Ni hao Beijing- Im Land des Lächelns

Fürwahr begegnet man nach gut 12 Stunden Flug ab Hamburg in Peking fast überall lächelnden Menschen, wenn man den Blick schweifen lässt. Ob in der super gigantisch funktionierenden immer mega vollen U-Bahn, beim Einkaufen, im Restaurant oder einfach unterwegs.

Lokale Währung erhält man, falls man nicht vorher getauscht hat, an Geldautomaten, die aber nicht überall zu finden sind. In die Währung  Renminbi Yuan (CNY) kann man zwar wechseln in sogenannten Wechselstuben, doch für Touristen ist die Visa Karte, auch die EC-Karte, immer ein guter Begleiter, denn vielfach zahlen die Chinesen mit ihrem Handy und fast überall auch mit Karte, so sind viele Geschäfte auch auf Kartenzahlung eingestellt und in den Banken kann man mit EC-Karte Geld abheben. Bargeld ist aber unerlässlich, wenn man TUK-TUK oder Taxi fahren möchte.

Die klassischen Touristenmeilen fordern zum längeren Warten auf. Vor der Verbotenen Stadt und in der gesamten Umgebung werden Taschen und Pässe kontrolliert (also Reisepass dabei haben!), was man nur mühsam bei großer Hitze oder Kälte aushalten kann. Doch es lohnt sich! Allerdings auch nur, wenn man jemanden hat, der als Begleiter und Kenner dabei ist. Sehr zu empfehlen sind mehrsprachige Guides. Hier sollte man die auf der Straße verteilten Werbeangebote lesen (oft auf Englisch, aber auch Deutsch) oder schon erfahrene Reisende fragen. Und man sollte sich nicht wundern, wenn man für ein Foto aufgefordert wird, zu posieren! Jeder Tourist ist ein willkommenes Accessoire auf dem Reisefoto vieler chinesischer Touristen.

Natürlich kann man auch mit einem Papier-Reiseführer durch diese großartige Stadt laufen, aber das Gespräch mit Einheimischen erscheint viel informativer. So erfährt man dann, warum die Türschwellen im Palast fast zum Klettern auffordern: sie seien so hoch, weil der Teufel keine Knie habe, daher nicht hinein kommen könne.

Auch dass die Zahl 8 nach chinesischem Denken Geldsegen bedeutet, die Zahl 4 dagegen Unglück, wenn man sie falsch betont; denn dann bedeute sie „ sterben zu  müssen“. So erklärt sich, dass man kaum auf Zahlenkombinationen wie 14, 24, 44 usw. trifft.

Vieles mehr lässt sich mit einem Guide besprechen und als Begleitung für eine Teezeremonie ist er unerlässlich. Allerdings sollte man genug Geld dabei haben. Billig sind solche Aktionen nicht.

Als „ Langnase , 大鼻子  oder 高鼻子 oder“ 長鼻子geschrieben, gao bizi oder da`bizi gesprochen, ist manches eben teuer, aber es lohnt sich. Allein die vielen Tempel zu besuchen, gibt wiederum Zeit, jeden Winkel zu erforschen. Viele Tempel liegen in großen Parks. Bei Kälte sind die Parks wie leergefegt, da in dieser Zeit, die Einwohner Familientage zu Hause oder in Restaurants vorziehen.

Unbedingt besuchen sollte man mindestens die Tempel Konfuzius, den Himmelstempel und den Lamatempel, alle drei gut mit der U-Bahn zu erreichen.

Die Chinesische Mauer ist natürlich ohne Frage das wichtigste Monument, wenn man nach Bejing reist. Wer nicht hochlaufen möchte, dem wird eine Seilbahn, sehr komfortabel und gar nicht teuer, geboten. Der Blick ist wundervoll von oben und auf die Mauer selbst! Sehr beeindruckend; besonders bei Schneefall. Einfach atemberaubend! Und man kann sich vorstellen, dass man diesen Ort mehrmals besuchen kann, weil er je nach Jahreszeit anders wirkt.

Diese längste Mauer der Welt, begonnen im 7. Jahrhundert, ist wohl eines der größten Wunder für die meisten Menschen. Die Reparaturen werden staatlich durchgeführt, so dass sich vier Abschnitte für jeden Touristen bieten: Badaling, Multianyu, Simatai und Juyongguan. Jeder Taxifahrer kennt den Weg, so dass man bei englischsprachigen Fahrern und nach Preisverhandlung, (sogenanntes Feilschen ist in Beijing unerlässlich!), teure Touristentouren getrost vergessen kann.

China, speziell die Hauptstadt, sind ein Ort der Extreme: Armut und Reichtum, Internet überall, Wohnungen teuer und U-Bahn billig, paradiesisches Essen und Trinken für Europäer, aber die Kommunikation mit Einheimischen ein Riesenproblem. Nur wenige Menschen sprechen Englisch, so dass ein Wörterbuch nützlich ist.

Wer allerdings mutig ist, lernt hier nach Bildern zu bestellen, was lustige Momente nach sich ziehen kann: Dann liegt vielleicht ein Gänsehals mit Kopf auf dem Teller. Vorab sollte man auch unbedingt mit den Ess-Stäbchen üben, denn nicht überall bekommt man einen Löffel. Wer mag, sollte mit Besteck im Koffer reisen und Toilettenpapier, denn das ist trotz vieler sehr sauberer Toiletten, Mangelware auf öffentlichen Toiletten.

Der Tee mit Rosenblättern verfeinert, ist ein Genuss, aber auch das echt-chinesische Restaurant. Es wird überall frisch gekocht und ob Fisch, Fleisch oder Vegetarisch, ist das Essen einfach lecker!

Für Teeliebhaber ist in der Nähe der Verbotenen Stadt das Laoshe Teahouse, das mit seiner hohen Eingangstreppe im eindrucksvollen  rotegehaltenen Gebäude, mit kleinen Miniaturkästen im Obergeschoss , die Geschichte der Teehäuser und verschiedenen Berufe anschaulich darstellt. Dieses Teehaus bietet  einen ruhigen Platz in all dem Trubel draußen. Der Tee wird frisch zubereitet und man kann kostenlos verschiedene Sorten probieren und findet auch eine sehr saubere Toilette gleich nach Besuch der Verbotenen Stadt, die man übrigens unbedingt umrunden sollte, denn der Blick auf die Gebäude am Wasser und kleinen Mauer entlang, ist so schön, was viele Touristen nicht wissen. Denn, wo sie hineingehen, gehen sie in der Regel auch wieder hinaus.

Für Kaffeegenießer sei das Cafe Alba im Dongcheng Distrikt empfohlen, ganz in der Nähe der klassischen Hutongs (ursprüngliche chinesische Wohnhäuser) oder aber ein Cafe in der Nähe des Lamatempels und Konfuziustempels in einem sehr kleinen süßen Hutonghaus, so urig kuschelig eingerichtet mit 6 Sesseln im hinteren Teil. Dort lässt sich die die Welt für Momente vergessen. Man muss nur ein paar Schritte in entgegengesetzter Richtung zur U-Bahn gehen und kann dabei auch die so unterschiedlichen wunderschön farbigen Haustüren bewundern.

Der Kaffee wird frisch gemahlen zubereitet. Da das Cafe sehr klein ist, sind sowohl die Stammgäste als auch Bedienung für Englischsprechende eine nette Abwechslung.

Die Tempelanlagen sind sehr gepflegt und der Eintritt lohnt sich besonders, da die Berührung mit dieser uralten Baukunst sehr nachdenklich und irgendwie auch betroffen macht. Nicht überall auf der Welt lassen sich so frei, uralte Gebäude von innen betrachten und nicht jeder Mensch schafft es, solch einen Weltkulturerbeort zu erleben. Eine Chinareise ist immer ein Geschenk der Superlative!

Weitere Empfehlung für Schwindelfreie ist die 2016 eröffnete größte Glasplattform der Welt, so heißt es, im Bezirk Pinggu. Es handelt sich um eine Tonnen schwere Titan Konstruktion und der Glasweg der Plattform ist ca. 30 Meter lang. Von dort oben hat man ein sehr besonderes Gefühl und großartigen Blick auf die Shilin-Schlucht in ca. 400 Meter Tiefe.

Schön sind auch die sogenannten lokalen Märkte, meistens unscheinbar untergebracht in Gebäuden:  mit bunten Fischarten, fremdartigen Gemüsesorten und selbstgedrehten Nudeln und vielen verschiedenen Gewürzen. Sie sind ein Paradies für Nasenmenschen, die solch Gerüche aushalten und genießen können. Die bunten Farben und ansprechend ausgelegten Waren haben nichts mit einem Markt in Südeuropa gemeinsam.

Die großen Kleider, Schmuck und Technikmärkte wie der Perl Market, mit einer nachgebildeten großen Muschel mit Perle drin vor dem Eingang, lassen eventuell leere Koffer schnell füllen. Aber das wohl wichtigste für Reisende der heutigen Zeit ist, dass man überall Internet, W-LAN- Zugang in jedem Restaurant, sogar in der U-Bahn und wie selbstverständlich nutzen kann und das I-Phone zum täglichen Gebrauch gehört.

Die Metropole glänzt mit hochinteressanter Architektur aus Glas, kubisch oder kuppelartig, spanischen Herrenhäusern nachempfundenen Büroparks, irischen Pubs,  Fast Food Ketten, Markenbestsellershopping-Centren und geheimen Plätzen mit Life Music und horrenden Eintrittsgeldern in der Nähe des Botschaftsviertels. Ohne Eintritt zu zahlen, muss man stehen bleiben; ein Tisch für 200 bis 300 Dollar ist keine Ausnahme! Für Junggesellen das ultimative Tanzgefühl, denn dort bleibt man als Single nicht lange allein.

Die Welt trifft sich in Beijing, man ist nie lang allein, wenn man nicht will und die Stadt schläft auch nie! Überall tummeln sich Touristen und Einheimische, doch je weiter weg man sich vom Zentrum und typisch touristischen Stellen der Stadt entfernt, ist man gezwungen, sich mit Händen und Füßen oder kleinen gelernten chinesischen Sätzen zu verständigen.

Wer länger in Peking bleiben will, sollte also unbedingt Chinesisch lernen und die lokalen Preise kennen!

Und wer zum ersten Mal wieder abreist, sollte alle Kabel und elektronische Geräte separat in eine Tüte packen (und Feuerzeuge weggeben), denn die gehen separat, doppelt kontrolliert, durch die Kontrollen am Flughafen!

Beijing ist sauber, absolut verkehrstechnisch sortiert, sehr kontrolliert von Ordnungshütern und insgesamt sehr sicher.

Wer lokale Einkaufszentren besucht, sollte auf den Toiletten übrigens damit rechnen, dass Frauen dort ihre Wäsche waschen. Bei Ikea, wie man hört, seien ganze Spieltage mit der Familie zu beobachten. Andere Länder- andere Sitten,  bestätigt sich auf jeden Fall bei einer Reise nach Beijing.

Wer in diese große Stadt reist, sollte sich vorher gut zu informieren und berücksichtigen, dass das  Rauchen in der Öffentlichkeit unter Strafe steht, wenngleich sich viele nicht daran halten und sogar in typisch lokalen Restaurants geraucht wird.

Die beste Reisezeit ist das Frühjahr, dann lässt sich das großartige Neujahrsfest oder Frühlingsfest erleben.

Eine Einladung von Freunden in China anzunehmen, braucht Geduld und viel Papierkrieg bis man ein Visum erhält und: Visa sind auch nicht ganz billig. Man kann gut und gerne bis zu 100 Euro zahlen, je nachdem wie man die Reise organisiert. (Visazentren geben hierzu Informationen).

Wang Wang!

Viel Glück!

@VeRa

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Reif für die Insel? -Germany-

 

Wer im Norden wohnt, hat eine kurze und einfache Anreise zu den meisten Inseln, sowohl an der Ostsee als auch an der Nordsee. Mit Ruhe und Gelassenheit, mit Kind und Kegel, Hund und Fahrrad, Auto oder zu Fuß, sind die Inseln an Nord- und Ostsee ein Bade, Wander -und Urlaubserlebnis,; ob für ein Wochenende oder mehr, immer eine Reise wert.

Zu den Ostseeinseln zählen Fehmarn, Hiddensee, Poel, Rügen, Usedom, Ummanz und drei Halbinseln, eine davon Zingst, die wohl bekannteste unter ihnen.

Die Nordseeinseln umfassen Amrum, Baltrum, Borkum, För, Juist, Norderney, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge, Pellworm und die bekanntesten Inseln Sylt und Helgoland. Nach Helgoland sind die meisten Nordlichter schon als Kinder mit einer spannenden Überfahrt gereist oder aber der rote Inselfels, der bewegten Insel bleibt eine Wunschreise, die sich so einfach nun vielleicht umsetzen lässt von Bremerhaven aus. (Wobei man in Bremerhaven den Besuch Auswandererhauses nicht unterlassen sollte! Hier erfährt man so viel über die Flüchtlinge, einst noch Auswanderer genannten Menschen, die von hier ihre Reise in Zeiten vor und nach den Kriegen nach Amerika antraten).

Nur Wenigen ist auch die friesische Unterscheidung der Inseln bewusst. Ostfriesische Inseln, die zur Region Friesland gehören sind Norderney, Borkum, Wangerooge, Baltrum, Spiekeroog, Juist und Langeoog. Zu den westfriesischen zählt auch Texel (holländisch) und Schiemanikoog, wohin man  Fuß über das Watt laufen kann. Eine Wattwanderung ist ein Fuß-Erlebnis wie es nur hier erlebt werden kann. Der Matsch an den Füßen lässt das Kind im Erwachsenen wiedererwachen!

Eines haben die Friesen übrigens gemeinsam: den unglaublich rot-leuchtenden stärkenden friesischen Tee, mit Klunches und Sahne. Da sind sie ähnlich wie die Engländer mit ihrem Tee. Nichts wärmt, belebt oder beruhigt so, wie dieser Tee! (Der Rum gehört nicht dazu, auch wenn er in Seemannsliedern oft erwähnt wird!).

Friesland und die Friesen sind berühmt geworden durch den deutschen Komiker Otto, aber nur wenig ist veröffentlicht über ihre noch heute genutzten ehemals germanischen Sprachen, wobei das Nordfriesische dabei ist,  auszusterben. Es wird nur noch von wenigen Menschen gesprochen und der westfriesische Dialekt wird auch nicht mehr von so vielen Menschen genutzt. So lohnt es sich doppelt, den alten Menschen auf der Straße zuzuhören, erzählt doch ihre Art zu sprechen viel mehr als nur ihre Wörter. Der Klang, die Musik der Sprechenden erinnern uns an die Generationen, die vor uns dort lebten.

Texel übrigens war und bleibt für die Anhänger der Flower-Power-Generation der Ort mit Open Air Konzert der Superlative. Gefeiert wurde mit viel Rauch in der Luft, da in Holland in den sogenannten Cafés und auch sonst außerhalb der Cafés Marihuana legalisiert angeboten wird. Eher bekannt ist heute das Festival in Wacken auf dem Festland. Das jährlich stattfindende Rockkonzert der XXL Größe, ist größtes Sommer Heavy Metall Open Air Spektakel der Welt, danach bietet jede Insel echtes Erholungspotential! Doch Texel bietet jedem Mutigen den Neujahrssprung ins eiskalte Wasser. Texel im Dezember bleibt ein Geheimtipp.

Die große Insel Rügen wurde nicht zuletzt bekannt durch den Maler und sein berühmtes Bild, die alle Schüler, zumindest die im Norden, kennen lernen mussten: es ist? Ja, genau, es ist das berühmte Bild des Kreidefelsens von Casper David Friedrich.

Der berühmte Kreidefels ist ein Anblick so gefährlich anmutend, das man ihn nie vergisst. Denn täglich bröckelt mehr und mehr Kalk ins Meer und jeder der sich der Kante nähert, sollte vorsichtig sein. Immer wieder hört man von Abstürzen , offensichtlich besonders wagemutige Menschen, denen dies passiert. Mit Respekt, Ruhe und Vorsicht, kann man in Richtung Nationalpark der Insel fahrend, trotz ehrfurchtsvollem Abstand , das wunderbare Naturereignis sehen und auch fotografieren wie einst der Maler Friedrich es gesehen haben mag. Diese schneeweiße Kreideküste steht der roten Küste Helgolands in Nichts nach.

Wenn der Raps blüht, ist die ganz Rügen in wunderbar leuchtendes Gelb getaucht und mit dem Fahrrad hindurchradelnd eine verzauberte Inse, auf der man sich sofort zu Hause fühlt. Binz gehört zu den Attraktionen  als an der Küste liegender Ort mit alten außen weiß-verschnörkelten Häusern, wie sie einst die Reichen nutzten. Herrlich dort einen Kaffee mit Blick aufs Meer zu trinken! ( Und sich auch so reich zu fühlen!)

Südlich von Binz liegt mitten unter alten Bäumen das Jagdschloss Granitz, wie frisch gebaut aus rötlichem Kalkstein wirkt die Burg mit ihrem stolzen Turm. Aber die Leuchttürme und Wallanlagen an der  Küstenseite Kap Arkona sind auch wunderbar für Naturliebhaber. Wandern kann man immer und überall auf dieser großen Insel. Wer müde ist, erklimmt den rasenden Roland, ein einspuriges fahrendes wunderbar gut erhaltenes Stück alter Technik und Lokbaukunst. Die historische Eisenbahn pfeift und rumpelt täglich über die Insel. Sie scheint wie man selbst schon immer dagewesen zu sein.

Doch das besondere Spektakel von leidenschaftlichen Menschen initiiert, findet nur 1 Mal im Jahr statt mit großem Feuerwerk: Das sind die Störtebecker Festspiele bei der über 100 Menschen und viele Pferde mitspielen und mit besonderen Spezialeffekten die historisch begründete Geschichte für das Publikum erlebbar zu machen. Die „Nordlichter“ lieben ihren Störtebecker, der große Held im Krieg der Dänen gegen Mecklenburg und Verbündeter der Schweden, trieb auch sein Unwesen als Pirat auf den Meeren des Nordens. Man weiß nicht wirklich viel über diesen Mann im 14. Jahrhundert lebend, aber  Städte wie Rotenburg / an der Wümme als auch Wismar rühmen sich sein Geburtsort zu sein.

Ein sagenhaftes Heldenabenteuer vor einer historischen Kulisse, ist eine so besondere Abwechslung und vielleicht nur ein wenig vergleichbar mit den Domfestspielen der Stadt Verden / an der Aller, aber ebenso interessant wie die Old Shatterhand und Winnetou Kämpfe in freier Natur während der Karl-May Festspiele in Bad Segeberg/Schleswig Holstein.

Es gibt so viel zu erleben, da ist Rügen nur ein Beispiel. Den großen Vorteil bei den meisten Inseln an der Ostsee ist, dass man sie über große oder auch mal kleine Brücken erreichen kann, so auch Poel und Usedom. Wer Spaß verträgt wird auch fündig: So auf Usedom beim „Umgekehrten Haus“, wo für einen Moment lang, selbst die Bäume mit den Wurzeln in den Himmel winken und das Einsteigen ins Auto ein unlösbares Rätsel stellt.

Eines ist gewiss! Egal, auf welche Insel man fährt und durch welche Region man kommt und auch wann die Reise los geht: Man selbst wächst förmlich aus sich heraus, egal auf welcher Insel man ist! Die klare Luft, der Wind, das Meer, Dünen, Watt und Sand, Brücken und Fähren, Schlösser und Burgen und Ruhe und Spektakel, die Menschen dort und ihre Geschichte, das typische Essen, der Spaß und das Vergnügen: Die perfekte Erholung für die Seele ist gewiss!

Einmal tief Luft holen und hin!

KOOM BI MI!

@VeRa

Tallinn: Wochenende in Estland gefällig?

So nah und doch auch fern im Osten, strahlt nicht nur die Alexander Nevsky Kathedrale mit ihren koptischen drei Kuppeln, braun- roten Mosaikfußböden und altem hölzernen Altarteil.

Selbst im Winter ist dieser europäische Nachbar schnell und günstig mit gar nicht kleinem Airport zu erreichen und zaubert wahrlich ein strahlendes „OH“  jedem Besucher ins Gesicht.

Rote Ledersessel laden mit integriertem Tisch und optisch wie eine Tischdecke wirkender Oberfläche zum Fotoshooting   bei der Ankunft in der Flughafen- Arrival-Halle  ein, ebenso wie  später dann  auf den Straßen, die Werbefläche des Kaufhauses Uemiste City mit einer Frau und großem roten Regenschirm.

Bei der Fahrt mit dem Mietwagen oder Bus durch die Stadt staunt man über die  wunderbar gut erhaltenen Türme und modernen Glasbauten, glaubt kaum dem Bild von schwarz-goldener alter Limousine mit Anhänger und androgyner Figur mitten in der Stadt stehend.

Beim Vorüberfahren über Kunst hier und überhaupt nachdenkend, stockt der Atem beim Betreten im gebuchten Hotel – schnell wird die Neugierde wach, das winkelige so liebevoll restaurierte Haus so mitten im Zentrum zu erkunden,  die wechselvolle Geschichte von Wohnhaus bis Bibliothek, Gaststätte nun Hotel verdeutlicht die wechselvolle Geschichte dieses Landes.

Das rosa gestrichene große St. Olav Hotel in Lai 5 liegt mitten im mittelalterlichen Teil der Stadt, es bietet rund 100 sehr geräumige Zimmer auf vier Etagen, die über lange mit dem Originalstein belassene Gänge zum Verlaufen verführt. Mit sehr viel Charme bietet dieses Gebäude aus dem 15. Jahrhundert die ideale Unterkunft.

Nur ein verlängertes Wochenende Zeit, kann man die Straßen, das Theater gleich nebenan, den Shop gegenüber mit Handwerkskunst und Nippes für die Touristen, die kleine Passage, die die ganze Geschichte  Estlands am Boden auf einzelnen Hinweisschildern zeigt, erkunden.

Der kleine Durchgang vor dem Hotel, führt zu einem der kuscheligen kleinen Cafés, dem BoCa Pot in Pikk Jalg 9 mit Kunstverkauf. Es ist so klein und willkommen heißend, dass man bei frischem Tee und frischem Kaffee sowie leckerem Kuchen die Zeit vergessen kann.

Kultur gibt es auf Schritt und Tritt: die sogenannte Lang-Bein- Straße mit romantischen Häusern führt direkt an der Trompea Burg vorbei. Ein Muss ist,  die Mauer und den Turm zu besteigen, Pilsticker oder  Pikk Hermann. In 45 Metern Höhe kommt sich jeder Besucher wie ein Held vor.

Das Parlamentsgebäude ist mächtig dreigeschossig auch in Rosa gehalten ein erstaunlicher Anblick, ebenso wie die Türme und die Burg sowie das Rathaus auf dem lebendigen Marktplatz, der mit Märkten lockt.

Die alte Apotheke im Zentrum bietet mit Ständen davor Kostproben von Gewürzen und dem Restaurant  Hansa landestypische Gerichte.  Ein besonderes Highlight ist das Sheraton mit seinen jugendstilgeformten Balkonen.

Wer Kirchen mag, besucht die St. Olav Kirche und auf jeden Fall die koptische Kathedrale St. Alexander Nevsky, die gleich zu Beginn erwähnt wurde.

Ein sehr interessantes Gebäude mit Informationen ist auch das russische Museum, wo die Veränderungen der Kyrillischen Schrift  im Laufe der Zeit ebenso deutlich gemacht werden, wie der Weg der Buchdruckkunst.

Bei gutem Wetter ist der Dänische Königs Garten ein anderer Blick auf die Geschichte Tallins im 12. Jahrhundert.   Uralte Bäume bieten ehrfurchtsvolle Fotokulissen.

Am Platz der Kathedrale und Dom führt der Weg  nach oben zur ultimativen Sicht auf Tallin selbst.

Mit dem Auto oder Bus an der Küste entlang, trifft man auf das umgekehrte Boot: dem Restaurant Rannarestoran Paat in Pringi. Nicht nur der Blick auf Tallin und das Meer sind von dort wunderschön in diesem besonderen Restaurant, sondern auch das Essen preiswert und lecker.

Überhaupt kann man nicht nur im ältesten Cafe Tallins, dem Maiasmokk, Kaffee  und  Marzipan Museum genießen, auch in der Osteria de Gallo Nero echt Italienisch essen.  Ob bei Burger oder russischer Spezialität, typisch deutschen Gerichten und estnischen  wie die im Peppersack Restaurant oder Maikrahv Restaurant,  kann man sich hier überall am Essen laben und sollte unbedingt das typische dunkle Brot, Mulgipulder (Kartoffel Püree mit Fleisch) sowie die typische Blutwurst (Verivorst) und den Hering (Sprotid) probieren.

Wer viel gelaufen ist, wird nach dem Aufenthalt in Tallinn keine Diät brauchen!

( Quelle Foto: Beitragsphoto aus dem Internet)

@VeRa

Located within the Força Vella, the Jewish Quarter or Call is one of the city’s most emblematic areas. It consists of a labyrinth of narrow streets and patios that have maintained their medieval atmosphere. It is one of the best preserved Jewish quarters in the world and clear evidence of the importance of the Jewish culture in Girona.

http://www.girona.cat/turisme/eng/monuments_call.php

Von Sevilla nach Girona

Nun ja, als Billigfliegernutzer kennen viele den kleinen Flughafen von Girona, aber nur wenige machen sich die Mühe diese kleine wundervolle Stadt zu besuchen.

Wer eine günstige Übernachtung per Internet im Hotels Ultonia bucht, braucht nur ein paar Minuten zu Fuß, um diese uralt- wegrige  und historische Steinboden- Stadt zu erobern.

Gleich beim Betreten über eine  der vielen Brücken breitet sich eine malerische bunte Häuserpracht vor den Augen aus, die sehr für einen Moment an die Ponte Vecchio in Florenz erinnert und dann wieder an malerische Szenerien in Prag. Einzigartig sind die orange-gelben Häuser mit dem Kirchturm dahinter lockend. Enge  Passagen und Wege an Häuserwänden vorbei lassen uralte Zeiten auflodern, bunte Mosaikbilder mit Straßennamen zeigen künstlerische Wertarbeit.

Der Plaza mit seinen Rundbögen umrahmt und  lädt mit seinen Cafés  zum Verweilen ein, besonders gut schmecken hier der Cortado oder ein Helado.  Steile Treppen verwirren wie im Labyrinth und dicke beschlagene Holztüren machen neugierig. Von dort, wo die Kathedrale zu erreichen ist, bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf Berghöhen und die Stadt.

Die Kathedrale, so eindrucksvoll verziert und mit wundervollen Figuren bestückt, lässt den Atem stocken. Die in der Kathedrale befindliche Maria, lässt die wechselvolle Geschichte der Stadt durch ihre so anderen Gesichter des Jesus erahnen. Mal afrikanisch scheinend das Gesicht, mal barock, ist diese Ausstellung  der Maria- Figuren sehr interessant.

Der prachtvolle goldene Altar mit einer Krone als Dach ist wahrer Ausdruck der meisterlichen Kirchenkunst. So viel Goldfarbe, Emaille und Halbedelsteine in einer so grauen Stein- Kathedrale wirken doppelt malerisch und kostbar. Die informative Touristeninformation über ein kleines Gerät mitzunehmen beim Gang durch die Kathedrale erzählt davon, dass man sich im breitesten gotischen Gebäude der Welt befindet. (Das längste Kirchenschiff steht in England).

Die Hauptfassade so erfährt man, sei barock, der Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert, der große Turm sogar aus dem 11. Jahrhundert und der große andere Teil der Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert.

Besonders erwähnenswert ist der Wandteppich, der die Schöpfungsgeschichte zeigt.  Ein Werk aus der Romantik-Epoche.

An der Kathedrale vorbei führt die Stadtmauer, die sich zu begehen lohnt, weil  man von ihr aus die Stadt aus verschiedenen Winkeln betrachten kann.

Im Sommer kann man beim Spaziergang Orangen und Zitronen am Weg entlang nicht nur riechen, sondern auch pflücken.

Ein unvergesslicher Tagesausflug ist mit Girona sicher, denn auch die Innenstadt lädt mit vielen kleinen Geschäften zum Bummeln ein.

Buchen lässt sich übrigens sehr gut über Casamundo, sollte man bereits in Spanien sein.

! Que lo paséis bien!

@VeRa

Süditalien wie Südspanien?

Gemeinsam  haben beide Länder, dieselbe Ur-Mutter für ihre Sprachen,  nämlich das Latein. Als „Romanische Sprachen“ gehören Italienisch und Spanisch zur Gruppe der Indogermanischen Sprachen zu denen auch Französisch, Portugiesisch, Katalanisch und Rumänisch gehören.

Hier ein Beispiel  am Wort  Schlüssel:  llave, chiave, clau, cle, chjavi, cheie.

Natürlich gibt es Unterschiede in der Schreibweise und Aussprache, aber wer eine Sprache gelernt hat, findet sich schneller in einer der verwandten Sprachen zurecht und entdeckt eine ähnliche Grammatikregel oder einen ähnlichen Wortklang.

Aber es zählt beim Spracherwerb auch die Motivation.

Das beweisen alle mehrsprachig aufgewachsenen Kinder und Regionen an Grenzen, wo Bewohner die Sprache des Nachbarn wie selbstverständlich sprechen.

Die Sprachen, als Schlüssel zu einer neuen Welt, spiegeln immer auch die jeweilige Kultur, wenn sie sterben, stirbt auch immer  eine Kultur. Jede Sprache, jede Kultur ist es wert, geachtet und bewahrt zu werden. So werfen wir heute einen Blick auf  Sevilla in Andalusien, das symbolisch für Geschichte, Wandlung und nicht nur die Andalusier Pferde oder  Nähe zu Gibraltar steht.

Südspanien ist ähnlich wie Süditalien eine Reise wert, das weiß jeder der es eben bis Sevilla geschafft hat. Die dortige Sprachvariante des Spanischen erinnert übrigens sehr an das heutige Sizilianisch.

Sevilla

Diese wunderschöne andalusische Stadt mit ihrem hoch aufragenden Kirchturm dem Giraldaturm, bietet neben der Kathedrale, dem Alcazar Palast, dem Archivo de Indias und dem Plaza de Espana den wohl  aufregendstem Ort Spaniens, gleich nach Barcelona.

Die Fotos vor dem großen Brunnen auf dem großen Platz im Zentrum sind ein Muss für alle Reisende, doch nur wenige  wissen viel über die im Halbkreis angeordneten Rundbogengang,  oder ehren die davor  liegenden Platten mit Keramik und Verzierung.

Der Platz zeigt auf eindrucksvoller Art Kunst, durch die großartigen Verstrebungen, gedreht, besetzt mit blauer Keramik,  einzigartig im Sonnenlicht leuchtend dieses Geländer sowie  die künstlerisch wertvolle Darstellungen unter dem Rundbogengang.

Diese  einst geschaffenen Darstellungen ergänzen mit vier Brücken und dem drum herum verlaufenden Kanal  die vier ehemaligen Königreiche Spaniens und zeigen die 48 Provinzen Spaniens mit Karten, historischen Ereignissen und Wappen jeder Stadt.

Es zeigt auf besondere Weise die Geschichte Spaniens! Doch oft unbekannt ist, dass unter diesen Rundbögen zwei Filme gedreht wurden, nämlich der Krieg der Galaxien und Lawrence von Arabien.

Gleich gegenüber ist der wunderschöne Parque de Maria Luisa mit einem Museum und in der Nähe auch die Universität von Sevilla. Es lohnt sich die touristischen Plätze zu verlassen und in nördliche Richtung  als auch weiter südlich über eine der Brücken Richtung Parque de los Principes zu gehen. Dann  sieht man geschichtsträchtige Wohnhäuser mit urigen Holztüren und prachtvollen  Vorgärten, Villen und typisch spanische Häuser mit arabischen Verzierungen an Dächern  und Vorbauten. Sevilla lohnt sich durchaus für einen Aufenthalt mit Übernachtung.

Der arabische Einfluss ist unübersehbar, die Mauren haben die Architektur geprägt. Noch bis ins 17. Jahrhundert war Sevilla eine mächtige Handelsstadt und viele Paläste und Herrenhäuser sind Zeitzeugen, die erhalten sind.

Flamenco auf den Straßen und Zigeunerinnen, die einem die Hand wegreißen für einen Blick in die Zukunft gehören wie Massen an Touristen im Sommer ebenso zum Bild wie mittendrin stattfindende Hochzeiten.

Wer sich für Land und Leute interessiert, sollte über Cádiz anreisen und in einem kleinen Ort übernachten, von hier aus lassen sich mit dem Bus oder Mietwagen die Südküste und auch Sevilla gut erreichen.

El Puerto de Santa Maria ist mit seiner etwas ruhigeren Lage im Frühling oder Herbst wunderschön; der Fluss, der Plaza,  der Hafen und Park bieten eine wunderschöne entspannende Zeit. Es gibt so viel zu erkunden, so die sogenannten Sherry Bodegas, Kellergewölbe aus dem natürlichen Felsen.

Viele spanische Großstädter verbringen hier ihren Sommerurlaub, so dass man sein Spanisch wirklich anwenden kann, wenn man möchte, auch wenn die Mundart der Einheimischen etwas befremdet klingen mag. “ Das kommt mir Spanisch vor!“, mag da so mancher denken.

Der beste Tipp für eine Übernachtung liegt allerdings weder in Cádiz noch El Puerto, sondern bei Jerez, mit kleinem Flughafen für Billigflieger erreichbar,  in Chiclana de Frontera: das  Ibero Andalucia Pl. Novo Sancti Petri,  gilt mit seinen fünf Sternen als Luxushotel an der Küste, ist aber außerhalb der Saison so wunderbar am Meer gelegen nicht nur günstig, sonder absolut ruhig.

Viele Golfer steigen hier ab, doch außerhalb der guten Spielsaison bleiben auch sie fern.

Januar ist eine super Reisezeit für dieses Hotel;  am Natur geschützten Ufer zum Strand, lässt sich bei einem Spaziergang mit Blick aufs Meer auch ohne Sonnenbad, Natur pur genießen.

Der kleine Ort Chiclana de Frontera ist wie leer gefegt im Winter und lockt daher mit seinem Cafe in der Mitte des Ortes mit frischem Kuchen und leckerem Kaffee, bei dem man zwar befremdete Blicke der Einwohner aushalten muss, aber echte lokale Spezialitäten naschen kann.  Direkt vor dem Hotel fährt ein Bus, der für wenig Geld ins Stadtzentrum fährt.

Wer normales Leben sucht, ist hier bestens untergebracht, außerhalb der Saison gehört der Ort den Menschen, die dort leben; damit sitzt man auch im Restaurant, dem einzigen das vielleicht geöffnet hat, neben Nicht- Touristen.

Hasta luego!

Apulien: Racale -von Norditalien bis hinunter zum Stiefelende !

Ganz im Süden der Halbinsel Italien liegt der wunderschöne kleine Ort Racale in Apulien. Nur einige Minuten, wenige Kilometer entfernt so nah am Meer, wo die Autobahnen aufhören und schmalen Straßen auf roter Erde durch Olivenhaine führen, zeigt  sich  Italien von seiner besonderen Seite. Hier gibt es auch die Steinofen Pizza mit den klassischen Kapern, die dort wachsen.

Pittoreske  Rundhäuser, alte  enge Gassen, sehr untypische Steinhäuser und dann das das glasklare  grünschimmernde Meer. Es gibt dort  anders als an der Amalfi – Küste eine niedrige und auch löchrige Steinküste voller (Wassertier und Land-) Leben. Ein wahres Paradies für Italienfreunde und solche, die es werden wollen. Für Naturliebhaber sowieso.

Gerade mit dem Auto ist die Fahrt bis zum Stiefel eine wahre Augenweide, passiert man doch Steinstädte wie Terra d‘ Otranto und Ostuni mit seiner uralten Kirche aus dem 14. Jahrhundert und weißen Häuser.

Alle waren sie dort und haben ihre Spuren hinterlassen, die  Byzantiner, Goten, Langobarden Ottonen und Normannen, Staufer und Bourbonen.  Griechenland  und Albanien so nah, dem römischen Reich einst unterworfen, sind sowohl die Küche als auch die Architektur geprägt von Spuren eben dieser Eroberer.

Die Basilika Matera auf dem Weg ist nur halb so spannend wie der Ort Santa Cesarea Terme direkt Meer; hier träumt man eins der weißen Häuser zu besitzen, wenigstens für eine gewisse Zeit. Der Blick vom niedrigen Felsen hinunter auf das glasklare und auch mal tosende Meer, beflügelt nicht nur Künstlerherzen.

Wer sich mit Einheimischen versteht, wird den Ort Racale lieben, gibt es dort nicht nur optimale Tauch und Badebedingungen, sondern eben diese besonderen runden- weiß- bemalten Lehmhäuser, die ein großes Staunen  mit „ Oh, wie schön!“ hervorlocken.

Die südlichste Stadt Leuca lockt mit ihrem steinigen Weg zum Hafenbecken, wo die Fischrestaurants und Köche nicht nur frischem Fisch auftischen, sondern auch delikat zubereitete Muscheln.

Nur hohe Berge sucht man hier vergebens. Apulien ist gemeinhin die flachste Region Italiens, was das Wandern sehr erleichtert, wenn man dort nicht gerade im Sommer unterwegs ist.

Denn im Sommer ist es eher trocken und  heiß bei über 30 Grad. Das Wasser kann bis 26 Grad haben. Es kühlt den Körper also nicht wirklich, dann  ins Meer zu springen bei solch sommerlicher Hitze! Aber schön ist es doch!

Racale selbst ist im Sommer wie leergefegt. Wer kann, macht es sich am Meer gemütlich und selbst die lokale Bar serviert nur „ caffe` freddo“, den süßen eiskalten Espresso.

Die besten Reisezeiten sind im Frühling oder im Herbst bei mindestens 20  Grad, lässt es sich gut regen. Und: der  Frühling füllt noch nicht die Strände ebenso wenig wie der Herbst, wo Schüler und Studenten zurück ans Lernen gehen, die Strände dann wie verlassen vorzufinden sind,  weil Italiener allgemeinhin ab September nicht mehr ans Meer zum Schwimmen gehen.

Vorschlag für eine Reise durch Apulien, wann immer das Leben es zulässt: Anreise ab Bari über Matera und Tarent bis Lecce.

Unbedingt  erleben sollte man:  Castel de Monte, Monopoli e le Grotte, Gallipoli, Otranto und natürlich auch Alberollo als Weltkulturerbestadt Stadt bis nach Lecce als das Florenz im Süden und wundervolle Barockstadt.

Die italienische Seite www.informazioni-e-accoglienza.turistica bietet weitere Informationen.

Ivrea – Bella Italia

Am Rande der Alpen in Ivrea übernahm 1933 der knapp 30 jährige Adriano Olivetti als Direktor die Schreibmaschinenfirma seines Vaters.

Damals war es ein kleines Familienunternehmen  und im Zuge der Zeit wurde aus dieser Firma durch ihn ein Projekt für die ganze Stadt. Er gründete die „ Citta`dell‘ Uomo“.

Ähnlich wie einst der Cadbury Gründer transformierte er die Stadt und wünschte sich Harmonie von Arbeit und Leben, Zusammenspiel von menschlicher Art miteinander-  der Produktionsmitarbeiter und ihrer Familien.

Um 1960 gab es schon fünf Länder, in denen produziert wurde und mindestens 100 Länder in die exportiert wurde. Die unverkennbaren Olivetti Schreibmaschinen hatten die Welt erobert.

Die kleine Stadt Ivrea wurde zu einer großen attraktiven Stadt für Ingenieure, Designer und Arbeiter.

Der Ort zeichnete sich durch für damalige Verhältnisse avangardistische Bauten aus, sorgfältig geplant mit viel Grün drumherum und niedrigen Wohnkomplexen, höchstens drei bis vier Etagen hoch.  Viele davon mit viel Glas, so dass die Berge zu sehen waren für die jeweiligen Bewohner.

Die Produktion lag im  Kern der Stadt und die Fabrik selbst besaß eine Cafeteria,  einen Filmvorführraum und eine Bibliothek. Arbeit, Er- Leben und Bildung unter einem Dach.

Bis heute bleibt der Name Olivetti für die Nachfahren im Ort wie ein ausgesprochenes Gebet.   Die Einwohner sind stolz auf ihn. Nie wieder war der humane Gedanke so sehr verknüpft mit der Industrialisierung und Produktion wie zu jener Zeit.  Dieses Zusammenspiel bleibt einzigartig.

Olivetti ist für viele heute ein Name für Büromöbel, Computer, Rechenmaschinen und auch Architekturstil.

Ivrea selbst ist heute ein malerischer kleiner Ort, fast verschlafen und mit seinen  knapp 24 000 Einwohnern im sogenannten Aosta Tal und eine Oase für Urlauber. Spektakulär ist der Karneval mit Orangenschlacht, aber auch der Staudamm, der bei Hochwasser in die Höhe spritzt, doch nie eine wirkliche Überschwemmung verursacht.

Die wunderschöne Brücke über die Dora Baltea hier in Piemont und eben Ivrea lädt zum Verweilen und Träumen ein. Dieses Gletschergewässer des Aosta Tals ist klar und kräftig und so rein.

So mancher fühlt sich dadurch angeregt eine spannende Kanufahrt zu tätigen, doch ein Spaziergang durch den so ruhigen Ort mit Bergwanderung ist für die meisten Touristen hier ein Ziel.

Nirgendwo sonst schmeckt die heiße Schokolade im Winter so gut und nirgendwo sonst gibt es  ein „ Workshop Museum“, das  über die interessante industrielle Entwicklung in Norditalien und auch gerade die  Geschichte Olivettis informiert.

Wer hierher reist, sollte  auf jeden Fall ein B&B  buchen, was netten Kontakt zu Einheimischen möglich macht. (Wenn man denn Italienisch spricht!)

Birmingham Fortsetzung Bourneville und Stirchley- Balti gefällig?

Viele kennen den französisch klingen Stadtteil Bourneville von Birmingham durch die inzwischen fast überall erhältliche Schokolade der Cadbury Fabrik. Doch nur wenige wissen, wie dieser traumhafte Stadtteil im Süden Birminghams aussieht. Tudorhäuser, alte Kirchen und verträumte Alleen sowie Parks zeichnen diesen Teil Birminghams aus. Einst sagte man, dass dies der schönste Teil Birminghams sei. Eingeweihte wissen, er ist es geblieben-  und demzufolge kosten Häuser dort auch mal locker 1 Millionen Pfund.

Die Firmengründer Cadburys gaben Bournville den Namen des Flusses Bourn und fügten das französische Wort für Stadt hinzu. Die Liebe zu Frankreich ist bis heute bei den Engländern unbestritten.

1893 kaufte George Cadbury viel Land und baute seine Modellstadt mit ungefähr 300 Häusern auf. Sie hatten große Gärten und sind heute noch bewohnt von Familienmitgliedern ehemaliger Cadbury Fabrikmitarbeitern.

Die Idee dieser Firmeninhaber war ähnlich wie die Olivettis in Ivrea Italien:  Unternehmensmitglieder sollten sich als großer Teil der Familie fühlen: sie sollten zusammen schwimmen, sportliche Events feiern, einen eigenen medizinischen Versorgungsstandard und besondere Rente erhalten. Man wohnte, lebte und arbeitete zusammen.

Aber auch Kultur sollte nicht fehlen, so entstand ein Museum und bis heute ein Zusammenhalt der seines Gleichen sucht. Auch wenn statt Tausende nur noch Hunderte dort arbeiten, verbindet doch jeden Cadbury – Mitarbeiter bis heute ein unsichtbares Band, das sich nicht durchtrennen lässt.

Die dunkle Schokolade schmeckt  Groß und Klein und hat sich als UK Marke auch international durchgesetzt.

Für Kinder gibt es Großevents in der Fabrik und für Erwachsene ein süßes Erlebnis der Geschichte.

“On Bournville village green, just a short walk from Cadbury World, are two of Birmingham’s oldest buildings. Selly Manor and Minworth Greaves are timber framed buildings that are over 700 years old, and were moved into Bournville from their original sites by George Cadbury. There are events all year, children’s workshops, exhibitions, a lovely Tudor garden, games to play and armour to try on. For Cadbury World visitors, you get a 20% off their admission price. All you have to do is show your tickets to a member of museum staff to get this discount.

Bournville Green  REST HOUSE is about 60 meters away from the Selly Manor and Minworth Greaves houses . There is an inscription inside the Rest House reads: „This Rest House was erected to commemorate the Silver Wedding of Mr & Mrs George Cadbury by the employees of Cadbury Brothers Ltd at Bournville and in all parts of the world. A lasting memorial of esteem and affection as an expression of gratitude for the unceasing interest in their welfare and in admiration of manifold services to the world at large. „It is based on the design of the medieval yarn market in Dunster, and this 1914 building lies in the centre of Bournville Village Green and is now home to the Carillon Visitor Centre.

THE BOURNVILLE CARILLON is just 50 meters from  the the Rest House. George Cadbury commissioned this unique musical instrument to be built into the large clock tower of the Bournville Junior school. Now owned and administered by the Bournville Village Trust, this 48-belled Carillon is operated on a keyboard known as a clavier. “ ( Quelle  WIKIPEDEA and R.M.)

Sally Oak als direkter Nachbar ist auch ein  Platz,  an dem es viel zu sehen gibt:  Die  St.Mary‘ s Church so wie die alten Schulen und die alte Bibliothek zeigen wieder einmal mehr, wie gern die Briten ihre Geschichte hüten. Erstaunlich alte Gebäude stehen dennoch auch hier neben inzwischen modernen Gebäuden, alte Straßenzüge lassen diesen ehemals pulsierenden industrialisierten Stadtteil ahnen. Durch Alleen hindurch, vorbei an Parks und viel Grün, geht es Richtung Stirchley wo der indische Einfluss ist ebenso wie der afrikanische gleich neben dem englischen eine wundervolle Mischung eingeht. Diese findet sich  auch in Regalen der Einkaufsmöglichkeiten wieder. „ Eine interessante Sehenswürdigkeit ist das Universitätsgebäude, dessen Bau 1900 beendet wurde. Das schöne Gebäude aus rotem Backstein ist durch originelle architektonische Formen gekennzeichnet. Die Inneneinrichtung der Räume verdient das höchste Lob. Die Universität Birmingham gehört schon mehr als hundert Jahre zu den besten Einrichtungen ihrer Art in Großbritannien. „ (Quelle R.M)

Stirchley sozusagen nebenan über Bournville Lane erreichbar,  wirkt ein wenig traurig heute und wie auf Erweckung wartend. Ein erster Schritt wurde mit dem Kampf um das Schwimmbad getan. An sogenannten Heritage Days öffnet es wie die Bibliothek ihre Türen. Auch wenn vieles verloren gegangen ist, sieht man doch, dass es den Anwohnern nicht egal ist, wo man einst seine erste Schwimmlektion lernte oder das erste Buch auslieh. Mit Ausstellungen und viel privater Initiative gestalten die Anwohnervereine Infotage und andere öffentliche Events.

Stirchley besitzt auch noch einen traditionellen Fish and Chips Shop, seit Jahrzehnten an der gleichen Stelle, mit wechselnden Köchen, aber auch die besten Balti Restaurants Birminghams. Das indische Curry findet sich nur hier in der reinsten und ursprünglichsten Form als BALTI. Die traditionellen Balti Shops schenkten in der nahen Vergangenheit keinen Alkohol aus und besaßen hierfür keine Lizenz.  In den letzten Jahren allerdings gibt es mehr und mehr Balti Restaurants, die auch Bier und Wein ausschenken. Das ist schade, denn dadurch wurden auch Existenzen zunichte gemacht. Aber wer möchte, kann seine Getränke immer noch mit ins Restaurant nehmen.

Noch bis vor einigen Jahren gab es nämlich meist gegenüber einen Getränkeladen, der dadurch florierte, dass sich Besucher der Balti Restaurants mit alkoholischen Getränken eindeckten und damit ins Restaurant gingen.  Nirgendwo sonst kann man die indische Küche so genießen -außerhalb Indiens- wie dort. Das klassische Nan Bread gehört unbedingt dazu, wie das kleine Schwätzchen mit der Bedienung und dem Pfefferminzbonbon zum Abschied.