Israel nur mal eben

Religion und was sonst noch zählt

 

Der besondere Rückblick einer besonderen Reise – für ein verlängertes Wochenende über ein Secret Escape Buchung gen Tel Aviv über Dubai.

Wirklich günstig und für zwei Personen ein echtes Schnäppchen mit 499,00 Euro für zwei Nächte mit Frühstück und Lufthansa-Flug von Freitag bis Sonntag !

Am Flughafen angekommen, kann es für Menschen mit mehreren  Vornamen  aus Deutschland eventuell schwierig sein.

Der Pass kann weggenommen werden und man steht dann nichts verstehend eine Stunden lang in einer Ecke; bis man endlich nach Fragen über Großeltern und Familienzusammenhängen  mit einem kleinen Visums-Zettel, der locker in den Pass gelegt wird, erleichtert durch die Passkontrolle gehen kann. Achtung: für die Ausreise erhält man auch einen, den man sicher lagern muss, ansonsten gibt es größere Probleme bei der Ausreise!

Doch dies ist sicherlich nicht immer für jeden Einreisenden mit deutschem Pass der Fall. Etwas beängstigend beim Anblick von Männern und Frauen in Uniform, bewaffnet und ernst drein blickend zu stehen, passiert sicher nicht jedem. Aber die Uniformierten sieht man noch öfter auch im Straßenbild- junge attraktive Frauen, die Waffen tragen, gehören zu Israel wie die Geschichte der Juden in alter und neuer Zeit.

die Ankunft in der Stadt entschädigt auf jeden Fall für jedweden Streß.

Das  mittelgroße Hotel Metropolitan liegt direkt am Meer und ist sehr ruhig, lockt nicht nur mit unglaublich riesigem Bufett, sondern auch mit Mitarbeitern, die  mehrsprachig und freundlich von billigen Großbussen nach Bethlehem und Jerusalem abraten.

Ein kleineres Taxi ist auf jeden Fall schön, weil man mit den maximal 6 Personen auch ins Gespräch kommt wie in einer Mini-Reisegruppe. Hier trifft sich die Welt!

Man  findet viele günstige Angebote in jedem Hotel über mögliche Ausflüge und sonstige wichtige oder interessante Möglichkeiten, wenn man einmal  hier angekommen ist.

Doch bevor man sich von Tel Aviv entfernt, ist diese bebende-musikalisch-sportliche und sicherste Stadt  für Weltenbummler großartig und muss unbedingt besucht werden: historische und futuristische Gebäude sind über die Stadt verteilt, große Parks und Erinnerungsmonumente lassen staunen, stillgelegte Großprojekte sind eigenwillige Kulissen und  rege Baustellen zeigen Extreme. Es gibt  Graffiti fast überall (besonders und farbenfroh mit Botschaften)  und  einen wunderschöner Strand mit Musik, alte und junge Sportaktive, Kinder und Menschen aus aller Welt, jeder Klasse und höchstwahrscheinlich auch jeder möglichen Religion.

Es herrscht ein reges und buntes Treiben, das die Augen verwundert betrachten. Die Stadt Jaffa lockt am Samstag mit großem Flohmarkt, Life-Musik und vielen Menschen, die auf hölzernen Barhockern Cocktails und Bier trinken.

Kaffee genießt man fast überall unter Heizsonnen auch draußen am Abend oder in urigen Kneipen, wo noch Schallplatten abgespielt werden und junge Leute diskutierend  und  sich umarmend treffen.

Schaufensterbummel sind einen Abendspaziergang wert, die ungesehene urige Mode zeigen.

Die Wellen versprechen Energie,  Kunstwerke im Sand spornen zu  Ah-Rufen an.

Geldwechseln kann man 24 Stunden lang an vielen Straßenecken per Automat ohne in ein Gebäude zu gehen, Geldautomaten hängen einfach an einer Hauswand befestigt.

So sicher und problemlos kann man nirgendwo auf der Welt Geld holen und wechseln! So sicher auch am Abend in der Stadt, kann man sich nirgendwo fühlen.

Der kleine Supermarkt verkauft die ganze Nacht, was immer man braucht. Die Preise sind günstig und erfreuen auch kleine Portemonnaies.

Der Schabbat von Freitag bis Samstag bringt im Hotel einen Fahrstuhl weniger für Menschen wie Touristen und Nichtjuden , bereichert das Bufett mit einer koscher Lebensmittelecke und führt dazu, dass viele freundlich aber ernsthaft aussehende Männer sich in Gruppen zusammen finden.

Besonders interessant ist der Fahrstuhl so oder so, da er nicht in der Reihenfolge von unten nach oben die Stockwerke angibt, sondern für uns durcheinander angereihte Zahlen für die Stockwerke bietet, die während der Fahrt mathematische Kenntnisse herausfordert und die Überlegung, welche Regel hier angewendet wurde.

Genau hinsehen ist angesagt!

Neben der Altstadt Jaffa nur einen kleinen Spaziergang entfernt am Strand entlang gibt es auch im neuen Teil der Stadt viel zu staunen:  Sehr breite Straßen, schöne Fußwege an Parks vorbei bis zum Museum oder einer der Galerien. Die Sommergalerie zeigt israelische Kunst und das Tel Aviv Museum of Art zeigt sich von außen schon großartig innovativ. Die Chelouche Galary ist ein echter Geheimtipp. Von außen ist die zuletzt genannte Galerie eher arabisch scheinend, auch der zeitgenössischen Kunst offen und modern.

Die Taxitagesfahrt nach Bethlehem und Jerusalem führt die Fahrgäste durch die Landschaft, die Lust auf einen längeren Aufenthalt macht. Gut 1 Stunde dauert die Fahrt und führt ohne große Komplikationen vorbei an Hügeln und grünen Wäldchen  zum ersten Stopp auf die Aussichtsplattform, die die goldene Kuppel im Hintergrund zeigt. Für einen Moment übernehmen Gefühle den Blickenden und es rollt  bei so manchem eine Träne beim Anblick dieser so sehr besonderen historischen Kuppel mit Klagemauer.

Die Berührung der Klagemauer ist wie ein tiefes Versprechen, Männer und Frauen getrennt.

Das Gemurmel, die Gebete, die Suchenden, die Zettel in Ritzen der Klagemauer vergisst man nie mehr.

Die Altstadt ist in  verschiedene Viertel gegliedert und von Krieg und Tod keine Spur. Friedlich scheinen hier die muslimische, jüdische, christliche und armenischen Bewohner, vielleicht, weil sie von einer Mauer umgeben sind.

Die Zitadelle ist wie alles, was man erblickt genauso wie überall auf Fotos abgedruckt und in Zeitungen oder dem Fernsehen, nur geht alles tiefer unter die Haut. Nirgendwo sonst ist Glauben, Lieben, Gemeinschaft und Beten und Geschichte und Heute und Gestern so tief in jedem Atemzug und jeder Stufe, jeder Wand und jedem Gebäude und im Betrachter. Nie kann man näher der gesamten Welt sein und Politik, sich selbst und der Menschheit wie hier.

Kein Wunder, denn hier sind alle Konfessionen zu finden, vielleicht ist Jerusalem deshalb auch so spürbar aufgeladen mit Energie?!

Es finden sich  ultra-orthodoxen nicht-zionistischen Juden und  orthodoxen zionistischen Juden,  Drusen, Sunniten, Schiiten, Aleviten,  Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Georgisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, Griechische Katholiken, Altkatholiken, Römische Katholiken, Lutheraner, Anglikaner, Armenier und Äthiopier in dieser Stadt.

Eben unglaubliche Vielfalt, die demütig macht.

Nach einem wohltuenden Tee und kleinem Snack geht es weiter nach Bethlem.

Hier in Jerusalem spielt sich trotz emotionellem Gang zur Grabeskirche vorbei am arabischen Markt und in der Kapelle und dem unglaublich berührendem Sterbeort wenig Trauriges ab. Beginnt  doch hier für Christen mit der Auferstehung die Erlösung.

In der Tat reisen unendliche viele Menschen aus allen Ländern nach Jerusalem, um sich selbst,  ein Stück Stoff oder persönliches Accessoire auf einer ausgewiesenen Stelle mit Marmorplatte mit Gebeten murmelnd zu reiben und ihren Kopf darauf zu legen,  genau dort wo Jesus gelegt wurde, nachdem man ihn vom Kreuze nahm.

So  unendlich viel Kraft und Schönheit ist im Raum der Gebete. Ehrfurchtsvoll betritt und verlässt man diesen Platz. Hier und nur hier erhält das Wort „ heilig“ selbst für Religionsfremde eine ungeheure Dimension.

Vom Sterben, Nachdenken über jüdisches Schicksal und Schindlers Liste  und der großen Frage aller Fragen nach Gott und wer wir Menschen sind, geht es in kurzer Fahrt weiter nach Bethlem.

Der Geburtsort im palästinensischen Landesteil führt vorbei an einem Wachturm und hohen Mauer. Friedlich und ohne Zwischenfall erreicht man die Geburtskirche und steht andächtig wie alle anderen Besucher vor dem Altar über dem Stern der Geburtsgrotte.

Man sieht auch die wunderschöne Omar-Moschee am Platz draußen nach dem Verlassen.

Die Rückfahrt nach Tel Aviv merkt man kaum, so angefüllt und voller Gedanke ist man überrascht wie schnell eine Stunde vergehen kann.

Wer nach Israel reist, sollte unbedingt  viel Zeit einplanen. Kein Land bietet so viel!

Tel Aviv ist eine so wunderschöne, lebendige und sichere Stadt, die dazu verführt, doch noch einmal wieder zu kommen und sich dann in das Nachtleben der Stadt zu werfen oder mehr von Israel zu erleben.

Zum Weiterlesen hier zwei Webadressen

 

http://israel.ammkla.de/html/body_orte_jesu_9.html

http://www.land-der-bibel.de/bethlehem/bethlehem.htm

@VeRA

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