Piemont IVREA (2)

Jahreswechsel in Piemont in der verträumten Stadt  Ivrea

(siehe auch Blog Oktober 2017)

Italien ist immer schön, sagen Kenner. Auch wenn man nicht Skilaufen möchte, lohnt sich der Norden im Winter.

Piemont im Nordwesten Italiens ist die größte Region des Stiefels und grenzt an die Schweiz, Frankreich, an Ligurien und Emilia- Romana, die Lombardei und das wunderschöne Aosta -Tal. Das offizielle Symbol ist die Benediktinerabtei di San Michele. Der hohe Monte Rosa ist weithin wie Teile der Alpen zu sehen. Man spricht auch von der wunderschöne Po-Ebene Piemont.

Flüge gen Hauptstadt Turin finden sich schnell und günstig, Automiete und auch Zugreisen sind einfach zu organisieren und die Fahrt gen Ivrea dauert nur ganze 30 – 40 Minuten. Allerdings brauchen Fahrer ruhige Nerven tagsüber, da am Wegrand viele Prostituierte, eben auch im Winter kaum bekleidet auf  Plastikstühlen sitzend oder daneben stehend, ihre Dienste an der Landstraße anbieten.

Wenn man Mautstationen auslassen will, ist die Fahrt noch einmal so schön. Zwischen urigen Dörfern, weiß gekleideten Feldern umrahmt von wunderschöner Landschaft der Berge, liegt ziemlich gut gelegen auch ein mehr als günstiges Hotelchen, in dem die Mitarbeiter sogar Wasserkocher aufs Zimmer stellen, Schokolade bieten und den besten Service, den man sich wünscht.

Aus diesem Grund, auch weil es ruhig gelegen ist, mit Balkonen, sehr sauber und nettem kleinen Frühstück, sollte man im Hotel la Villa übernachten.

Die Stadt Ivrea bietet neben dem schon einmal beschriebenen Olivetti Gründerhaus und dazugehörigen Museum, eine fast wie Prag wirkende Altstadt, mit Kathedrale Santa Maria Assunta, einer uralten ehemaligen Steinstadt in der die Zeit stehen geblieben scheint und die wie aus dem Märchenbuch wirkt.

Cafés und Altstadt voller kleiner Geschäftchen und Bars laden in der Stadt zum Aufwärmen ein.

Zu besichtigen ist darüber hinaus die Kirche San Bernadino und Chiesa di San Grato als auch das Castello von Ivrea, das Labirinto del Castello di Masimo, von wo man einen wunderschönen Blick auf die Landschaft mit den Bergen mit dem Hintergrund hat. Das Museum der Stadt ist außerordentlich interessant und bietet verschiedene Ausstellungen.

Der Bummel am Fluss bietet bei jedem Wetter ein ausgesprochen hinreißendes Fotomotiv, wie man es selten findet. Die Brücken mit dem dahingleitenden Fluss Dora Baltea lassen für Augenblicke die Welt vergessen und man mag sich nicht wegdrehen.

In Ivreas Nachbarschaft gibt es einen kleinen verschlafenen Ort namens Montestrutto. Hier findet im Winter ein sehr ungewöhnlicher Wettbewerb der Bewohner statt: Man stellt Krippen aus, aus Papier, Glas, Porzellan, Plastik, Holz und Stein, in jeder Größe, mit Licht und ohne, eine unglaubliche Vielfalt des christlichen Motivs. Gleichzeitig ist der Ort wie ein lebendiges Museum, viele Hinterhöfe öffnen die Türen und ein kleines lebendiges Museum ist dadurch genau hier zu erleben, eine wahre Zeitreise.

Die Bewohner kultivieren seit Jahren in dieser doch eher kalten Region Italiens eine besondere Olivenart, die nur dort wächst und zu allerfeinstem Olivenöl verarbeitet wird. Der Ort liegt unterhalb eines riesigen Felsmassivs, der im Sommer viele Kletterer anlockt und ist dieser Sportgruppe sehr bekannt.

In anderer Nähe zu Ivrea liegen wunderschöne Seen wie der Lago Sitio, der Lago di Viverone und der Lago Mucrone, die wunderschönen kurvenreichen Anfahrten bieten, mit unerwartetem Panorama.

Wer den Sommer als Reisezeit bevorzugt,  kommt in den Genuss dort zu segeln oder zu baden und verpasst dann hoffentlich nicht das Spektakel der legendären Orangenschlacht in der Stadt!

Für Shoppingfreunde bietet das Einkaufscenter Bennet auf zwei Etagen viele Angebote und auch neben klassischen Burger, chinesische und gute italienische Küche in dazugehörigen Restaurants.

Ja die klassischen grünen Nudeln und besonders zubereiteten Linsen bekommt man wie den Panettone mit klassischem Schaumwein nur bei Einheimischen zu Hause. Wie gut, wenn man in Italien Freunde hat!

Genüsslich beim Tee vor dem offenen Feuer lässt es sich bei netten Gesprächen mit Einheimischen gut aushalten. Viele Häuser haben hier im Norden Kamine, die sehr besondere Atmosphäre schaffen im Winter, wie man es in Italien sonst nicht kennt.

In diesem Jahr gab es übrigens in Turin selbst zwar kein Feuerwerk in Gedenken der Opfer von 2017, die beim Public Football Viewing verletzt und getötet wurden und auch aus Vorsicht, dafür aber eine hinreißende Lichtershow: alle Gebäude wurden herrlich angestrahlt und erglühten in besonderem Licht.

Ivreas Bewohner ließen den Jahreswechsel laut und eindrucksvoll mit lautem Knall und Feuerwerk am Silvestertag erleben. Ganz so wie es trotz aller furchtbaren Geschichten in der heutigen Zeit besonders schön nur am Jahresende sein kann. Der Himmel glühte rot, grün und golden!

Alla prossima carissima bella Italia e Buon Anno a tutti!

@VeRa

PS Eigene Fotos werden nicht veröffentlicht

 

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s