Birmingham Fortsetzung Bourneville und Stirchley- Balti gefällig?

Viele kennen den französisch klingen Stadtteil Bourneville von Birmingham durch die inzwischen fast überall erhältliche Schokolade der Cadbury Fabrik. Doch nur wenige wissen, wie dieser traumhafte Stadtteil im Süden Birminghams aussieht. Tudorhäuser, alte Kirchen und verträumte Alleen sowie Parks zeichnen diesen Teil Birminghams aus. Einst sagte man, dass dies der schönste Teil Birminghams sei. Eingeweihte wissen, er ist es geblieben-  und demzufolge kosten Häuser dort auch mal locker 1 Millionen Pfund.

Die Firmengründer Cadburys gaben Bournville den Namen des Flusses Bourn und fügten das französische Wort für Stadt hinzu. Die Liebe zu Frankreich ist bis heute bei den Engländern unbestritten.

1893 kaufte George Cadbury viel Land und baute seine Modellstadt mit ungefähr 300 Häusern auf. Sie hatten große Gärten und sind heute noch bewohnt von Familienmitgliedern ehemaliger Cadbury Fabrikmitarbeitern.

Die Idee dieser Firmeninhaber war ähnlich wie die Olivettis in Ivrea Italien:  Unternehmensmitglieder sollten sich als großer Teil der Familie fühlen: sie sollten zusammen schwimmen, sportliche Events feiern, einen eigenen medizinischen Versorgungsstandard und besondere Rente erhalten. Man wohnte, lebte und arbeitete zusammen.

Aber auch Kultur sollte nicht fehlen, so entstand ein Museum und bis heute ein Zusammenhalt der seines Gleichen sucht. Auch wenn statt Tausende nur noch Hunderte dort arbeiten, verbindet doch jeden Cadbury – Mitarbeiter bis heute ein unsichtbares Band, das sich nicht durchtrennen lässt.

Die dunkle Schokolade schmeckt  Groß und Klein und hat sich als UK Marke auch international durchgesetzt.

Für Kinder gibt es Großevents in der Fabrik und für Erwachsene ein süßes Erlebnis der Geschichte.

“On Bournville village green, just a short walk from Cadbury World, are two of Birmingham’s oldest buildings. Selly Manor and Minworth Greaves are timber framed buildings that are over 700 years old, and were moved into Bournville from their original sites by George Cadbury. There are events all year, children’s workshops, exhibitions, a lovely Tudor garden, games to play and armour to try on. For Cadbury World visitors, you get a 20% off their admission price. All you have to do is show your tickets to a member of museum staff to get this discount.

Bournville Green  REST HOUSE is about 60 meters away from the Selly Manor and Minworth Greaves houses . There is an inscription inside the Rest House reads: „This Rest House was erected to commemorate the Silver Wedding of Mr & Mrs George Cadbury by the employees of Cadbury Brothers Ltd at Bournville and in all parts of the world. A lasting memorial of esteem and affection as an expression of gratitude for the unceasing interest in their welfare and in admiration of manifold services to the world at large. „It is based on the design of the medieval yarn market in Dunster, and this 1914 building lies in the centre of Bournville Village Green and is now home to the Carillon Visitor Centre.

THE BOURNVILLE CARILLON is just 50 meters from  the the Rest House. George Cadbury commissioned this unique musical instrument to be built into the large clock tower of the Bournville Junior school. Now owned and administered by the Bournville Village Trust, this 48-belled Carillon is operated on a keyboard known as a clavier. “ ( Quelle  WIKIPEDEA and R.M.)

Sally Oak als direkter Nachbar ist auch ein  Platz,  an dem es viel zu sehen gibt:  Die  St.Mary‘ s Church so wie die alten Schulen und die alte Bibliothek zeigen wieder einmal mehr, wie gern die Briten ihre Geschichte hüten. Erstaunlich alte Gebäude stehen dennoch auch hier neben inzwischen modernen Gebäuden, alte Straßenzüge lassen diesen ehemals pulsierenden industrialisierten Stadtteil ahnen. Durch Alleen hindurch, vorbei an Parks und viel Grün, geht es Richtung Stirchley wo der indische Einfluss ist ebenso wie der afrikanische gleich neben dem englischen eine wundervolle Mischung eingeht. Diese findet sich  auch in Regalen der Einkaufsmöglichkeiten wieder. „ Eine interessante Sehenswürdigkeit ist das Universitätsgebäude, dessen Bau 1900 beendet wurde. Das schöne Gebäude aus rotem Backstein ist durch originelle architektonische Formen gekennzeichnet. Die Inneneinrichtung der Räume verdient das höchste Lob. Die Universität Birmingham gehört schon mehr als hundert Jahre zu den besten Einrichtungen ihrer Art in Großbritannien. „ (Quelle R.M)

Stirchley sozusagen nebenan über Bournville Lane erreichbar,  wirkt ein wenig traurig heute und wie auf Erweckung wartend. Ein erster Schritt wurde mit dem Kampf um das Schwimmbad getan. An sogenannten Heritage Days öffnet es wie die Bibliothek ihre Türen. Auch wenn vieles verloren gegangen ist, sieht man doch, dass es den Anwohnern nicht egal ist, wo man einst seine erste Schwimmlektion lernte oder das erste Buch auslieh. Mit Ausstellungen und viel privater Initiative gestalten die Anwohnervereine Infotage und andere öffentliche Events.

Stirchley besitzt auch noch einen traditionellen Fish and Chips Shop, seit Jahrzehnten an der gleichen Stelle, mit wechselnden Köchen, aber auch die besten Balti Restaurants Birminghams. Das indische Curry findet sich nur hier in der reinsten und ursprünglichsten Form als BALTI. Die traditionellen Balti Shops schenkten in der nahen Vergangenheit keinen Alkohol aus und besaßen hierfür keine Lizenz.  In den letzten Jahren allerdings gibt es mehr und mehr Balti Restaurants, die auch Bier und Wein ausschenken. Das ist schade, denn dadurch wurden auch Existenzen zunichte gemacht. Aber wer möchte, kann seine Getränke immer noch mit ins Restaurant nehmen.

Noch bis vor einigen Jahren gab es nämlich meist gegenüber einen Getränkeladen, der dadurch florierte, dass sich Besucher der Balti Restaurants mit alkoholischen Getränken eindeckten und damit ins Restaurant gingen.  Nirgendwo sonst kann man die indische Küche so genießen -außerhalb Indiens- wie dort. Das klassische Nan Bread gehört unbedingt dazu, wie das kleine Schwätzchen mit der Bedienung und dem Pfefferminzbonbon zum Abschied.

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