Im Zug

…wenn ich reise dann zu dir

bleibst auf diese Weise so in mir…schrieb ich

doch auch

Vogelarm und Riesenfuss

sind Lebensfluss

wenn die Krähen fliegen

sich hinhocken auf die Gleise

wie die die auf der Reise

mit ihren Pommes und Papier

in ihren Schnäbeln

die vergehende Zivilisation

im Kampf um die Reste

sehen sie aus

wie die drei mir gegenüber

die neidisch auf das Bier des anderen starren

 

@VeRa

2018

 

 

 

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Hannover im Lichterglanz

Die Hauptstadt von Niedersachsen- ja wie fast überall in Deutschland erstrahlt auch Hannover im Lichtermeer der Adventszeit.

Doch wie bezaubernd anders ist es jetzt an der Leine:  am Flussbett breitet sich der historische Weihnachtsmarkt mit seltenen Getränken, Essendüften und handgemachten Einzelstückchen aus Holz, Leder und Glas aus. Verträumt schaut man aufs Wasser und sieht fast wie die alten Sagen lebendig werden.

Mittelalterlich gekleidete Minnesänger geben alles, um  gehört zu werden. Heißer Met wärmt und tröstet über die kalte Jahreszeit hinweg.

Hannover selbst hat das bewegte Jahr noch nicht beendet.  Das Winter Varieté lockt mit strahlenden Tänzern und Musik, vielleicht noch schnell den Opernball gebucht oder gar den Weihnachtszirkus wenn’s noch geht?!

Aber mehr noch zeichnet Hannover aus: Die Herrenhäuser Gärten im Sommer wie im Herbst ein zauberhafter Platz und bunt, wenn das Feuerwerkfestival der Superlative den Himmel laut und phantasievoll färbt von Mai bis September.

Wer’s anders mag, der stürmt die Tanzbars mit Reggae, Beat, Jazz und Latin oder Rock. Plätze gibt es da in jeder Größe und für jeden Typ und zu jeder Jahreszeit.

Hannover ist so multi-kulti, ob beim Essen, Trinken, Tanzen oder gar, was die Rotlichtzone ein paar Schritte vom Bahnhof betrifft. Auch hier hat Mann, aber auch Frau die Wahl: drei Straßenzüge bieten für jeden “ anderen Hunger“etwas.

Der Bahnhof selbst ist eine wahre  super große volle Shopping Arena. Da verpasst man glatt den Zug, wenn man nicht aufpasst. Glas und breite Wege, das zeichnet den 1879 erbauten Bahnhof aus, der ca. 300 000 Menschen täglich bedient.

Doch, was den Aufenthalt so anders macht ist doch zu jeder Zeit die Altstadt, gerade jetzt so voll bietet sie zu anderen Zeiten freien Blick auf norddeutsche Backsteinbauweise und Gotik:

Kreuzkirche, Marktkirche und Marktbrunnen, das Marstalltor, das Alte Rathaus, der Oskar Winter Brunnen, das Nolte Haus und gar ein Schloss.

Nichts deutet auf die große Zerstörung nach dem Kriege hin: fast 90 Prozent der Stadt lag in Schutte und Asche, doch wurde die Altstadt liebevoll wieder aufgebaut und sucht ihres gleichen. Mit Liebe zum Detail bietet sich dem Betrachter wahre Baukunst, wie man sie oft nur im Norden findet.

Die sakralen Bauten dieser Stadt, aber auch der Klassizismus  bieten neben Gotik und moderner Stadtstruktur viel Potential für eine dreitägige Tour in die Region der Märchen und Sagen.

Vom Rübezahl bis Rattenfänger von Hameln gibt es auch für Märchenfreunde viel in und um Hannover zu entdecken.

Christuskirche und Leibnitz-Haus sollte man trotz Weihnachtsmarktgelüste nicht umgehen. Es lohnt sich vom Bahnhof aus, eingemummelt in Schal und warmer Winterjacke die Stadt zu entdecken.

Das ist Spaß im Winter! PS U-Bahnfahren kann man auch!

@VeRa

2018

 

 

 

Arbeitsreise

Manchmal

wenn ich durch die bunte laute Multi Kulti Menschenmasse

mich bewege

hab ich Angst

dass meine Gedanken zu laut sind

dass sie jeder hört

dass die Traurigkeit nicht nur mich zum Weinen bringt

dass die Kälte der Herzen uns erfrieren lässt

und nicht der kalte Wind des Nordens

der uns um die Ohren pfeift

 

Winter liegt in der Luft

noch sehe ich die Blätter fallen

zünd mir eine Kerze an

ich Dir

uns

und die Liebe hüllt uns alle ein

 

Manchmal

wenn ich durch die bunte laute Multi Kulti Menschenmasse

mich bewege

hab ich Angst

dass meine Gedanken zu laut sind

und sie doch keiner hört

 

Ve@Ra

 

 

 

Reise zum Regenbogen

erstarrt sitze ich da

bilderblitze rauschen vorbei

die letzte umarmung spult sich endlos ab

vorbei

quälend der gedanke

dass ich nicht bei dir war

noch verharre ich hier

bis wir uns wiedersehen

werfe dir eine rose zu

die alten lieder noch

erstarrt sitze ich da

haarebilder rauschen vorbei

das letzte lächeln spult sich endlos ab

vorbei

quälend der gedanke

dass ich nicht bei dir war

noch klebe ich hier

bis wir uns wiedersehen

werfe dir meine liebe zu

die alten Gespräche noch

hallen nach

du fehlst

aus fernem Land gekommen, dorthin zurück

 

wir werden uns wiedersehen

bis dahin viele sterne dir

jede sekunde gerade

trägt deinen namen

für immer in meine seele gebrannt

BIS WIR UNS WIEDERSEHEN IM ANDEREN LAND

du fehlst!

 

Ve@Ra

 

 

 

BREMEN AN DER WESER

Meine Stadt, meine Heimat, meine Lebensreise….

Die Bremer Stadtmusikanten im Herzen der Stadt, das Rathaus so wunderschön und der Dom, der Bleikeller zum Gruseln und die Aktionen durchs Jahr: Osterwiese, Freimarkt, Weihnachtsmarkt, 6-Tage Rennen, Messen und Wanderwege.

Eislaufen auf den Wümme Wiesen, durch den Rhododendron Park schlendern oder den Bürgerpark und im noblen Hotel am See ( PARKHOTEL)  des Bürgerparks Kaffee Trinken und im Sommer die Kanäle entlang gemächlich paddeln.

Eine Weser-Tour bis Verden hin- und zurück oder einfach im Sommer den Marktschreiern zuhören und den riesigen Flohmarkt genießen. Vielleicht auch der Weserlust frönen: Aktionen und mega Life Musik aus verschiedenen Zelten: die sommerliche Party für Alle.

Das Überseemuseum für internationale Kultur besuchen, die Kunsthallen oder einer Lesung lauschen.

Ein Foto vorm Bewacher der Stadt dem Roland oder auf den Spuren der Sieben Faulen in der Böttcher Straße. Als Tourist die alten Häuslein im Schnoor besichtigen oder auch einfach nur eine Nacht durchtanzen auf der Disko Meile.

Rabenschwarze Nächte im immer noch dröhnenden Aladin, wo einst der DJ seine Karriere als Musiker Norbert Krüler startete mit der so bekannten Musik von Shamall und seinen so gut verkauften CDs bis heute. Wer Aladin Besucher war vor 40 und 30 und 20 Jahren der kennt ihn noch.

Von Bremen ist es nicht weit bis nach Bremerhaven ins Auswandererhaus und Zoo am Meer.

Der Norden und diese Hansestadt sind immer eine Reise wert- es muss ja nicht gleich Hamburg sein!

Bremen ist zukunftsweisend mit dem Buddhismus Zentrum als auch einer Japanischer Schule.

Internationale Stadt mit Dorfatmosphäre. Hier kann man sich nicht verlaufen und doch in alle Welten tauchen.

Übrigens nicht weit entfernt ist auch das größte Shopping Centre im Norden

„ DODENHOF“, das von Kritikern „ Doofenhof“ genannt wird; das sind übrigens die, die im Osten Bremens den „ WESER PARK“ bevorzugen.

Auf dem östlich gelegenen Gelände des Weser Parks gibt es die super traumhafte Sauna-Schwimm-OASE und ein riesiges Kino.

Bowling, Kegeln, Essen und Trinken, Schlemmen und Schlafen lässt sich überall in der Stadt vom Feinsten.

Derzeit gibt es KOHL UND PINKEL. Man kann die Karawanen (  Firmenangehörige mit Handwagen und Eierbechern bewaffnet um den Hals baumelnd ) ziehen sehen, die auf dem Weg zum großen Tanz und natürlich zum Kohl-und Pinkel-Abend ziehen. Ganz nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Auch der Norden kann feiern- nicht nur die Kölner!

Der Fallturm an der Universität Bremen, die besonders bekannt für ihren Forschungsbereich ist, das Universum und auch das Olbers Planetarium in der Nähe der Fachhochschule laden zum Lernen ebenso wie zum Learning by Doing ein. Wer sich in Bremen niederlässt, kann auch kostenlos sein Wissen im Haus der Wissenschaft erweitern.

Vieles mehr gibt es noch: den FOCKEWINDKANAL, FLUGHAFEN

und das KLIMAHAUS allerdings in Bremerhaven…

Wer es etwas anders mag, der geht ins VIERTEL dem Steintor, wo das Leben tobt.

Große namenhafte internationale Firmen bieten wie BECKS Führungen an, ansonsten heißt es:

Auf Entdeckung gehen in dieser doch wunderschönen Stadt im Norden.

Hier in Bremen kommt jeder auf seine Kosten! Einfach probieren!

Viel Spaß!

Ve@Ra

Dornröschen

Dornröschen schlafe hundert Jahr

hundert Jahr

hundert Jahr

Es ist nun einfach richtig klar

wirklich wahr

dass Frauenkampf für uns nur war

und wunderbar

richtig für die Schwestern war

da

boten wir den Freiheitskampf einfach dar

bis und schwindelig war

die Männer wollten uns nur so

wie man sah

wie die Mutter – Nonne gar

an den Herd und in die Kirche an den Altar

nun schaut ganz einfach in dies Jahr:

HUNDERT JAHR!!!!

 

PS  Anmerkung der Autorin!

Hundert Jahre Wahlrecht für Frauen

Kinderliedmelodie im Zeitalter der Poetry Slammer!

Ve@Ra

 

Bremen mal anders

Bremen mal anders

An der Ampel- schnell ein Foto gemacht, das grüne Männchen lacht- folge ich dem Blick der Touristin mit dem gelben Koffer und Kind.

Ah nee- jetzt seh ich: sind die Bremer Stadtmusikanten, da ist der Esel und auch der Hund, die Katze und der Hahn ; sie stehen – besser: hängen leuchtend und erinnern

„ Geh!“. Ich denk noch: „ Mach ein Foto“, doch vorbei der Moment.

Bremen ist in.

Da hätt ich auch gern das Modell geknipst, langbeinig, kurzröckig- ihre Beine gehen mir bis zur Brust. Doch….

Schnell weiter, von der Seite ihren sexy-Brillenblick erwischt, haste ich an anderen High Heels, auch Parfüm – Duft und Schnurrbärten und Kopftüchern vorhei.

Erwische glücklich ein Blumenverkäufer- Lächeln und denk noch: „ Wär doch ein tolles Motiv gewesen…“

Zu faul!

Handy in der Tasche hastet die ernste dunkelgraue Frau nun vorbei. „ Ob sie Ärger hatte?“, denk ich noch, da begleitet mich schon Kuchen-Kaffee-Duft.

Ich habe Hunger.

Keine Zeit.

Partystimmung hechelt mir entgegen- Alkoholgeruch benebelt die Sinne-  und neidisch schaue ich den küssenden Freundinnen zu und meine Ohren werden taub beim Passieren der Musik und Frauengruppe, die sich zum großen Bayernzelt-Partyabend trifft.

Das große Volksfest tobt- Freie Markt. Nein der Bremer Freimarkt Leute! –  und alles tobt- hin und her durch den zentralen Bahnhof,  auch mich schiebt alles durchs Gemenge.

Bis zum Gleis…

bin  fast atemlos, verlasse schnell das wilde Treiben-

Mein kleines Dorf…

—-ob ich wirklich noch Kino brauch?

©VeRa