras hieß. Zu den religiösen Stätten zählen der Kapaliswarar-Tempel, der mit geschnitzten und gemalten Göttern verziert ist, sowie St. Mary’s, eine anglikanische Kirche aus dem 17. Jahrhundert.

Wikipedia

Chennai liegt in der Bucht von Bengalen und ist bekannt als das Tor nach Südindien. Das moderne Chennai steht im Kontrast zur wechselvollen Geschichte der europäischen Einwanderer um 1500,  der Portugiesen sowie Armenier, die einst ins Land zum Handelstreiben kamen.

Dänen erreichten das Land im 17. Jahrhundert und die Engländer folgten. Die British East India Company baute ein Fort und Handelsposten in der Nähe der alten Fischerdörfer.

Die Franzosen versuchten auch ihr Glück doch die Engländer blieben stärkste Invasoren, bauten eine Universität, doch die starke Kraft der ursprünglichen Tanzkultur der Dravidon blieb erhalten und wurde stärker und stärker bis heute. Nicht zuletzt ist hier der Geburtsort des berühmten tamilischen Philosophen Thiruvalluvar auch Valluvar genannt.

Einer der sieben größten Hindutempel steht in Chennai  und dieser ist berühmt in aller Welt.

Chennai  ist bevölkert mit der größten Expat Gruppe der Menschen aus Mumbai und Delhi.

Als Handelszentrum und kolonialbauten trächtige Stadt ist Chennai mehr als nur eine Stadt in Indien.

Rickshahs und Tuk Tuks sind beliebte, schnelle und günstige Fortbewegungsmittel.

Diese vibrierende Tempelstadt muss man gesehen haben. Einfach unglaublich eindrucksvoll, auch wenn man schon diverse Tempel gesehen hat, bleibt das was Chennai bietet in der Seele; und man möchte nicht nur den uralten Tanz erleben, sondern eben auch einfach nur beten und hoffen, dass Kulturen und Leben einer uralten Welt niemals sterben. Weder hier in Indien noch sonst wo auf der Welt!

@VeRa

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Von Malaysia nach Indien

Von Singapur über

 Port Kelang

Port Klang oder Port Kelang ist der wichtigste und größte Seehafen Malaysias. Port Klang gehört zur malaiischen Hauptstadt Kuala Lumpur. Mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 244 km² ist sie die größte Stadt des Landes und Malaysias wirtschaftliches wie kulturelles Zentrum. Die pulsierende Millionenmetropole vereint die verschiedensten Kulturen und Religionen. Mit regelmäßig fahrenden Bussen kommt man ganz einfach vom Hafen aus in das lebendige Zentrum Kuala Lumpurs.

 

Der 421 m hohe Fernsehturm Menara Kuala Lumpur hat eine Besucherterasse und bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Weiterhin sehenswert ist der Merdeka Square, der 1957 der Schauplatz des erstmaligen Hissens der malaiischen Nationalflagge war. Das Sultan Abdul Samad Building und Istana Negara, die Residenz des malayischen Königs sind ebenfalls beliebte Ziele.

 

Kuala Lumpur beherbergt zahlreiche chinesische Tempel, Kathedralen, islamische Moscheen und Hindutempel. Auch das Malaysische Nationalmuseum, das Islamik  Art Museum und das Textilmuseum sowie das Museum der Asiatischen Künste sind einen Besuch wert.

 

Penang 

(malaiisch Pulau Pinang) bezeichnet sowohl die große Insel in der Straße von Malakka als auch den gleichnamigen Bundesstaat Malaysias, zu dem außer der Insel selbst noch der Küstenstreifen Seberang Perai gehört. Hauptstadt des Bundesstaates und der Insel ist die Großstadt George Town, die im Nordosten der Insel liegt.

George Town ist die farbenprächtige, multikulturelle Hauptstadt . Die Stadt war einst ein wichtiger Handelsplatz an der Straße von Malakka; sie ist geprägt von Bauwerken aus der britischen Kolonialzeit, chinesischen Geschäfts- und Wohnhäusern und Moscheen. Außerhalb der Altstadt ist George Town eine moderne Stadt mit Wolkenkratzern und Einkaufszentren. Höchster Aussichtspunkt über die Stadt ist der bewaldete Penang Hill mit Wanderwegen und einer Standseilbahn.

Langkawi

Wenige Kilometer entfernt liegt im Norden die thailändische Nachbarinsel Ko Tarutao. Langkawi gehört innerhalb Malaysias zum Bundesstaat und Sultanat Kedah. Hauptort der Insel ist Kuah.

Die gesamte Langkawi-Inselgruppe hat eine Fläche von 478 km², wobei die Hauptinsel Pulau Langkawi eine Größe von 320 km² aufweist.  Das Inselinnere besteht aus Kalksteinhügeln, deren höchste Erhebung der Gunung Raya mit 890 Metern ist. Etwa zwei Drittel der Insel ist mit Regenwald bedeckt.

Ankommen in Chennai Indien nach zwei Seetagen und wunderbaren Ausflügen in Malaysia geht es nun weiter mit dem Reiseblog

NACH  INDIEN und SÜDASIEN

Einer der schönsten und sinnverwirrendsten Stationen einer Reise ist in Indien:  Bunt, laut, voller Gerüche, Müll, Musik, bunten Kleidern, Turbanen, Tempeln und Autos, Abfälle neben funkelnden Eingängen und sauberen Saris. Kopfwackeln und Heilige Plätze, Urwald, Dschungel, Wassermangel, süße Früchte und Henna. Markt und Handeln, klirrende Silberarmreife und schwarze Haare. Ayurveda und Zeitlosigkeit. Englisch und Hindu, Kastensystem und Menschen schlafend und sterbend auf der Straße. Armut und dicke Touristen. Laute Vogelgeräusche und verwilderte Gärten. Sand und Espandrillos. Zu heiß, zu dreckig und der Darm regt sich. Alles und noch viel mehr ist Indien.

Himalaja, Meer und Ozeane, 5000 Jahre Geschichte, der Ganges, Taj Mahal und Yoga….

Indien muss man erleben und bereisen von Nord nach Süd, Ost nach West.

Man kann auch im Süden bleiben dort gibt es so viel zu erleben: Trivandrum im Winter

 ( siehe Reiseblog)

oder Chennai und Cochin im Frühling.

Im Hafen von Langkawi

PALAU LANGKAWI—–Selamat pagi (Good morning)

Südlich von Thai Island im Staat von Kedah liegt die Hauptinsel von 99 Inseln Langkawi an der Straße von Malacca.

Als Archipel bestehend aus 104 Inseln im Andamanischen Meer liegen  dieser Hafen und diese Stadt vor der nordwestlichen Küste Malaysias.

Mit 65 000 Einwohnern ist diese Insel Heimat der ältesten geologischen Formation GUNUNG Matchinchang und diese ist rund eine halbe Millionen Jahre alt. Zwei Drittel der Insel besteht aus Bergen und Wäldern  und einer atemberaubenden ursprünglichen Vegetation.

Und aus diesem Grund muss man unbedingt bis zur Spitze des Gunung Matchinchang mit der Seilbahn fahren. Eine unvergessliche Fahrt, die mit einem atemberaubenden Ausblick oben auf der Sky Bridge belohnt. Teuer ist sie auch nicht, nur Achtung: Paviane sind schnell und aggressiv dort oben! Taschen schließen!

Jedoch für nicht Schwindelfreie gibt es einige Meter vom Hafen die Hauptstadt Kuah und von hier aus lassen sich auch die benachbarten kleine Inseln erkunden. Wer das Wasser liebt.

In Pantai Cenang gibt es auch eines der größten Aquarien Asiens. Hier kann man über 5000 verschiedene Fische bewundern in über 100 „Tanks“. Haie und große Unterwasserschildkröten sehen sowie viele schillernde Lebewesen der Wassertiefen.

Dabei ganz im Trocknen ohne Tauchgang bei einem langen Spaziergang durch die Tunnellandschaft unter Wasser eintauchen in die Unterwasserwelt.

In Laman Padi kann man die uralte Reisanbautradition und ihre schrittweise Veränderung ins Zeitalter von einst bis heute erfahren und im Restaurant typische Gerichte probieren. Erstaunlich bleibt das kleine Museum mit unterschiedlichen Reissorten der Welt: mit Foto von Uncle Bens Rice verpackt?! Was soll uns dies sagen?

Der nahegelegene Schrein von Makam Mahsuri die „ Tomb of Mahsur“ bietet Interessierten eine andere Seite der wechselvollen Geschichte dieses Inselhabitats.

Für Tierliebhaber sei auch der Wildlife Park empfohlen, mit über 2500 fliegenden Exemplaren, hier besonders Flamingos in voller Pracht lockt.

Der Regenwald ist ein Traum und die Vegetation ganz einfach überwältigend. Aus diesem Grund bleibt die ca. 15 minütige Reise nach oben mit „ Cable Car“ das empfohlene Highlight! Ein so großartiger Blick und Fahrt über den Regenwald erlebt man wirklich nur 1x und zwar hier!

Für jeden Reisenden ein großartiger Stopp in Malaysia nach Hochhäusern und Shopping Malls    ….                                                      mal ganz viel Natur!

I will come again. Selamat tinggai!

@VeRa

 

OFF TO CHENNAI NOW! FOLLOW ME TO INDIA

Im Hafen von Kelang Malaysia auf nach Kuala Lumpur

Mit dem Schiff ankommend und im Shuttle Bus sieht die blumengesäumte Straße fast wie eine kleine Oase aus. Der Bus fährt am Meer entlang, hier und da Bauarbeiten und fast verschlafen die Umgebung. Doch der weitere Ausbau des Hafens ist schon erkennbar. Wie überall in Asien boomt die Industrie. Kräne und Arbeiter ringen in der Hitze.

Ein kleiner fast leerer Supermarkt mit dahin schlendernden Einwohnern bietet einiges an Shopping Möglichkeiten, vor allem einer lockt mit lokalen und getrockneten Gemüse, Obst, Fleischstückchen wie in Asien üblich. Alles super farbenfroh aufgebaut, dass man doch etwas kaufen muss. Nüsse und Obstscheiben ohne Konservierungsstoffe und dennoch in Plastik eingeschweißt, erhält man gegen wenig Geld.

Doch wir wollen nach Kuala Lumpur. Der Bus hat uns bis Bukit Tiggi gebracht, diesem Einkaufszentrum. Von dort kann man mit dem Taxi fahren. Es dauert ungefähr 30 Minuten und umgerechnet 20 Euro sind nicht viel.

Kuala Lumpur ist als Hauptstadt Malaysias in drei Verwaltungsgebiete geteilt, dazu gehört Selangor an der zentralen Westküste.

In Kuala Lumpur fließen die beiden Flüsse Klang und Gombak zusammen, die Umgebung ist atemberaubend schön mit Bergen und Wäldern die Millionen Jahre alt sind. Da Kuala Lumpur nicht direkt am Meer liegt, kommt man per Schiff nur über Land dorthin. Die berühmten Twin Towers muss man natürlich fotografieren, wenn man beweisen will, dass man dort war. Man kann aber auch einfach die Umgebung genießen und den Central Market mit kleiner Galerie der neuen Künstler bewundern oder den Bahnhof bestaunen, der im Kolonialstil erbaut wurde oder die Nationale Moschee besuchen ( Masjid Negara) das goldene Dreieck erwandern rund um den Petronas Tower ( 452m hoch) und auch Chinatown erleben mit der rosa Moschee Masjid Jamek, den Tempel Chan See Chu Yuen und den hinduistischen Tempel Sri Maha Mariamman bestaunen.

Wer die Stadt von oben sehen will geht auf den Fernsehturm, der in Höhe von 421 Metern eine super Aussicht auf die Stadt bietet von der Besucherterrasse.

Die Residenz des malaysischen Königs ist die Istana Negara.

Für Naturliebhaber und Stadtflieher empfiehl sich die Kalksteinhöhlen zu besuchen. Die Batu Caves mit den vielen Stufen hoch in den Tempel der Höhlen ist atemberaubend.

Hier ein dt. YouTube link für alle Interessierte: https://www.youtube.com/watch?v=455ZG1naoYk

Die Währung in Malaysia: Malaysischer Ringgit (RM). Wer billig umherfahren möchte, nutzt die Metro. Sie ist relativ neu gestaltet und der schnellste Weg um von A nach B zu kommen.

Geheimtipp sind die Lake Gardens ( begonnen um 1880 ) mit Hibiskus, Orchideen und Schmetterlings Park. Von hier ist auch das Nationale Monument der gefallenen Helden nicht weit und das Parlamentsgebäude. Und wer sehen will als Kontrast wie sich Kuala Lumpur verändert kann ca 15km entfernt die ganz neue Stadt Sha Alam besuchen, die es vor 20 Jahren noch nicht gab. Die vier Minarette der Moschee ragen über 100m hoch! Ruch durch das verwendete Aluminium glitzert die Glaubensstädte für ca. 16 000 Gläubige schon von weit her.

Sicherlich verändert sich der Hafen wie Malaysia selbst immer weiter, so dass irgendwann auch Kelang noch interessanter werden wird, nicht nur als Station auf dem Weg nach Kuala Lumpur.

Malaysia ist wunderschön, für Wanderer, für Durchreisende, für Rucksacktouristen und Schiffsreisende: Es ist ein sicheres Land mit freundlichen Menschen und alter und neuer Kultur, rasend schnellem Verkehr und wachsender Kraft.

Touristenmärkte locken hier und da und die hohen Gebäude sowie geschäftigen Shopping Malls wie die Suria KLCC (mit 140.000 qm und sechs Stockwerken) bieten erstaunliche Fotomotive und Entdeckungspfade!

Besonders bei Sonnenuntergang und abends pulsiert die Stadt!

Man kann günstig und gut essen wie Könige! Doch Achtung Alkohol ist tabu in diesem muslimisch dominierten Land und auch sonst ist es gefährlich!

Ähnlich wie in Singapur ist Trinken in der Öffentlichkeit verpönt und sollte dezent bzw. gar nicht während des Ramadan erfolgen.

Das Land hat Todesstrafe verhängt für Drogenmissbrauch. Homosexualität wird bestraft und generell sollte man sich auch sonst mit Tätlichkeiten in der Öffentlichkeit zurück halten.

Dennoch:

Kuala Lumpur steht bestimmt wieder auf der Reiseroute! Zu interessant als dass man hier nur 1x im Leben Station macht! Knotenpunkt ist der Flughafen ebenfalls und fast ein Katzensprung von Singapur und irgendwie auf dem Weg nach Hongkong! Darüber aber ein anderes Mal.

Fortsetzung Malaysia folgt….

@VeRa

Singapur

Den kalten englischen Nordwind  und kalten deutschen Norden hinter sich lassend, übermüdet aus dem Langstrecken-Flieger gestiegen, steht man plötzlich in Überhitze auf der Gangway und bewegt sich wie in einem Traum ungläubig in Richtung Gepäckabholung. Leuchtreklame zeigt an: ANGEKOMMEN IN SINGAPUR!

Schnell zum Ausgang und schon steht CUNARD auf einem Schild und husch husch findet man sich auch schon im Bus wieder. All die Koffer für die lange Reise auch.

Der Bus mit nur einigen Gästen rollt durch den heißen Vormittag, vorbei an Hochhäusern, Shopping Malls und fetzigen Autos, Menschenmassen, herrlichen Gebäuden und Palmen und viel Leuchtreklame.

Eine wahnsinnige Stadt, in der man nun drei Nächte schlafen  und ? darf!

Wir untersuchen den Reiseführer und nehmen uns vor:  Marina Bay Sands, Gardens by the Bay,  die Hindu-Tempelanlagen, die Masjid-Moschee und das chinesische Viertel zu besuchen. Auch wollen wir uns mit einem alten Freund, der hier lebt, treffen und außerdem einfach durch die Stadt laufen und die Stadt atmen sozusagen.

Wir schaffen alles, stehen bewundern auch dann  im Shopping Center durch das man von einem Ende zum anderen mit einem kleinen Boot fahren kann, staunen über ROLEX und Co XXL Designer Shops und fragen uns wer hier wohl einkaufen geht.

Alles ist teuer, aber die kulturellen Plätze und Tempel sind so gut wie kostenlos. Die Tempel-Anlagen beruhigen die Seele und das Chinesische Viertel verführt zum Kaufen und Lachen. So freundlich sind alle hier.

Der Blick auf die Skyline lässt den Atem stocken und unser Freund führt uns durch den alten Botanischen Urwald- Garten und tut so als wären wir immer hier gewesen.

So schnell kann man gar keine Fotos machen wie er läuft!

Hängende Lianen Seile, mega unbekannte Baumriesenfrüchte, Wasserlilien und XXL Größe Farn, ein Farbenmeer und Ruhe, eine Oase und Widerspruch zur Finanz-Hochhaus-Landschaft. Jogger und Hundebesitzer trifft man hier, wie auch Zeichner, Maler und sogar ein uriges kleines Cafe.

Nach einem echten Fernsehwerbung- Espresso verabschieden wir uns mit einem weinenden und lachenden Auge von ihm. Wir werden uns nun wieder eine Weile nicht sehen. Aber wie schön, dass es geklappt hat, auch weil wir über die schnelle Entwicklung der Stadt und das Leben in ihr sehr persönlich erfahren durch unseren Freund.

Welch Glück wir haben: und obendrauf  gibt es gerade ein mega Straßenfest in der Orchard Road ganz in der Nähe unseres netten ruhigen Hotels, in das uns der Reiseveranstalter eingebucht hat.

Ein buntes, lautes Treiben, lachende Menschen: das Chingay 2019 Night Festival hält uns in seinem Bann. Viele große geschmückte Wagen mit bunt geschmückten und verkleideten Menschen laden ein zum Selfie-Fototermin  “ ganz unbedingt“, umringen, lachen, umarmen, winken, tanzen uns zu. Überall müssen wir stehen bleiben, werden wir liebevoll umringt und feurige Farben und Federn bohren sich in Nase und Augen bis wir nur noch lächeln vor Freude.

Ein internationales Fest für diese  internationale, interkulturelle Stadt. Eine Hommage an die Geschichte der Stadt, die vielseitigen Künstler. Lautstark spielt Musik. Die Straße ist gesperrt und Besucher werden ausdrücklich aufgefordert direkt an die Wagen zu gehen, die zur Freude aufgestellt wurden und nicht fahren wie man es erwartet hätte. Vor, auf und drumherum tanzen Kinder, Elfen, Zauberer, Maharadschas und Kosaken, auch Indianer glaubt man zu erkennen, schaut voll Staunen die wunderschönen Farben der indischen Bekleidung an.

Strahlender Sonnenschein begleitet das Treiben in dieser feuchtwarmen Stadt bis es dunkel wird. Noch am nächsten Tag geht es weiter:

doch nun auch mit Boden-Malereien in der Stadt und Stellwänden. Welch großes Spektakel, dem sich niemand entziehen kann.

Doch ein wenig ängstlich bleibt man auch  in dieser wahnsinnigen Highlight Stadt, die immer noch mit Todesstrafe droht. So bleibt man doch auf der Hut, dass niemand der eigenen Tasche zu Nahe kommt und nimmt schon mal gar keine Medikamente mit ins Land.

Bei aller Schönheit und Dimension dieser großartigen XXL Metropole bleibt ein Rest Beklemmung doch auch.

Aus Deutschland kommend muss man sich hier auch mal wieder auf Linksverkehr einstellen und darauf, dass Rauchen fast nirgendwo möglich ist, wenngleich es kleine

“ Raucherbereiche“ sogar in den Edel-Vierteln gibt. Dennoch: einen Ort mit Todesstrafe und sichtbarer Polizei fast überall und sauberen Straßen sollte man trotz vieler Touristen so betreten und bereisen, dass man kein Gesetz übertritt.

Fazit:

Singapur  ist immer wieder eine Reise wert. Besonders zur Weihnachtszeit soll die Dekoration besonders reizvoll sein.

An Hotels mangelt es auch nicht und an Tourist-Bus-Tours ( HOP ON OFF RED BUS) .

Am schönsten jedoch ist, wenn man das Glück hat und die Laser-Feuer-Wasser-Show im Marina Bay Hotel erleben darf! ( jeden Abend ab 20 Uhr!!!) und eben einen alten Freund umarmen kann, den man sehr lange nicht gesehen hat.

WOW!

@Ve Ra

 

Von Singapur nach Southampton- on sea with Queen Mary 2- What a dream!

Ein langersehnter  Traum ging in Erfüllung: Die Reise mit dem berühmtesten Kreuzfahrtschiff überhaupt. Ein Zufall machte es möglich.

Hier ein paar Infos, bevor ich  mehr erzähle:

Das Schiff hat eine Länge von 345 Metern, ist 45 Meter breit, besitzt eine Frisch-Wasseraufbereitungsanlage von 630 Tonnen pro Tag und der Wassertank umfasst ca.

3 830 m3 . Stolz präsentiert es sich auch mit einem vorbildlichen Müll-Management: Öl wird mehrfach gereinigt und getestet, bevor es abgelassen wird. Die QM2 besitzt eine Ultrafilter Unit und beansprucht für sich höchstes Umweltbewusstsein.

Vom Stapel lief es 2003 als Atlantik Liner, die Crew umfasst ca. 1300 Menschen und um 2700 Passagiere finden auf dem Schiff Platz.

Als Passagier erlebt man 13 Decks ( ein erhöhtes 13. für den Kapitän und Offiziere), ein 7. Deck, das das Schiff umrundet und das tägliche Jogging oder einfach Spaziergänge um das Schiff herum möglich macht. Deck 7 beinhaltet auch ein mega Restaurant, das 24 Stunden geöffnet ist für Getränke und Speisen aller Art und aus aller Welt.

Es gibt unzählige Restaurants, Cafes, Bars, 1 Pub und 1  Diskothek unter Deck, auf den oberen Decks Poole und sogar ein mega luxuriöses und teures SPA ( und Frisör)  und ein mega ausgestattetes Fitness-Center  in einer ungeahnten Größe.

Der Indoor – Pool lockt bei kaltem Wetter. Am eindrucksvollsten  ist die riesige weltweit größte Bibliothek auf dem Wasser ( 10 000 Bücher), es gibt einen Spiel und Lesebereich, Computer- Raum, als auch  1 Planetarium und jeden Abend eine Vorstellung von Musik, Tanz, Zauberei und Unterhaltung. Zusätzlich gibt es täglich an verschiedenen Plätzen zeitgleich Life- Musik, wer dann noch Lust hat, geht in die Diskothek und tanzt dort bis in den Morgen.

Wer sich bilden möchte, hat ausreichend Möglichkeiten direkt im Zimmer auf dem internen Schiff- Fernsehprogramm oder im großen Saal ( Im Illumination Room)  life. Themen umfassen Architektur, fremde Kulturen, Medizin und Nautik, aber auch Astrologie und Soziologie. Allerdings muss man dafür Englisch verstehen- wie überhaupt überall auf dem Schiff fast nur Englisch gesprochen wird, auch wenn es deutschsprachige Mitarbeiter gibt.

Natürlich kann man auf dem Schiff auch einkaufen ( Duty Free, Marken-Garderobe, Kosmetik und Schmuck)  und Briefe schreiben und sie in den original Englischen Briefkasten werfen, man kann seine Landgänge planen und Ausflüge buchen im Tour Office, aber auch Bücher und verschiedenes kaufen im Book Shop.

Wer mit Kindern an Bord geht findet eine Baby Zone, Play Zone, Kids Zone und kostenloses Babysitting für den Abend (Night Nursery). Wer zocken möchte kann dies auch im Casino tun.

Es ist ein Schiff, dass den typischen “ Team-Time“ und Tanztee pflegt, gehobene Kleidung und gehobenes Verhalten bei Tisch erwartet als auch einmal wöchentlich zum Gala-Abend lädt.

Wer sich entziehen möchte und leger gekleidet bleibt, kann oft bestimmte Aktivitäten an Bord nicht nutzen, da es doch abends ab 18 Uhr eine Kleiderordnung gibt. Ohne Anzug und generelle Abendgarderobe sollte man das Schiff nicht buchen, denn auch wenn es keine Auflagen im 7. Stock für das Essen gibt, wird man abends ansonsten nicht herein gelassen. Es empfiehlt sich für Herren schwarzer Anzug und Krawatte, helle Hose und weiße Hemden, für die Damen lange Kleider und vor allem dekorativen Schmuck mitzunehmen. Kurze Hosen und Sommerkleider bzw. legere Kleidung sind tagsüber gar kein Problem.

Die Jeans sollte man für den Landgang nehmen, ansonsten lässt es sich fein leben auf dem Schiff und man vergisst förmlich die Zeit.

Insgesamt ist das Schiff mit seiner Galerie und den unglaublichen Räumlichkeiten ( wie Wendeltreppe der Titanic) ein echtes Erlebnis, auch weil sich die ganze Welt und unterschiedlichste Menschen darauf befinden. Interkulturell ist dies eine großartige Erfahrung und neben dem sehr freundlichen und herzlichen Personal, kann man einfach nur staunen über die großartigen Bilder und Gemälde  und Figuren auf allen Etagen und den vielen Wänden. Man braucht unendlich viel Zeit, will man die Geschichte des Schiffes auf unzähligen Wand Infos festgehalten lesen.

Schönes Gefühl erlebt man allerdings, wenn man die „Famous-People- Fotowand“ bestaunt. Ja, großartige berühmte Menschen waren schon an  Bord und sobald man das Schiff betritt, ist man einer davon. 🙂

Für langweilige Seetage kann man an Wettbewerben teilnehmen und gegen Abend an der Karaoke oder dem Line Dancing. Überhaupt kann man auch Tanzstunden buchen und den Aufenthalt lernend anders nutzen.

Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt auf dem Schiff. Auch ein Krankenhaus.

Doch die Reise begann in Deutschland mit einem Ryanair Flug nach England und einem im Reisepreis enthaltenen also inkludierten Flug von Heathrow  UK nach Singapur. Dort angekommen, konnte man drei Tage lang die Stadt erobern und in einem schönen Hotel nächtigen, bis der Shuttle zum Einschiffen abholte.

Singapur! Was für eine Stadt! Und welch Reise mit der QM2, zu einem Schnäppchen Preis ein Jahr vor der Reise gebucht. Empfehlung: will man eine Reise tun in dieser Größenordnung auf englischen Seiten und nicht direkt bei Cunard buchen, es sei denn man ist schon auf einem Cunard Schiff.

Das Schiff hat allerdings auch seine Nachteile : kein 3 Klassen, sondern 4 Klassen ( 1. Klasse Suite und große Kabinen, sowie und Diamant Status 2. Balkon, 3. Klasse Innenkabine, 4. Klasse Raucher).  Einige Bars können nur Diamant Status Passagiere besuchen und Raucher haben kleine Ecken bei Wind und Wetter.

Alkoholgetränke und Cola, Sprite kosten zwischen 5 bis 10 Euro. Auf dem Schiff zahlt man in US-Dollar!

Mehr aber nun über die eigentliche Reise….

Ve@Ra

 

 

Jahreswechsel in Indien

Eine Erinnerung, die für immer bleibt

Trivandrum Südindien

Mit dem großem Flieger mit Stopp in Dubai erwartet jeden Indien – Reisenden hier die große Überraschung. Auf dem Weg in das privat gemietet Zimmer findet man sich nach Taxifahrt mit lustigen Bildern und Figuren, betäubender indischer Musik und netten Fahrern (es fahren immer zwei vorne im Taxi mit, da Freunde und Familie den kostenlosen Trip zum Einkaufen in der Stadt nutzen) plötzlich an einem tobenden Meeresstrand mit fast europäisch wirkendem Treiben und irgendwie deplatziert wirkender Promenade wieder.

Unglaublich weißer Sand, so nah am Zimmer, mit riesigem Balkon ohne Fernsehen, aber mit Kühlschrank, lädt zum sofortigen Fußmarsch durchs Wasser ein. Jetzt im Winter ist die Außentemperatur feucht warm bei über 30 Grad und ein kühles Bad lockt. Doch das Wasser ist ebenfalls sehr warm.

Nach dieser Kurzbesichtigung am Strand wird kalt geduscht mit Wasserbehälter, den man füllt und über sich gießt, weil der Duschkopf schon lange deinstalliert wurde – aber die europäische Toilette funktioniert. Wer braucht schon Luxus, wenn er die schönste Aussicht überhaupt hat; das tosende Meer nur einige Schritte entfernt!

So frisch gemacht, in leichte Kleidung geschlüpft geht es ins typisch deutsche Café mit großen frisch dampfenden amerikanischen Kaffeekannen auf dem Tisch und kaltem Zitronendrink in den ersten Tag voller Staunen.

Bunte Kleider, englisch-spanisch-französische Sprachen im Ohr folgt man den Fußball spielenden Jugendlichen am Strand mit freudigen Blicken, bewundert den ein oder anderen Touristen, der in der starken Sonne brät oder auch die mondän dahin schreitenden möchte gern indisch-wirkenden mit Tüchern behangenen weiblichen Touristen.

Was alle hier aus der ganzen Welt eint, ist der Spitzenplatz vor Sri Lanka für eine einmonatige oder mehrmonatige Ayurveda Kurs. Allerdings gibt es auch Menschen, die hier überwintern, aus Belgien und Deutschland, aus den Niederlanden und Spanien, aus England und der Schweiz. Somit ist die Altersgruppe, die sich dieses leisten kann, eher weiblich und eher älter.

Doch bevor die erste Ayurveda Anwendung erfolgt als wohltuende entspannende Massage, spricht man mit dem Ayurveda Arzt. Dieser untersucht sehr gründlich und man hat viele Fragen zu beantworten.

Danach wird die Ayurveda Anwendung täglich jeden Vormittag festgelegt. Wer je eine richtige Ayurveda Massage erleben durfte, weiß, dass man danach so müde ist als hätte man drei Stunden Leistungssport betrieben oder einen mehrstündigen Marathon. Die Muskeln sind durchgeknetet, der Kopf ist müde, die Gedanken kreisen im Dunkeln und man möchte nur schlafen.

Jeder Ayurveda Massage folgt eine Ayurveda Diät, Rauch- und Alkohol frei geht es wochenlang jeden Tag aufs Gleiche morgens zum Ayurveda Center. Danach ein Schläfchen, Schwimmen und Essen. Abends gemütlich Spazierengehen und leichte Kost. Trotz Essen und ohne großen Verzicht, verliert man dank Ayurveda und Stoffwechseländerung in kürzester Zeit mehrere Kilos je nach Typ. Außerdem fühlt sich der eigene Körper nicht nur gestrafft an, sondern ist es auch.

Allerdings arbeitet diese Art der Therapie nach – und der Kopf beginnt, wenn man nicht meditiert oder Yoga begleitend durchführt, sehr in Aufruhr zu geraten. Aber auch dies bringt ungewohnte und neue Erkenntnisse mit sich. Seele und Körper werden gleichzeitig massiv stimuliert.

Ausgeruht, entspannt, entgiftet und Beschwerden frei reist man wieder ab.

Doch vorher sollte man einige der wunderschönen Plätze besuchen die sich Trivandrum genannt Thiruvananthapuram  als Hauptstadt von Kerala befinden.

Eine Tour in die Mangrovenlandschaft auf dem Fluß, mit einer  Pause auf der langen Sandbank, der das Salzwasser vom Süßwasser trennt, ist empfehlenswert. Mit dem Boot gleitet man vorbei an Familien, die in dem in allen Grünfarben schildernden Flusswasser baden, waschen und sich vergnügen.

Auch gedankenverlorene Fischer kann man sichten und die anmutig wie gemalt auf alten Ästen sitzende Vögel ähnlich den Kormoranen.

Seltene Reiherarten, besondere Storchenarten als auch dunkle Finkenarten lassen sich mit viel Glück erspähen bei solch Bootstour.

Beeindruckend ruhig gleitet das Boot durch diese verträumte Flusslandschaft und  wieder zurück. Buchen kann man solche Touren auch als Einzeltour ohne andere Touristen für sehr wenig Geld.

Überhaupt lässt es sich in Indien gut leben, im Verhältnis zu Deutschland ist alles sehr billig, so dass ein langer Urlaub möglich und auch zu empfehlen ist, wenn man ein wenig von Indien kennen lernen möchte.

Zurück in Kovalam am Strand des Arabischen Meeres und der Light House Beach genießen viele dann den Sonnenuntergang bei gutem Essen.

In Trivandrum Stadt gibt es nicht nur ein großes Kaufhaus, sondern wie überall in Indien eindrucksvolle Tempel, den besonderen Padmanabhaswamy-Tempel, aber auch das Napier Museum. Als Nicht –  Hindu kann man allerdings den eindrucksvollen Tempel nicht betreten, aber auch von draußen ist das Gelände und Gebäude eindrucksvoll anzusehen.  Respektvoll kann man den Gläubigen zusehen, wie sie die Alterskleidung ablegen und in weißen Gewändern die Treppen zum Tempel hinaufklettern.

Aber auch die wenigen christlichen Kirchen sind eindrucksvoll und besonders interessant, wenn man einen Tag erwischt, an dem innen ein Chor singt.

Hier am fast südlichsten Punkt Indiens gibt es außer Teeplantagen weiter im Inland so manches zu entdecken, das nicht im Reiseführer steht. So sieht man zurück gezogene Inder und Yogi, aber auch Europäer, die in der Wildnis leben.

Besonders sind auch die typischen Schulen für die besondere langjährige Ausbildung im einzigartigen Klassischen Kerala Stil Tanz dem Kathakali und Kutiyattom. Die sogenannte Margi Organisation hält sich strikt an uralte Gesetze der sehr harten und langen Ausbildung durchgeführt von besonderen Lehrern und Gurus.

Die Ästhetik einer solchen Performance zieht jeden Zuschauer absolut in seinen Bann, denn die Gestik und Mimik der Tänzer ist ungeheuer spannend und mitreißend.

Dieser Teil Indiens kann sich als einziger Distrikt „kommunistisch gewählt“ nennen und dies spiegelt sich in guten Bildungschancen für alle Kinder wider.

Nicht nur gut ausgebildete Jungen toben am Strand, sondern auch die Mädchen lernen eifrig und freuen sich auf Abitur und Studium und lernen. Aber die Gruppen von Mädchen benötigen noch immer eine ältere Frau, die sie begleitet in der Öffentlichkeit. Überhaupt haben Frauen noch immer nicht die gleichen Rechte und können nicht gleichberechtigt im Land leben.

Wer über einem der vielen Shops an der Promenade wohnt, kann  oft im Hinterbereich der Läden beobachten, wie der Vater das Geld kassiert und verwaltet und hinten die Tochter lernt und die Mutter als Beraterin die zumeist weiblichen Kunden „ berät“.

Wenn man eine Party am Ende des Jahres und jeden Tag ein anderes Bild sucht ohne Fernsehen, dann ist Trivandrum das absolute Must Do! Tagelang wird gefeiert, Merry Christmas gerufen und die jungen Männer feiern tagelang verkleidet im Wasser und auf Booten. Jeden Tag und jede Nacht gibt es andere Dinge zu erleben.

So die Fischer wie sie die Netze singend einholen und sich über Hilfe freuen. Der Gesang und diese Gemeinschaft der Fischer erzeugt wahre Gänsehaut , man erstarrt ehrfürchtig vor dieser uralten Tradition und dem Lebenskampf dieser Männer.

Ein absolutes Erlebnis ist das Neujahrsbad in einer Menschenmasse von Hunderten von Indern, die im Sand Neujahrsburgen bauen, Herzen formen und laut schreiend HAPPY NEW YEAR zurufen und in die Hände klatschen und unbedingt jeden umarmen wollen.

So warm und überschwänglich, erlebt man nur einmal und zwar genau hier:

Echt indisch den Jahreswechsel!

In diesem Sinne, gern noch einmal: HAPPY NEW YEAR!

@VeRa

Erinnerungen an den Sommer KUBA

Die lange Flugzeit von Hamburg nach Kuba bis zum Flughafen Jose Marti Habana lohnt sich!

Warm erdrückend und „mückend“- so viele Mückenstiche wie nie zuvor kaum angekommen zur Begrüßung, damit sollte man in der Regenzeit rechnen.

Doch die frische Meerluft nach der über dreistündigen Busfahrt  in Varadero angekommen, entschädigt immer.

Frische Ananas und Pina Colada zur Begrüßung und ein Traum von Strand im Halbdunkel erkennbar, wunderbar erfrischend und leise rauschend, macht trotz langer Reise Lust auf frühes Aufstehen.

Gleich am frühen Morgen muss man den kilometerlangen Sandstrand bewandern. Ein Traum wird wahr! Wären etwas später nicht vereinzelt Touristen aus aller Welt zu sehen, könnte dies der perfekte Ort für eine lang geplante Auswanderung sein.

Wunderbar lässt es sich träumen im Royalton Hicacos, wo Luxus pur herrscht. Die Fantasie und Auszeit kann nun ihren Lauf nehmen, mit Lunch im Seafood Restaurant oder einem Dinner bei Jazz Musik. Arbeit und Stress will man hier willig ablegen, sich befreien für kurze Zeit.

Ja, so lässt es sich aushalten, doch einmal auf Kuba, gilt es auch die Insel selbst zu entdecken. Es gibt so viel zu sehen!

Zuerst den roten Touristenbus besteigen. Die ist eine günstige Gelegenheit auch für Einheimische (die kostenlos mitfahren) man kann hier und da aus -und wieder einsteigen, kleine Einkaufszentren erkunden und den kleinen Hafen sowie die völlig überlaufene Stadt Varadero (Sommer ist auch Ferienzeit auch für die Kubaner. Sie lockt  mit Holzhäusern, engen sandigen Straßen und den Blick auf Armut neben Touristenshoppingecken. Sie zeigt großartige Architektur, aber vor allem landestypische Oldtimer und Menschen im Alltag.

Mit der Nauta Karte für 1 Stunde W-LAN aufgeladen, von hier aus Grüße verschicken und im Shopping Center  „Plaza America“ wandern und im draußen die wunderschöne Golfclubanlage beim Warten auf den Bus bewundern.

Weiter geht’s.

Das „Hicacos Centre „ist klein, dafür direkt am Meer und lockt die Einheimischen und hier verirrten Touristen in den Schatten bei Eiscreme und Softdrinks . Eine einzige Bank wird von einer müden Familie belagert. Sie dösen in der Mittagshitze und warten auf das Bad bei Nachmittagssonne. Nur Touristen gehen um diese Uhrzeit spazieren oder ans Meer!

Auf dem Korridor schnell eines der ersten Fotos mit Che gemacht, der jedem Vorbeigehenden wie fast überall auf Kuba anlächelt.

Zu kaufen gibt es außer Rum hier nichts, was man gebrauchen wollte oder könnte, aber ein paar Postkarten müssen es doch sein. So oft kommt man schließlich nicht in diese Region, die nur zwei Stunden von Kanada entfernt liegt. Selbst Weltreisende verirren sich selten hier, wie generell auf mittelgroßen Inseln. Kuba ist auch zu teuer für viele, die länger auf Reisen gehen.

Alle Taxis sind in staatlicher Hand, doch wer Spanisch spricht, ist im Vorteil- durch die zwei Währungen ist für Touristen alles sehr teuer auf Kuba und wer handeln kann, spart.

Es gibt eine Währung für die Einheimischen und eine für die Touristen. Dies lässt sich ebenso umgehen wie staatlich geführte Kiosks oder Stände. Dort arbeiten anders als anderswo angestellte Kubaner, ein Handeln ist hier nicht möglich.

Sehr selten trifft man überhaupt auf Eigentümer,  außer bei den vorbei fahrenden Oltimeranbietern. Die sind dann auch gefordert alles selbst zu tragen: zum Beispiel Reparaturen. Sie müssen auch höhere Steuern fürchten. Staatliche Taxis sind immer gut ausgestattet und sicher. Die Fahrer sind wie in Deutschland gewohnt, das Taxameter einzuschalten.

Der Überlandbus kostet viel weniger, dauert aber leider auch viel länger. Bei nur 14 Tagen muss man sich anstrengen, möglichst viel zu sehen und sollte keine Zeit verlieren.

Matanzas

Das sogenannte Athen Kubas gilt als der Geburtsort der kubanischen Tänze und auch hier trifft man auf das Wandgemälde von Che Guevara in Übergröße.

Hier erlebt man sehr saubere Straßen, wundervolle Brücken, den Freiheitspark mit Museum, und das von einem Deutschen gebaute Aquädukt.

Allerdings trügt die Schönheit, denn ein großes Kraftwerk befindet sich auch hier, und Ölbohrungen sind auf der Hin und Rückfahrt sichtbar.

Dieser Ort wird hauptsächlich von solchen Kubaner bewohnt, die es sich leisten können. Das sind die, die Touristenwährung verdienen und die sich die ab ca. 65 000 Dollar teuren Häuser überhaupt leisten können.

Das absolute Highlight ist die Tropfsteinhöhle (Bellamar) mit ihren dunklen geheimnisvollen Gängen, glasklarem grünlichen kalten Wasser im Innern und bizarren Formationen der Natur.

 

Castello San Severino

Die ehemals sehr große Festungsanlage am Meer lässt die Kraft und Macht, die auf Kuba herrschte. erahnen und eben auch die Zeit der Sklaven und ihre leidvollen Wege. Eine kleine Erinnerungsausstellung im Innern erinnert daran.

Die im 16. Jahrhundert bestimmt von eben solchen Sklaven erbaute Anlage ist ein wichtiger Gedenkort auf Kuba und ähnelt Kunta Kinteh Island bei Gambia auf dem afrikanischen Kontinent. Der grausam erzwungene Weg der Sklaven wird beiderorts nicht vergessen.

Cardenas

 

Auf dem Weg zu Cardenas sollte man den Friedhof besuchen, der zwischen Matanzas und Cardenas liegt. Er ist nicht so imposant wie der Friedhof Christobal Colon, dafür ist man in der Regel allein dort und hat Zeit, den wunderbaren Eingang als auch die kleine Kapelle und die sogenannte „ Wohngräber“ anzusehen; wie man sie auf Sizilien findet, dort ganz in weißem Marmor gehalten, hier aus Kalkstein und Marmor gebaut.

Wer Friedhöfe als kulturelles Erbe sieht, kommt hier auf seine Kosten.

Die Hafenstadt Cardenas war einst der Ausgangsort der größten gewaltlosen Proteste gegen Fidel Castro. Es waren Proteste der armen Frauen, die lärmend auf Kochtöpfen klopfend durch die Stadt liefen( ca. 1962).

Die Armut war seinerzeit erträglich und ist heute insofern abgeschafft, da jeder über Essensmarken versorgt wird und auch Unterstützung für die Unterkunft und Transport erhält. „ Es geht uns nicht schlecht und wir sind ein glückliches Volk und haben eine so sichere Insel!“, wird man von Einheimischen erfahren, wenn man sie fragt. Die Menschen sind zufrieden und Klagen hört man nirgendwo.

In der Kathedrale von Cardenas kann man seine Gedanken sortieren, den Schatten genießen und wenn man Glück hat auch ein Schwätzchen mit älteren Kubanern halten, die von Besuchern aus der ehemaligen DDR erzählen.

Der Ort wirkt ruhig und gelassen ohne Hektik.

Die bunten Häuser täuschen insgesamt aber nicht darüber hinweg, die zwischen staubigen Straßen liegen, dass immer noch viel zu tun bleibt. Auch wenn vielerorts versucht wird, zu modernisieren und neue Wohneinheiten auf dem Weg zu sehen sind.

Gleichzeitig fühlt man die starke Verbundenheit gerade hier, die die Kubaner mit ihrer Stadt und ihrer Insel haben:  Grüppchen von Frauen pausieren lachend und scherzend an der Straßenecke, Männer sitzen auf bunten Plastikstühlen und rauchen. Sie trinken Bier und scheinen sich in ihre Gespräche ernst zu vertiefen und ihre Außenwelt gar nicht wahrzunehmen.

Ruhe und eine seltsame Tiefe erfährt der Betrachter, wenn er sich einlassen kann auf das, was er sieht-  und nicht versucht, dies in ein Foto zu pressen.

 

Fischerdorf Coji Mar in der Nähe von Havanna

 

Eine wunderschöne Uferpromenade breitet sich aus und Ruhe, die einst Hemingway zum Schreiben nutzte- es  lässt dieses Fischerdorf einzig sein, mit seinen bunten Häusern am Fluss, der Brücke und dem Blick auf kleine Fischerboote im Wasser.

Kuba hat Hemingway mit einer Bronzestatue ein Ehrenmal genau hier gesetzt, wo er wohl seinen „ Fischer und das Meer“ ansiedelte. Die Münzen, die Kuba ihm zu Ehren prägte, sucht man aber vergebens.

Dieser Ort lockt jährlich Touristen, so dass der frühe Morgen die beste Zeit ist, ein wenig der einstigen Luft zu einzuatmen, die große Männer wie Hemingway und Fidel Castro genau hier ebenso einsogen.

Havanna

 

Vom Fischerdorf ist es nicht mehr weit bis Havanna. Vorbei an Königspalmen und Faßpalmen, Zedern und blauem Palisander, feuerrotem Bougainvillea führt der Weg über die nun schon volle Straße gen Hauptstadt.

Über Havanna gibt es so viel zu lesen. Aber nur wenige Menschen beachten bei dem Durchwandern der Stadt die kleine Wandfigur, die an den römischen Mund erinnert, in den man seine Hand stecken soll. Hier in Havanna ist es tatsächlich ein Briefkasten, fast unbeachtet von den meisten Touristen; ebenso auch die ehemaligen Kanonen, die als Abgrenzung und Dekor aufgestellt sind, an die viele Touristen gleichgültig vorbei gehen.

Die Stadt ist auf Sanierungskurs: hier und da finden sich Absperrungen und verhüllte Gebäude, viele Baustellen.

Die typischen Pferdewagen sieht man hier nicht, aber einen XXL- Koloss von Kreuzfahrtschiff, das aussieht, als würde es gleich die Altstadt durchqueren. Bei aller Kritik ein besonderer Anblick des heutigen Tourismus, der vor gar nichts zurückschreckt. Fast gespenstisch wirkt der Liner so mitten am Rande der Altstadt angelegt.

Havanna ist vollgestopft mit Touristen und es ist gut einen Ortskundigen dabei zu haben, der die wahren kleinen Oasen ansteuert, die kaum beachtet werden.

So findet man sich wie nebenbei auf einem kleinen Marktplatz wieder, der wie der Plaza Catedral irgendwie dann aber keine Fotokulisse für ein Selfie mehr ist, sondern ermutigt,  in Eingänge daneben zu schauen, in den die Bewohner Tische und Stühle, Pflanzenkübel und Fahrräder aufgestellt haben. Es spielen Kinder im Hinterhof und emsig schiebt sich schließlich, die Touristen missachtend, eine Schülergruppe durch die Gassen nebenan.

Weißgekalkte Gebäude, flache blau gelbe Rundfenstergebäude, Hochhäuser und Parlamentsgebäude, Statue, Cayo Hueso, Plaza de la Revolucion, Plaza Vieja, Jesus Maria, Prado, Kirchen, Monumente, Plätze und Restaurant: und überall Touristen, dabei  kaum Schatten.

Bars und Supermärkte locken, doch es gibt nur einige Bankautomaten, vor denen sich demzufolge Schlangen bilden. Viele Kubaner besitzen inzwischen eine Bankkarte, aber es gibt nicht genügend Geldautomaten.

Die sogenannte schmalen Fußwege sind eine Herausforderung, vorsichtig steigt man hoch und runter, weil der Bordstein höher als gewöhnlich ist.

Doch die Zeit reicht einfach nicht, es gibt so viel zu sehen- und es ist zu heiß. Der Versuch im schattigen Hemingway Cafe einen Platz zu finden scheitert, aber die Musik der Gruppe mit kubanischem Rhythmus im Innern entschädigt für diesen Misserfolg.

Im Hafen versuchen Künstler ihre Bilder zu verkaufen, genau wie die Buchhändler an einem Stand. Alles wird zu Geld gemacht, wenn es geht, auch wunderschöne alte Vasen, Messer, Glas und Nippes von einst.

Eine eindrucksvolle Hauptstadt dieses Havanna, aber der Geruch der Abgase und die Hitze lassen die Übermüdung dort verstärkt zuschlagen.

Weiter geht die Fahrt, hinaus aus der Stadt um endlich unter Kubanern zu essen und zu trinken.

Ein guter Fahrer erlöst jeden Tourist nach Besuch in Havanna  mit seinem Tipp hoch über der Festung der Stadt in den Anhöhen, wo einst Generäle wohnten, zu speisen.

Die kleinen wenigen viereckigen Häuser, jedes anders, mit Palmen und kleinen Gärten strahlen bei der Ankunft so viel Ruhe und Frischluft aus, dass nach vielen Windungen des Straßenverlaufs, die Neugierde und der Hunger jeden auch zu Fuß hier oben vorantreibt.

Die ökonomische Situation lässt Ideen reifen, wie hier die, den privaten Garten mit Stühlen und Tischen zum Restaurant umfunktionieren!  Nur wenige Gäste sitzen im schattigen kleinen Garten, dessen Hausbewohner mit verblassten Fotos der berühmten Shakira werben, die einst genau hier zum Essen kam. Fast ganz privat und ein wenig stolz sitzt man in einer ruhigen Ecke und genießt das besondere Ambiente.

Frisch gebratene Hühner, frischer Salat und frisches Brot mit den landestypischen Bohnen und Reis sind fast zu viel für den Platz auf dem Tisch – und Magen- und auch mehr als der Preis je erwarten ließ.

Familiär wie hier mit der Familie des Hauses zu essen, sollten sich Kubareisende nicht entgehen lassen. An diesen Ort verirren sich nur reichere Kubaner, keine Touristen. Dankbar füllt sich der Bauch mit leckerem Essen bei netter Musik. Sogar der Kaffee wird freundlich in kleinen mit Blümchen bemalten Tassen serviert. Auch das Trinkgeld für die Band gibt man gern.

Privilegiert kann man schließlich über den mit Fliesen ausgelegten Flur die alten Möbel betrachtend hinausgehen; und nach einem lächelnd zugeworfenen „Gracias y mucha suerte!“ diesen besonderen Ort mehr als satt und glücklich verlassen.

Diese Art Restaurants haben keine Namen, die sich in Reiseführern finden, es sind geheime Adressen der Kubaner, die hier mit ihrer Familie an besonderen Tagen feiern.

Wer will kann außerdem  noch eine Tagesfahrt im Oldtimer planen oder bis Santiago de Cuba und Mangroven fahren.

Unbedingter Stopp sollte aber für jeden die Aussichtsplattform de Bacanayagua sein, von der aus man, nach Überquerung der 300m langen und 112m hohen Brücke, einen wundervollen Blick über das Tal Yumuri genießen kann. Hier kreisen die Adler ähnlichen Vögel, laut und schreiend wie man es nirgendwo auf der Welt erlebt. In der Ferne sieht man die Bergrücken und blickt von oben in ein übergrünes Meer aus Königspalmen. Dieser höchste Punkt bietet in alle Richtungen einen atemberaubenden Blick.

Wie im Vinales Tal und Valley mit all seiner Schönheit, beeindruckt immer wieder die großartig belassene Urnatur. Es gibt unzählige Vogelarten auf Kuba, der Kolibri gehört ebenso dazu wie der farbenprächtige Tocororo, der zum Nationalvogel ernannt wurde.

Leguane, Geckos, Schlangen und Krokodile und Flamingos, selbst Delphine finden sich auf dieser so wunderbar grünen Insel der Karibik. Ein wirkliches Naturparadies, da die Politik dafür sorgt, Naturschutz an erste Stelle zu stellen.

Was sich bis zu den Hotelanlagen zeigt, die nicht nur mit viel Grün angelegt sind, sondern auch den Küstenschutz berücksichtigen und die Fauna beschützend einschließen. Das sorgt dafür, dass man, egal wo, von Vogelstimmen geweckt wird und ab und zu selbst an Pools auf Leguane trifft sowie Besuch von verschiedenen Vogelarten und Käfern auf der Terrasse oder dem Balkon bekommt. Überhaupt scheint alles im ökologischen Gleichgewicht zu sein, außer in Havanna selbst.

Fazit

14 Tage sind viel zu wenig für diese so großartige, historisch interessante, weltbekannte, voller Schönheit daliegende Insel Kuba!

!Hasta luego!

 

@VeRa

 

Website aus dem Internet für weitere Infos

http://www.kubakunde.de/videos/vogel-kubas-1110

Ni hao Beijing- Im Land des Lächelns

Fürwahr begegnet man nach gut 12 Stunden Flug ab Hamburg in Peking fast überall lächelnden Menschen, wenn man den Blick schweifen lässt. Ob in der super gigantisch funktionierenden immer mega vollen U-Bahn, beim Einkaufen, im Restaurant oder einfach unterwegs.

Lokale Währung erhält man, falls man nicht vorher getauscht hat, an Geldautomaten, die aber nicht überall zu finden sind. In die Währung  Renminbi Yuan (CNY) kann man zwar wechseln in sogenannten Wechselstuben, doch für Touristen ist die Visa Karte, auch die EC-Karte, immer ein guter Begleiter, denn vielfach zahlen die Chinesen mit ihrem Handy und fast überall auch mit Karte, so sind viele Geschäfte auch auf Kartenzahlung eingestellt und in den Banken kann man mit EC-Karte Geld abheben. Bargeld ist aber unerlässlich, wenn man TUK-TUK oder Taxi fahren möchte.

Die klassischen Touristenmeilen fordern zum längeren Warten auf. Vor der Verbotenen Stadt und in der gesamten Umgebung werden Taschen und Pässe kontrolliert (also Reisepass dabei haben!), was man nur mühsam bei großer Hitze oder Kälte aushalten kann. Doch es lohnt sich! Allerdings auch nur, wenn man jemanden hat, der als Begleiter und Kenner dabei ist. Sehr zu empfehlen sind mehrsprachige Guides. Hier sollte man die auf der Straße verteilten Werbeangebote lesen (oft auf Englisch, aber auch Deutsch) oder schon erfahrene Reisende fragen. Und man sollte sich nicht wundern, wenn man für ein Foto aufgefordert wird, zu posieren! Jeder Tourist ist ein willkommenes Accessoire auf dem Reisefoto vieler chinesischer Touristen.

Natürlich kann man auch mit einem Papier-Reiseführer durch diese großartige Stadt laufen, aber das Gespräch mit Einheimischen erscheint viel informativer. So erfährt man dann, warum die Türschwellen im Palast fast zum Klettern auffordern: sie seien so hoch, weil der Teufel keine Knie habe, daher nicht hinein kommen könne.

Auch dass die Zahl 8 nach chinesischem Denken Geldsegen bedeutet, die Zahl 4 dagegen Unglück, wenn man sie falsch betont; denn dann bedeute sie „ sterben zu  müssen“. So erklärt sich, dass man kaum auf Zahlenkombinationen wie 14, 24, 44 usw. trifft.

Vieles mehr lässt sich mit einem Guide besprechen und als Begleitung für eine Teezeremonie ist er unerlässlich. Allerdings sollte man genug Geld dabei haben. Billig sind solche Aktionen nicht.

Als „ Langnase , 大鼻子  oder 高鼻子 oder“ 長鼻子geschrieben, gao bizi oder da`bizi gesprochen, ist manches eben teuer, aber es lohnt sich. Allein die vielen Tempel zu besuchen, gibt wiederum Zeit, jeden Winkel zu erforschen. Viele Tempel liegen in großen Parks. Bei Kälte sind die Parks wie leergefegt, da in dieser Zeit, die Einwohner Familientage zu Hause oder in Restaurants vorziehen.

Unbedingt besuchen sollte man mindestens die Tempel Konfuzius, den Himmelstempel und den Lamatempel, alle drei gut mit der U-Bahn zu erreichen.

Die Chinesische Mauer ist natürlich ohne Frage das wichtigste Monument, wenn man nach Bejing reist. Wer nicht hochlaufen möchte, dem wird eine Seilbahn, sehr komfortabel und gar nicht teuer, geboten. Der Blick ist wundervoll von oben und auf die Mauer selbst! Sehr beeindruckend; besonders bei Schneefall. Einfach atemberaubend! Und man kann sich vorstellen, dass man diesen Ort mehrmals besuchen kann, weil er je nach Jahreszeit anders wirkt.

Diese längste Mauer der Welt, begonnen im 7. Jahrhundert, ist wohl eines der größten Wunder für die meisten Menschen. Die Reparaturen werden staatlich durchgeführt, so dass sich vier Abschnitte für jeden Touristen bieten: Badaling, Multianyu, Simatai und Juyongguan. Jeder Taxifahrer kennt den Weg, so dass man bei englischsprachigen Fahrern und nach Preisverhandlung, (sogenanntes Feilschen ist in Beijing unerlässlich!), teure Touristentouren getrost vergessen kann.

China, speziell die Hauptstadt, sind ein Ort der Extreme: Armut und Reichtum, Internet überall, Wohnungen teuer und U-Bahn billig, paradiesisches Essen und Trinken für Europäer, aber die Kommunikation mit Einheimischen ein Riesenproblem. Nur wenige Menschen sprechen Englisch, so dass ein Wörterbuch nützlich ist.

Wer allerdings mutig ist, lernt hier nach Bildern zu bestellen, was lustige Momente nach sich ziehen kann: Dann liegt vielleicht ein Gänsehals mit Kopf auf dem Teller. Vorab sollte man auch unbedingt mit den Ess-Stäbchen üben, denn nicht überall bekommt man einen Löffel. Wer mag, sollte mit Besteck im Koffer reisen und Toilettenpapier, denn das ist trotz vieler sehr sauberer Toiletten, Mangelware auf öffentlichen Toiletten.

Der Tee mit Rosenblättern verfeinert, ist ein Genuss, aber auch das echt-chinesische Restaurant. Es wird überall frisch gekocht und ob Fisch, Fleisch oder Vegetarisch, ist das Essen einfach lecker!

Für Teeliebhaber ist in der Nähe der Verbotenen Stadt das Laoshe Teahouse, das mit seiner hohen Eingangstreppe im eindrucksvollen  rotegehaltenen Gebäude, mit kleinen Miniaturkästen im Obergeschoss , die Geschichte der Teehäuser und verschiedenen Berufe anschaulich darstellt. Dieses Teehaus bietet  einen ruhigen Platz in all dem Trubel draußen. Der Tee wird frisch zubereitet und man kann kostenlos verschiedene Sorten probieren und findet auch eine sehr saubere Toilette gleich nach Besuch der Verbotenen Stadt, die man übrigens unbedingt umrunden sollte, denn der Blick auf die Gebäude am Wasser und kleinen Mauer entlang, ist so schön, was viele Touristen nicht wissen. Denn, wo sie hineingehen, gehen sie in der Regel auch wieder hinaus.

Für Kaffeegenießer sei das Cafe Alba im Dongcheng Distrikt empfohlen, ganz in der Nähe der klassischen Hutongs (ursprüngliche chinesische Wohnhäuser) oder aber ein Cafe in der Nähe des Lamatempels und Konfuziustempels in einem sehr kleinen süßen Hutonghaus, so urig kuschelig eingerichtet mit 6 Sesseln im hinteren Teil. Dort lässt sich die die Welt für Momente vergessen. Man muss nur ein paar Schritte in entgegengesetzter Richtung zur U-Bahn gehen und kann dabei auch die so unterschiedlichen wunderschön farbigen Haustüren bewundern.

Der Kaffee wird frisch gemahlen zubereitet. Da das Cafe sehr klein ist, sind sowohl die Stammgäste als auch Bedienung für Englischsprechende eine nette Abwechslung.

Die Tempelanlagen sind sehr gepflegt und der Eintritt lohnt sich besonders, da die Berührung mit dieser uralten Baukunst sehr nachdenklich und irgendwie auch betroffen macht. Nicht überall auf der Welt lassen sich so frei, uralte Gebäude von innen betrachten und nicht jeder Mensch schafft es, solch einen Weltkulturerbeort zu erleben. Eine Chinareise ist immer ein Geschenk der Superlative!

Weitere Empfehlung für Schwindelfreie ist die 2016 eröffnete größte Glasplattform der Welt, so heißt es, im Bezirk Pinggu. Es handelt sich um eine Tonnen schwere Titan Konstruktion und der Glasweg der Plattform ist ca. 30 Meter lang. Von dort oben hat man ein sehr besonderes Gefühl und großartigen Blick auf die Shilin-Schlucht in ca. 400 Meter Tiefe.

Schön sind auch die sogenannten lokalen Märkte, meistens unscheinbar untergebracht in Gebäuden:  mit bunten Fischarten, fremdartigen Gemüsesorten und selbstgedrehten Nudeln und vielen verschiedenen Gewürzen. Sie sind ein Paradies für Nasenmenschen, die solch Gerüche aushalten und genießen können. Die bunten Farben und ansprechend ausgelegten Waren haben nichts mit einem Markt in Südeuropa gemeinsam.

Die großen Kleider, Schmuck und Technikmärkte wie der Perl Market, mit einer nachgebildeten großen Muschel mit Perle drin vor dem Eingang, lassen eventuell leere Koffer schnell füllen. Aber das wohl wichtigste für Reisende der heutigen Zeit ist, dass man überall Internet, W-LAN- Zugang in jedem Restaurant, sogar in der U-Bahn und wie selbstverständlich nutzen kann und das I-Phone zum täglichen Gebrauch gehört.

Die Metropole glänzt mit hochinteressanter Architektur aus Glas, kubisch oder kuppelartig, spanischen Herrenhäusern nachempfundenen Büroparks, irischen Pubs,  Fast Food Ketten, Markenbestsellershopping-Centren und geheimen Plätzen mit Life Music und horrenden Eintrittsgeldern in der Nähe des Botschaftsviertels. Ohne Eintritt zu zahlen, muss man stehen bleiben; ein Tisch für 200 bis 300 Dollar ist keine Ausnahme! Für Junggesellen das ultimative Tanzgefühl, denn dort bleibt man als Single nicht lange allein.

Die Welt trifft sich in Beijing, man ist nie lang allein, wenn man nicht will und die Stadt schläft auch nie! Überall tummeln sich Touristen und Einheimische, doch je weiter weg man sich vom Zentrum und typisch touristischen Stellen der Stadt entfernt, ist man gezwungen, sich mit Händen und Füßen oder kleinen gelernten chinesischen Sätzen zu verständigen.

Wer länger in Peking bleiben will, sollte also unbedingt Chinesisch lernen und die lokalen Preise kennen!

Und wer zum ersten Mal wieder abreist, sollte alle Kabel und elektronische Geräte separat in eine Tüte packen (und Feuerzeuge weggeben), denn die gehen separat, doppelt kontrolliert, durch die Kontrollen am Flughafen!

Beijing ist sauber, absolut verkehrstechnisch sortiert, sehr kontrolliert von Ordnungshütern und insgesamt sehr sicher.

Wer lokale Einkaufszentren besucht, sollte auf den Toiletten übrigens damit rechnen, dass Frauen dort ihre Wäsche waschen. Bei Ikea, wie man hört, seien ganze Spieltage mit der Familie zu beobachten. Andere Länder- andere Sitten,  bestätigt sich auf jeden Fall bei einer Reise nach Beijing.

Wer in diese große Stadt reist, sollte sich vorher gut zu informieren und berücksichtigen, dass das  Rauchen in der Öffentlichkeit unter Strafe steht, wenngleich sich viele nicht daran halten und sogar in typisch lokalen Restaurants geraucht wird.

Die beste Reisezeit ist das Frühjahr, dann lässt sich das großartige Neujahrsfest oder Frühlingsfest erleben.

Eine Einladung von Freunden in China anzunehmen, braucht Geduld und viel Papierkrieg bis man ein Visum erhält und: Visa sind auch nicht ganz billig. Man kann gut und gerne bis zu 100 Euro zahlen, je nachdem wie man die Reise organisiert. (Visazentren geben hierzu Informationen).

Wang Wang!

Viel Glück!

@VeRa