Erinnerungen an den Sommer KUBA

Die lange Flugzeit von Hamburg nach Kuba bis zum Flughafen Jose Marti Habana lohnt sich!

Warm erdrückend und „mückend“- so viele Mückenstiche wie nie zuvor kaum angekommen zur Begrüßung, damit sollte man in der Regenzeit rechnen.

Doch die frische Meerluft nach der über dreistündigen Busfahrt  in Varadero angekommen, entschädigt immer.

Frische Ananas und Pina Colada zur Begrüßung und ein Traum von Strand im Halbdunkel erkennbar, wunderbar erfrischend und leise rauschend, macht trotz langer Reise Lust auf frühes Aufstehen.

Gleich am frühen Morgen muss man den kilometerlangen Sandstrand bewandern. Ein Traum wird wahr! Wären etwas später nicht vereinzelt Touristen aus aller Welt zu sehen, könnte dies der perfekte Ort für eine lang geplante Auswanderung sein.

Wunderbar lässt es sich träumen im Royalton Hicacos, wo Luxus pur herrscht. Die Fantasie und Auszeit kann nun ihren Lauf nehmen, mit Lunch im Seafood Restaurant oder einem Dinner bei Jazz Musik. Arbeit und Stress will man hier willig ablegen, sich befreien für kurze Zeit.

Ja, so lässt es sich aushalten, doch einmal auf Kuba, gilt es auch die Insel selbst zu entdecken. Es gibt so viel zu sehen!

Zuerst den roten Touristenbus besteigen. Die ist eine günstige Gelegenheit auch für Einheimische (die kostenlos mitfahren) man kann hier und da aus -und wieder einsteigen, kleine Einkaufszentren erkunden und den kleinen Hafen sowie die völlig überlaufene Stadt Varadero (Sommer ist auch Ferienzeit auch für die Kubaner. Sie lockt  mit Holzhäusern, engen sandigen Straßen und den Blick auf Armut neben Touristenshoppingecken. Sie zeigt großartige Architektur, aber vor allem landestypische Oldtimer und Menschen im Alltag.

Mit der Nauta Karte für 1 Stunde W-LAN aufgeladen, von hier aus Grüße verschicken und im Shopping Center  „Plaza America“ wandern und im draußen die wunderschöne Golfclubanlage beim Warten auf den Bus bewundern.

Weiter geht’s.

Das „Hicacos Centre „ist klein, dafür direkt am Meer und lockt die Einheimischen und hier verirrten Touristen in den Schatten bei Eiscreme und Softdrinks . Eine einzige Bank wird von einer müden Familie belagert. Sie dösen in der Mittagshitze und warten auf das Bad bei Nachmittagssonne. Nur Touristen gehen um diese Uhrzeit spazieren oder ans Meer!

Auf dem Korridor schnell eines der ersten Fotos mit Che gemacht, der jedem Vorbeigehenden wie fast überall auf Kuba anlächelt.

Zu kaufen gibt es außer Rum hier nichts, was man gebrauchen wollte oder könnte, aber ein paar Postkarten müssen es doch sein. So oft kommt man schließlich nicht in diese Region, die nur zwei Stunden von Kanada entfernt liegt. Selbst Weltreisende verirren sich selten hier, wie generell auf mittelgroßen Inseln. Kuba ist auch zu teuer für viele, die länger auf Reisen gehen.

Alle Taxis sind in staatlicher Hand, doch wer Spanisch spricht, ist im Vorteil- durch die zwei Währungen ist für Touristen alles sehr teuer auf Kuba und wer handeln kann, spart.

Es gibt eine Währung für die Einheimischen und eine für die Touristen. Dies lässt sich ebenso umgehen wie staatlich geführte Kiosks oder Stände. Dort arbeiten anders als anderswo angestellte Kubaner, ein Handeln ist hier nicht möglich.

Sehr selten trifft man überhaupt auf Eigentümer,  außer bei den vorbei fahrenden Oltimeranbietern. Die sind dann auch gefordert alles selbst zu tragen: zum Beispiel Reparaturen. Sie müssen auch höhere Steuern fürchten. Staatliche Taxis sind immer gut ausgestattet und sicher. Die Fahrer sind wie in Deutschland gewohnt, das Taxameter einzuschalten.

Der Überlandbus kostet viel weniger, dauert aber leider auch viel länger. Bei nur 14 Tagen muss man sich anstrengen, möglichst viel zu sehen und sollte keine Zeit verlieren.

Matanzas

Das sogenannte Athen Kubas gilt als der Geburtsort der kubanischen Tänze und auch hier trifft man auf das Wandgemälde von Che Guevara in Übergröße.

Hier erlebt man sehr saubere Straßen, wundervolle Brücken, den Freiheitspark mit Museum, und das von einem Deutschen gebaute Aquädukt.

Allerdings trügt die Schönheit, denn ein großes Kraftwerk befindet sich auch hier, und Ölbohrungen sind auf der Hin und Rückfahrt sichtbar.

Dieser Ort wird hauptsächlich von solchen Kubaner bewohnt, die es sich leisten können. Das sind die, die Touristenwährung verdienen und die sich die ab ca. 65 000 Dollar teuren Häuser überhaupt leisten können.

Das absolute Highlight ist die Tropfsteinhöhle (Bellamar) mit ihren dunklen geheimnisvollen Gängen, glasklarem grünlichen kalten Wasser im Innern und bizarren Formationen der Natur.

 

Castello San Severino

Die ehemals sehr große Festungsanlage am Meer lässt die Kraft und Macht, die auf Kuba herrschte. erahnen und eben auch die Zeit der Sklaven und ihre leidvollen Wege. Eine kleine Erinnerungsausstellung im Innern erinnert daran.

Die im 16. Jahrhundert bestimmt von eben solchen Sklaven erbaute Anlage ist ein wichtiger Gedenkort auf Kuba und ähnelt Kunta Kinteh Island bei Gambia auf dem afrikanischen Kontinent. Der grausam erzwungene Weg der Sklaven wird beiderorts nicht vergessen.

Cardenas

 

Auf dem Weg zu Cardenas sollte man den Friedhof besuchen, der zwischen Matanzas und Cardenas liegt. Er ist nicht so imposant wie der Friedhof Christobal Colon, dafür ist man in der Regel allein dort und hat Zeit, den wunderbaren Eingang als auch die kleine Kapelle und die sogenannte „ Wohngräber“ anzusehen; wie man sie auf Sizilien findet, dort ganz in weißem Marmor gehalten, hier aus Kalkstein und Marmor gebaut.

Wer Friedhöfe als kulturelles Erbe sieht, kommt hier auf seine Kosten.

Die Hafenstadt Cardenas war einst der Ausgangsort der größten gewaltlosen Proteste gegen Fidel Castro. Es waren Proteste der armen Frauen, die lärmend auf Kochtöpfen klopfend durch die Stadt liefen( ca. 1962).

Die Armut war seinerzeit erträglich und ist heute insofern abgeschafft, da jeder über Essensmarken versorgt wird und auch Unterstützung für die Unterkunft und Transport erhält. „ Es geht uns nicht schlecht und wir sind ein glückliches Volk und haben eine so sichere Insel!“, wird man von Einheimischen erfahren, wenn man sie fragt. Die Menschen sind zufrieden und Klagen hört man nirgendwo.

In der Kathedrale von Cardenas kann man seine Gedanken sortieren, den Schatten genießen und wenn man Glück hat auch ein Schwätzchen mit älteren Kubanern halten, die von Besuchern aus der ehemaligen DDR erzählen.

Der Ort wirkt ruhig und gelassen ohne Hektik.

Die bunten Häuser täuschen insgesamt aber nicht darüber hinweg, die zwischen staubigen Straßen liegen, dass immer noch viel zu tun bleibt. Auch wenn vielerorts versucht wird, zu modernisieren und neue Wohneinheiten auf dem Weg zu sehen sind.

Gleichzeitig fühlt man die starke Verbundenheit gerade hier, die die Kubaner mit ihrer Stadt und ihrer Insel haben:  Grüppchen von Frauen pausieren lachend und scherzend an der Straßenecke, Männer sitzen auf bunten Plastikstühlen und rauchen. Sie trinken Bier und scheinen sich in ihre Gespräche ernst zu vertiefen und ihre Außenwelt gar nicht wahrzunehmen.

Ruhe und eine seltsame Tiefe erfährt der Betrachter, wenn er sich einlassen kann auf das, was er sieht-  und nicht versucht, dies in ein Foto zu pressen.

 

Fischerdorf Coji Mar in der Nähe von Havanna

 

Eine wunderschöne Uferpromenade breitet sich aus und Ruhe, die einst Hemingway zum Schreiben nutzte- es  lässt dieses Fischerdorf einzig sein, mit seinen bunten Häusern am Fluss, der Brücke und dem Blick auf kleine Fischerboote im Wasser.

Kuba hat Hemingway mit einer Bronzestatue ein Ehrenmal genau hier gesetzt, wo er wohl seinen „ Fischer und das Meer“ ansiedelte. Die Münzen, die Kuba ihm zu Ehren prägte, sucht man aber vergebens.

Dieser Ort lockt jährlich Touristen, so dass der frühe Morgen die beste Zeit ist, ein wenig der einstigen Luft zu einzuatmen, die große Männer wie Hemingway und Fidel Castro genau hier ebenso einsogen.

Havanna

 

Vom Fischerdorf ist es nicht mehr weit bis Havanna. Vorbei an Königspalmen und Faßpalmen, Zedern und blauem Palisander, feuerrotem Bougainvillea führt der Weg über die nun schon volle Straße gen Hauptstadt.

Über Havanna gibt es so viel zu lesen. Aber nur wenige Menschen beachten bei dem Durchwandern der Stadt die kleine Wandfigur, die an den römischen Mund erinnert, in den man seine Hand stecken soll. Hier in Havanna ist es tatsächlich ein Briefkasten, fast unbeachtet von den meisten Touristen; ebenso auch die ehemaligen Kanonen, die als Abgrenzung und Dekor aufgestellt sind, an die viele Touristen gleichgültig vorbei gehen.

Die Stadt ist auf Sanierungskurs: hier und da finden sich Absperrungen und verhüllte Gebäude, viele Baustellen.

Die typischen Pferdewagen sieht man hier nicht, aber einen XXL- Koloss von Kreuzfahrtschiff, das aussieht, als würde es gleich die Altstadt durchqueren. Bei aller Kritik ein besonderer Anblick des heutigen Tourismus, der vor gar nichts zurückschreckt. Fast gespenstisch wirkt der Liner so mitten am Rande der Altstadt angelegt.

Havanna ist vollgestopft mit Touristen und es ist gut einen Ortskundigen dabei zu haben, der die wahren kleinen Oasen ansteuert, die kaum beachtet werden.

So findet man sich wie nebenbei auf einem kleinen Marktplatz wieder, der wie der Plaza Catedral irgendwie dann aber keine Fotokulisse für ein Selfie mehr ist, sondern ermutigt,  in Eingänge daneben zu schauen, in den die Bewohner Tische und Stühle, Pflanzenkübel und Fahrräder aufgestellt haben. Es spielen Kinder im Hinterhof und emsig schiebt sich schließlich, die Touristen missachtend, eine Schülergruppe durch die Gassen nebenan.

Weißgekalkte Gebäude, flache blau gelbe Rundfenstergebäude, Hochhäuser und Parlamentsgebäude, Statue, Cayo Hueso, Plaza de la Revolucion, Plaza Vieja, Jesus Maria, Prado, Kirchen, Monumente, Plätze und Restaurant: und überall Touristen, dabei  kaum Schatten.

Bars und Supermärkte locken, doch es gibt nur einige Bankautomaten, vor denen sich demzufolge Schlangen bilden. Viele Kubaner besitzen inzwischen eine Bankkarte, aber es gibt nicht genügend Geldautomaten.

Die sogenannte schmalen Fußwege sind eine Herausforderung, vorsichtig steigt man hoch und runter, weil der Bordstein höher als gewöhnlich ist.

Doch die Zeit reicht einfach nicht, es gibt so viel zu sehen- und es ist zu heiß. Der Versuch im schattigen Hemingway Cafe einen Platz zu finden scheitert, aber die Musik der Gruppe mit kubanischem Rhythmus im Innern entschädigt für diesen Misserfolg.

Im Hafen versuchen Künstler ihre Bilder zu verkaufen, genau wie die Buchhändler an einem Stand. Alles wird zu Geld gemacht, wenn es geht, auch wunderschöne alte Vasen, Messer, Glas und Nippes von einst.

Eine eindrucksvolle Hauptstadt dieses Havanna, aber der Geruch der Abgase und die Hitze lassen die Übermüdung dort verstärkt zuschlagen.

Weiter geht die Fahrt, hinaus aus der Stadt um endlich unter Kubanern zu essen und zu trinken.

Ein guter Fahrer erlöst jeden Tourist nach Besuch in Havanna  mit seinem Tipp hoch über der Festung der Stadt in den Anhöhen, wo einst Generäle wohnten, zu speisen.

Die kleinen wenigen viereckigen Häuser, jedes anders, mit Palmen und kleinen Gärten strahlen bei der Ankunft so viel Ruhe und Frischluft aus, dass nach vielen Windungen des Straßenverlaufs, die Neugierde und der Hunger jeden auch zu Fuß hier oben vorantreibt.

Die ökonomische Situation lässt Ideen reifen, wie hier die, den privaten Garten mit Stühlen und Tischen zum Restaurant umfunktionieren!  Nur wenige Gäste sitzen im schattigen kleinen Garten, dessen Hausbewohner mit verblassten Fotos der berühmten Shakira werben, die einst genau hier zum Essen kam. Fast ganz privat und ein wenig stolz sitzt man in einer ruhigen Ecke und genießt das besondere Ambiente.

Frisch gebratene Hühner, frischer Salat und frisches Brot mit den landestypischen Bohnen und Reis sind fast zu viel für den Platz auf dem Tisch – und Magen- und auch mehr als der Preis je erwarten ließ.

Familiär wie hier mit der Familie des Hauses zu essen, sollten sich Kubareisende nicht entgehen lassen. An diesen Ort verirren sich nur reichere Kubaner, keine Touristen. Dankbar füllt sich der Bauch mit leckerem Essen bei netter Musik. Sogar der Kaffee wird freundlich in kleinen mit Blümchen bemalten Tassen serviert. Auch das Trinkgeld für die Band gibt man gern.

Privilegiert kann man schließlich über den mit Fliesen ausgelegten Flur die alten Möbel betrachtend hinausgehen; und nach einem lächelnd zugeworfenen „Gracias y mucha suerte!“ diesen besonderen Ort mehr als satt und glücklich verlassen.

Diese Art Restaurants haben keine Namen, die sich in Reiseführern finden, es sind geheime Adressen der Kubaner, die hier mit ihrer Familie an besonderen Tagen feiern.

Wer will kann außerdem  noch eine Tagesfahrt im Oldtimer planen oder bis Santiago de Cuba und Mangroven fahren.

Unbedingter Stopp sollte aber für jeden die Aussichtsplattform de Bacanayagua sein, von der aus man, nach Überquerung der 300m langen und 112m hohen Brücke, einen wundervollen Blick über das Tal Yumuri genießen kann. Hier kreisen die Adler ähnlichen Vögel, laut und schreiend wie man es nirgendwo auf der Welt erlebt. In der Ferne sieht man die Bergrücken und blickt von oben in ein übergrünes Meer aus Königspalmen. Dieser höchste Punkt bietet in alle Richtungen einen atemberaubenden Blick.

Wie im Vinales Tal und Valley mit all seiner Schönheit, beeindruckt immer wieder die großartig belassene Urnatur. Es gibt unzählige Vogelarten auf Kuba, der Kolibri gehört ebenso dazu wie der farbenprächtige Tocororo, der zum Nationalvogel ernannt wurde.

Leguane, Geckos, Schlangen und Krokodile und Flamingos, selbst Delphine finden sich auf dieser so wunderbar grünen Insel der Karibik. Ein wirkliches Naturparadies, da die Politik dafür sorgt, Naturschutz an erste Stelle zu stellen.

Was sich bis zu den Hotelanlagen zeigt, die nicht nur mit viel Grün angelegt sind, sondern auch den Küstenschutz berücksichtigen und die Fauna beschützend einschließen. Das sorgt dafür, dass man, egal wo, von Vogelstimmen geweckt wird und ab und zu selbst an Pools auf Leguane trifft sowie Besuch von verschiedenen Vogelarten und Käfern auf der Terrasse oder dem Balkon bekommt. Überhaupt scheint alles im ökologischen Gleichgewicht zu sein, außer in Havanna selbst.

Fazit

14 Tage sind viel zu wenig für diese so großartige, historisch interessante, weltbekannte, voller Schönheit daliegende Insel Kuba!

!Hasta luego!

 

@VeRa

 

Website aus dem Internet für weitere Infos

http://www.kubakunde.de/videos/vogel-kubas-1110

Winterzeit

Wie schön, wenn die Lichter zu brennen beginnen, leuchtende Dekoration im Fenster erscheint und im Laden erste Schoko- Weihnachtsmänner rufen: Ja, es wird früher dunkel und damit wieder gemütlich zu Hause. Die Kerzen werden angezündet,  warme Socken angezogen, wenn das frühe Aufstehen doch nicht wäre… brrr es ist kalt!

Die Kirchen und Schulen laden zu Konzerten ein, Freunde verabreden sich für einen gemütlichen Abend zu Hause und die Gärten sehen traurig aus und warten auf Lichterglanz und Weihnachtskugeln, Weihnachtsmänner und Engel.

Bald ist Weihnachten.

Die Geschäfte bieten schon Weihnachtsgebäck, Zimtsterne und Stollen, auch Teekannen sind wieder in; wir freuen uns auf Teelichter zu Hause und das kleine Lämpchen, das uns abends beim Heimkommen den Weg weist. Die  Zeitschaltuhr ist unser Freund in diesen Tagen.

Ja, bald ist der 1. Advent, so schnell geht da! Ist schon wieder ein Jahr rum? Wo ist es nur geblieben?

Karten schreiben, Päckchen packen, Geschenke überlegen, für die kalte Jahreszeit Schal und Mütze aus den hinteren Teilen des Schrankes geholt und daran denken, was man alles tun wollte und noch nicht getan hat. Resümee ziehen, sich auf das Jahresende vorbereiten, wie jedes Jahr oder dieses Jahr mal anders?

Vergessen wir bei alledem die Menschen nicht, die frieren, hungern, Angst haben, allein sind oder kein Haus und Dach und Bett haben, die vor dem Krieg davon laufen müssen, die Schmerzen haben und leiden, die traurig sind und ohne Hoffnung. Schenken wir dort, wo wir können ein Lächeln, das kostet nichts und wenn wir können auch dem, den wir sehen und der uns braucht, etwas Zeit und ein Stück Geborgenheit.

Geben wir denen etwas zu essen, die Hunger haben. Verschenken wir Kleidung,  an jene, die keine haben und dringend brauchen.

Ja, es braucht nicht viel, um anderen eine Freude zu machen.

Auch das gehört zum Winter, dass er für viele eine wirklich harte Lebensprobe darstellt.

Geht und haltet die Ohren und Augen offen,  dann wird diese Zeit für uns alle eine gute Zeit. Sich einem anderen Menschen zu nähern, ist eine ganz besondere Reise.

@VeRa

 

 

 

Erinnerung

Was werde ich tun, wenn die Erinnerung verblasst
Was tun, wenn Du nicht mehr bist
Du mein Erinnerungshaus
Was wirst Du tun
wenn ich nicht mehr bin
Dein Erinnerungshaus?

Schnell, lass uns auf die Wolke steigen und unseren Kindern den Weg weisen,
ihnen die Sonnenstrahlen senden
damit sie ihr Erinnerungshaus bauen können
und mit ihren und unseren Erinnerungen füllen können

@ VeRa

Ni hao Beijing- Im Land des Lächelns

Fürwahr begegnet man nach gut 12 Stunden Flug ab Hamburg in Peking fast überall lächelnden Menschen, wenn man den Blick schweifen lässt. Ob in der super gigantisch funktionierenden immer mega vollen U-Bahn, beim Einkaufen, im Restaurant oder einfach unterwegs.

Lokale Währung erhält man, falls man nicht vorher getauscht hat, an Geldautomaten, die aber nicht überall zu finden sind. In die Währung  Renminbi Yuan (CNY) kann man zwar wechseln in sogenannten Wechselstuben, doch für Touristen ist die Visa Karte, auch die EC-Karte, immer ein guter Begleiter, denn vielfach zahlen die Chinesen mit ihrem Handy und fast überall auch mit Karte, so sind viele Geschäfte auch auf Kartenzahlung eingestellt und in den Banken kann man mit EC-Karte Geld abheben. Bargeld ist aber unerlässlich, wenn man TUK-TUK oder Taxi fahren möchte.

Die klassischen Touristenmeilen fordern zum längeren Warten auf. Vor der Verbotenen Stadt und in der gesamten Umgebung werden Taschen und Pässe kontrolliert (also Reisepass dabei haben!), was man nur mühsam bei großer Hitze oder Kälte aushalten kann. Doch es lohnt sich! Allerdings auch nur, wenn man jemanden hat, der als Begleiter und Kenner dabei ist. Sehr zu empfehlen sind mehrsprachige Guides. Hier sollte man die auf der Straße verteilten Werbeangebote lesen (oft auf Englisch, aber auch Deutsch) oder schon erfahrene Reisende fragen. Und man sollte sich nicht wundern, wenn man für ein Foto aufgefordert wird, zu posieren! Jeder Tourist ist ein willkommenes Accessoire auf dem Reisefoto vieler chinesischer Touristen.

Natürlich kann man auch mit einem Papier-Reiseführer durch diese großartige Stadt laufen, aber das Gespräch mit Einheimischen erscheint viel informativer. So erfährt man dann, warum die Türschwellen im Palast fast zum Klettern auffordern: sie seien so hoch, weil der Teufel keine Knie habe, daher nicht hinein kommen könne.

Auch dass die Zahl 8 nach chinesischem Denken Geldsegen bedeutet, die Zahl 4 dagegen Unglück, wenn man sie falsch betont; denn dann bedeute sie „ sterben zu  müssen“. So erklärt sich, dass man kaum auf Zahlenkombinationen wie 14, 24, 44 usw. trifft.

Vieles mehr lässt sich mit einem Guide besprechen und als Begleitung für eine Teezeremonie ist er unerlässlich. Allerdings sollte man genug Geld dabei haben. Billig sind solche Aktionen nicht.

Als „ Langnase , 大鼻子  oder 高鼻子 oder“ 長鼻子geschrieben, gao bizi oder da`bizi gesprochen, ist manches eben teuer, aber es lohnt sich. Allein die vielen Tempel zu besuchen, gibt wiederum Zeit, jeden Winkel zu erforschen. Viele Tempel liegen in großen Parks. Bei Kälte sind die Parks wie leergefegt, da in dieser Zeit, die Einwohner Familientage zu Hause oder in Restaurants vorziehen.

Unbedingt besuchen sollte man mindestens die Tempel Konfuzius, den Himmelstempel und den Lamatempel, alle drei gut mit der U-Bahn zu erreichen.

Die Chinesische Mauer ist natürlich ohne Frage das wichtigste Monument, wenn man nach Bejing reist. Wer nicht hochlaufen möchte, dem wird eine Seilbahn, sehr komfortabel und gar nicht teuer, geboten. Der Blick ist wundervoll von oben und auf die Mauer selbst! Sehr beeindruckend; besonders bei Schneefall. Einfach atemberaubend! Und man kann sich vorstellen, dass man diesen Ort mehrmals besuchen kann, weil er je nach Jahreszeit anders wirkt.

Diese längste Mauer der Welt, begonnen im 7. Jahrhundert, ist wohl eines der größten Wunder für die meisten Menschen. Die Reparaturen werden staatlich durchgeführt, so dass sich vier Abschnitte für jeden Touristen bieten: Badaling, Multianyu, Simatai und Juyongguan. Jeder Taxifahrer kennt den Weg, so dass man bei englischsprachigen Fahrern und nach Preisverhandlung, (sogenanntes Feilschen ist in Beijing unerlässlich!), teure Touristentouren getrost vergessen kann.

China, speziell die Hauptstadt, sind ein Ort der Extreme: Armut und Reichtum, Internet überall, Wohnungen teuer und U-Bahn billig, paradiesisches Essen und Trinken für Europäer, aber die Kommunikation mit Einheimischen ein Riesenproblem. Nur wenige Menschen sprechen Englisch, so dass ein Wörterbuch nützlich ist.

Wer allerdings mutig ist, lernt hier nach Bildern zu bestellen, was lustige Momente nach sich ziehen kann: Dann liegt vielleicht ein Gänsehals mit Kopf auf dem Teller. Vorab sollte man auch unbedingt mit den Ess-Stäbchen üben, denn nicht überall bekommt man einen Löffel. Wer mag, sollte mit Besteck im Koffer reisen und Toilettenpapier, denn das ist trotz vieler sehr sauberer Toiletten, Mangelware auf öffentlichen Toiletten.

Der Tee mit Rosenblättern verfeinert, ist ein Genuss, aber auch das echt-chinesische Restaurant. Es wird überall frisch gekocht und ob Fisch, Fleisch oder Vegetarisch, ist das Essen einfach lecker!

Für Teeliebhaber ist in der Nähe der Verbotenen Stadt das Laoshe Teahouse, das mit seiner hohen Eingangstreppe im eindrucksvollen  rotegehaltenen Gebäude, mit kleinen Miniaturkästen im Obergeschoss , die Geschichte der Teehäuser und verschiedenen Berufe anschaulich darstellt. Dieses Teehaus bietet  einen ruhigen Platz in all dem Trubel draußen. Der Tee wird frisch zubereitet und man kann kostenlos verschiedene Sorten probieren und findet auch eine sehr saubere Toilette gleich nach Besuch der Verbotenen Stadt, die man übrigens unbedingt umrunden sollte, denn der Blick auf die Gebäude am Wasser und kleinen Mauer entlang, ist so schön, was viele Touristen nicht wissen. Denn, wo sie hineingehen, gehen sie in der Regel auch wieder hinaus.

Für Kaffeegenießer sei das Cafe Alba im Dongcheng Distrikt empfohlen, ganz in der Nähe der klassischen Hutongs (ursprüngliche chinesische Wohnhäuser) oder aber ein Cafe in der Nähe des Lamatempels und Konfuziustempels in einem sehr kleinen süßen Hutonghaus, so urig kuschelig eingerichtet mit 6 Sesseln im hinteren Teil. Dort lässt sich die die Welt für Momente vergessen. Man muss nur ein paar Schritte in entgegengesetzter Richtung zur U-Bahn gehen und kann dabei auch die so unterschiedlichen wunderschön farbigen Haustüren bewundern.

Der Kaffee wird frisch gemahlen zubereitet. Da das Cafe sehr klein ist, sind sowohl die Stammgäste als auch Bedienung für Englischsprechende eine nette Abwechslung.

Die Tempelanlagen sind sehr gepflegt und der Eintritt lohnt sich besonders, da die Berührung mit dieser uralten Baukunst sehr nachdenklich und irgendwie auch betroffen macht. Nicht überall auf der Welt lassen sich so frei, uralte Gebäude von innen betrachten und nicht jeder Mensch schafft es, solch einen Weltkulturerbeort zu erleben. Eine Chinareise ist immer ein Geschenk der Superlative!

Weitere Empfehlung für Schwindelfreie ist die 2016 eröffnete größte Glasplattform der Welt, so heißt es, im Bezirk Pinggu. Es handelt sich um eine Tonnen schwere Titan Konstruktion und der Glasweg der Plattform ist ca. 30 Meter lang. Von dort oben hat man ein sehr besonderes Gefühl und großartigen Blick auf die Shilin-Schlucht in ca. 400 Meter Tiefe.

Schön sind auch die sogenannten lokalen Märkte, meistens unscheinbar untergebracht in Gebäuden:  mit bunten Fischarten, fremdartigen Gemüsesorten und selbstgedrehten Nudeln und vielen verschiedenen Gewürzen. Sie sind ein Paradies für Nasenmenschen, die solch Gerüche aushalten und genießen können. Die bunten Farben und ansprechend ausgelegten Waren haben nichts mit einem Markt in Südeuropa gemeinsam.

Die großen Kleider, Schmuck und Technikmärkte wie der Perl Market, mit einer nachgebildeten großen Muschel mit Perle drin vor dem Eingang, lassen eventuell leere Koffer schnell füllen. Aber das wohl wichtigste für Reisende der heutigen Zeit ist, dass man überall Internet, W-LAN- Zugang in jedem Restaurant, sogar in der U-Bahn und wie selbstverständlich nutzen kann und das I-Phone zum täglichen Gebrauch gehört.

Die Metropole glänzt mit hochinteressanter Architektur aus Glas, kubisch oder kuppelartig, spanischen Herrenhäusern nachempfundenen Büroparks, irischen Pubs,  Fast Food Ketten, Markenbestsellershopping-Centren und geheimen Plätzen mit Life Music und horrenden Eintrittsgeldern in der Nähe des Botschaftsviertels. Ohne Eintritt zu zahlen, muss man stehen bleiben; ein Tisch für 200 bis 300 Dollar ist keine Ausnahme! Für Junggesellen das ultimative Tanzgefühl, denn dort bleibt man als Single nicht lange allein.

Die Welt trifft sich in Beijing, man ist nie lang allein, wenn man nicht will und die Stadt schläft auch nie! Überall tummeln sich Touristen und Einheimische, doch je weiter weg man sich vom Zentrum und typisch touristischen Stellen der Stadt entfernt, ist man gezwungen, sich mit Händen und Füßen oder kleinen gelernten chinesischen Sätzen zu verständigen.

Wer länger in Peking bleiben will, sollte also unbedingt Chinesisch lernen und die lokalen Preise kennen!

Und wer zum ersten Mal wieder abreist, sollte alle Kabel und elektronische Geräte separat in eine Tüte packen (und Feuerzeuge weggeben), denn die gehen separat, doppelt kontrolliert, durch die Kontrollen am Flughafen!

Beijing ist sauber, absolut verkehrstechnisch sortiert, sehr kontrolliert von Ordnungshütern und insgesamt sehr sicher.

Wer lokale Einkaufszentren besucht, sollte auf den Toiletten übrigens damit rechnen, dass Frauen dort ihre Wäsche waschen. Bei Ikea, wie man hört, seien ganze Spieltage mit der Familie zu beobachten. Andere Länder- andere Sitten,  bestätigt sich auf jeden Fall bei einer Reise nach Beijing.

Wer in diese große Stadt reist, sollte sich vorher gut zu informieren und berücksichtigen, dass das  Rauchen in der Öffentlichkeit unter Strafe steht, wenngleich sich viele nicht daran halten und sogar in typisch lokalen Restaurants geraucht wird.

Die beste Reisezeit ist das Frühjahr, dann lässt sich das großartige Neujahrsfest oder Frühlingsfest erleben.

Eine Einladung von Freunden in China anzunehmen, braucht Geduld und viel Papierkrieg bis man ein Visum erhält und: Visa sind auch nicht ganz billig. Man kann gut und gerne bis zu 100 Euro zahlen, je nachdem wie man die Reise organisiert. (Visazentren geben hierzu Informationen).

Wang Wang!

Viel Glück!

@VeRa

Reif für die Insel? -Germany-

 

Wer im Norden wohnt, hat eine kurze und einfache Anreise zu den meisten Inseln, sowohl an der Ostsee als auch an der Nordsee. Mit Ruhe und Gelassenheit, mit Kind und Kegel, Hund und Fahrrad, Auto oder zu Fuß, sind die Inseln an Nord- und Ostsee ein Bade, Wander -und Urlaubserlebnis,; ob für ein Wochenende oder mehr, immer eine Reise wert.

Zu den Ostseeinseln zählen Fehmarn, Hiddensee, Poel, Rügen, Usedom, Ummanz und drei Halbinseln, eine davon Zingst, die wohl bekannteste unter ihnen.

Die Nordseeinseln umfassen Amrum, Baltrum, Borkum, För, Juist, Norderney, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge, Pellworm und die bekanntesten Inseln Sylt und Helgoland. Nach Helgoland sind die meisten Nordlichter schon als Kinder mit einer spannenden Überfahrt gereist oder aber der rote Inselfels, der bewegten Insel bleibt eine Wunschreise, die sich so einfach nun vielleicht umsetzen lässt von Bremerhaven aus. (Wobei man in Bremerhaven den Besuch Auswandererhauses nicht unterlassen sollte! Hier erfährt man so viel über die Flüchtlinge, einst noch Auswanderer genannten Menschen, die von hier ihre Reise in Zeiten vor und nach den Kriegen nach Amerika antraten).

Nur Wenigen ist auch die friesische Unterscheidung der Inseln bewusst. Ostfriesische Inseln, die zur Region Friesland gehören sind Norderney, Borkum, Wangerooge, Baltrum, Spiekeroog, Juist und Langeoog. Zu den westfriesischen zählt auch Texel (holländisch) und Schiemanikoog, wohin man  Fuß über das Watt laufen kann. Eine Wattwanderung ist ein Fuß-Erlebnis wie es nur hier erlebt werden kann. Der Matsch an den Füßen lässt das Kind im Erwachsenen wiedererwachen!

Eines haben die Friesen übrigens gemeinsam: den unglaublich rot-leuchtenden stärkenden friesischen Tee, mit Klunches und Sahne. Da sind sie ähnlich wie die Engländer mit ihrem Tee. Nichts wärmt, belebt oder beruhigt so, wie dieser Tee! (Der Rum gehört nicht dazu, auch wenn er in Seemannsliedern oft erwähnt wird!).

Friesland und die Friesen sind berühmt geworden durch den deutschen Komiker Otto, aber nur wenig ist veröffentlicht über ihre noch heute genutzten ehemals germanischen Sprachen, wobei das Nordfriesische dabei ist,  auszusterben. Es wird nur noch von wenigen Menschen gesprochen und der westfriesische Dialekt wird auch nicht mehr von so vielen Menschen genutzt. So lohnt es sich doppelt, den alten Menschen auf der Straße zuzuhören, erzählt doch ihre Art zu sprechen viel mehr als nur ihre Wörter. Der Klang, die Musik der Sprechenden erinnern uns an die Generationen, die vor uns dort lebten.

Texel übrigens war und bleibt für die Anhänger der Flower-Power-Generation der Ort mit Open Air Konzert der Superlative. Gefeiert wurde mit viel Rauch in der Luft, da in Holland in den sogenannten Cafés und auch sonst außerhalb der Cafés Marihuana legalisiert angeboten wird. Eher bekannt ist heute das Festival in Wacken auf dem Festland. Das jährlich stattfindende Rockkonzert der XXL Größe, ist größtes Sommer Heavy Metall Open Air Spektakel der Welt, danach bietet jede Insel echtes Erholungspotential! Doch Texel bietet jedem Mutigen den Neujahrssprung ins eiskalte Wasser. Texel im Dezember bleibt ein Geheimtipp.

Die große Insel Rügen wurde nicht zuletzt bekannt durch den Maler und sein berühmtes Bild, die alle Schüler, zumindest die im Norden, kennen lernen mussten: es ist? Ja, genau, es ist das berühmte Bild des Kreidefelsens von Casper David Friedrich.

Der berühmte Kreidefels ist ein Anblick so gefährlich anmutend, das man ihn nie vergisst. Denn täglich bröckelt mehr und mehr Kalk ins Meer und jeder der sich der Kante nähert, sollte vorsichtig sein. Immer wieder hört man von Abstürzen , offensichtlich besonders wagemutige Menschen, denen dies passiert. Mit Respekt, Ruhe und Vorsicht, kann man in Richtung Nationalpark der Insel fahrend, trotz ehrfurchtsvollem Abstand , das wunderbare Naturereignis sehen und auch fotografieren wie einst der Maler Friedrich es gesehen haben mag. Diese schneeweiße Kreideküste steht der roten Küste Helgolands in Nichts nach.

Wenn der Raps blüht, ist die ganz Rügen in wunderbar leuchtendes Gelb getaucht und mit dem Fahrrad hindurchradelnd eine verzauberte Inse, auf der man sich sofort zu Hause fühlt. Binz gehört zu den Attraktionen  als an der Küste liegender Ort mit alten außen weiß-verschnörkelten Häusern, wie sie einst die Reichen nutzten. Herrlich dort einen Kaffee mit Blick aufs Meer zu trinken! ( Und sich auch so reich zu fühlen!)

Südlich von Binz liegt mitten unter alten Bäumen das Jagdschloss Granitz, wie frisch gebaut aus rötlichem Kalkstein wirkt die Burg mit ihrem stolzen Turm. Aber die Leuchttürme und Wallanlagen an der  Küstenseite Kap Arkona sind auch wunderbar für Naturliebhaber. Wandern kann man immer und überall auf dieser großen Insel. Wer müde ist, erklimmt den rasenden Roland, ein einspuriges fahrendes wunderbar gut erhaltenes Stück alter Technik und Lokbaukunst. Die historische Eisenbahn pfeift und rumpelt täglich über die Insel. Sie scheint wie man selbst schon immer dagewesen zu sein.

Doch das besondere Spektakel von leidenschaftlichen Menschen initiiert, findet nur 1 Mal im Jahr statt mit großem Feuerwerk: Das sind die Störtebecker Festspiele bei der über 100 Menschen und viele Pferde mitspielen und mit besonderen Spezialeffekten die historisch begründete Geschichte für das Publikum erlebbar zu machen. Die „Nordlichter“ lieben ihren Störtebecker, der große Held im Krieg der Dänen gegen Mecklenburg und Verbündeter der Schweden, trieb auch sein Unwesen als Pirat auf den Meeren des Nordens. Man weiß nicht wirklich viel über diesen Mann im 14. Jahrhundert lebend, aber  Städte wie Rotenburg / an der Wümme als auch Wismar rühmen sich sein Geburtsort zu sein.

Ein sagenhaftes Heldenabenteuer vor einer historischen Kulisse, ist eine so besondere Abwechslung und vielleicht nur ein wenig vergleichbar mit den Domfestspielen der Stadt Verden / an der Aller, aber ebenso interessant wie die Old Shatterhand und Winnetou Kämpfe in freier Natur während der Karl-May Festspiele in Bad Segeberg/Schleswig Holstein.

Es gibt so viel zu erleben, da ist Rügen nur ein Beispiel. Den großen Vorteil bei den meisten Inseln an der Ostsee ist, dass man sie über große oder auch mal kleine Brücken erreichen kann, so auch Poel und Usedom. Wer Spaß verträgt wird auch fündig: So auf Usedom beim „Umgekehrten Haus“, wo für einen Moment lang, selbst die Bäume mit den Wurzeln in den Himmel winken und das Einsteigen ins Auto ein unlösbares Rätsel stellt.

Eines ist gewiss! Egal, auf welche Insel man fährt und durch welche Region man kommt und auch wann die Reise los geht: Man selbst wächst förmlich aus sich heraus, egal auf welcher Insel man ist! Die klare Luft, der Wind, das Meer, Dünen, Watt und Sand, Brücken und Fähren, Schlösser und Burgen und Ruhe und Spektakel, die Menschen dort und ihre Geschichte, das typische Essen, der Spaß und das Vergnügen: Die perfekte Erholung für die Seele ist gewiss!

Einmal tief Luft holen und hin!

KOOM BI MI!

@VeRa

Tallinn: Wochenende in Estland gefällig?

So nah und doch auch fern im Osten, strahlt nicht nur die Alexander Nevsky Kathedrale mit ihren koptischen drei Kuppeln, braun- roten Mosaikfußböden und altem hölzernen Altarteil.

Selbst im Winter ist dieser europäische Nachbar schnell und günstig mit gar nicht kleinem Airport zu erreichen und zaubert wahrlich ein strahlendes „OH“  jedem Besucher ins Gesicht.

Rote Ledersessel laden mit integriertem Tisch und optisch wie eine Tischdecke wirkender Oberfläche zum Fotoshooting   bei der Ankunft in der Flughafen- Arrival-Halle  ein, ebenso wie  später dann  auf den Straßen, die Werbefläche des Kaufhauses Uemiste City mit einer Frau und großem roten Regenschirm.

Bei der Fahrt mit dem Mietwagen oder Bus durch die Stadt staunt man über die  wunderbar gut erhaltenen Türme und modernen Glasbauten, glaubt kaum dem Bild von schwarz-goldener alter Limousine mit Anhänger und androgyner Figur mitten in der Stadt stehend.

Beim Vorüberfahren über Kunst hier und überhaupt nachdenkend, stockt der Atem beim Betreten im gebuchten Hotel – schnell wird die Neugierde wach, das winkelige so liebevoll restaurierte Haus so mitten im Zentrum zu erkunden,  die wechselvolle Geschichte von Wohnhaus bis Bibliothek, Gaststätte nun Hotel verdeutlicht die wechselvolle Geschichte dieses Landes.

Das rosa gestrichene große St. Olav Hotel in Lai 5 liegt mitten im mittelalterlichen Teil der Stadt, es bietet rund 100 sehr geräumige Zimmer auf vier Etagen, die über lange mit dem Originalstein belassene Gänge zum Verlaufen verführt. Mit sehr viel Charme bietet dieses Gebäude aus dem 15. Jahrhundert die ideale Unterkunft.

Nur ein verlängertes Wochenende Zeit, kann man die Straßen, das Theater gleich nebenan, den Shop gegenüber mit Handwerkskunst und Nippes für die Touristen, die kleine Passage, die die ganze Geschichte  Estlands am Boden auf einzelnen Hinweisschildern zeigt, erkunden.

Der kleine Durchgang vor dem Hotel, führt zu einem der kuscheligen kleinen Cafés, dem BoCa Pot in Pikk Jalg 9 mit Kunstverkauf. Es ist so klein und willkommen heißend, dass man bei frischem Tee und frischem Kaffee sowie leckerem Kuchen die Zeit vergessen kann.

Kultur gibt es auf Schritt und Tritt: die sogenannte Lang-Bein- Straße mit romantischen Häusern führt direkt an der Trompea Burg vorbei. Ein Muss ist,  die Mauer und den Turm zu besteigen, Pilsticker oder  Pikk Hermann. In 45 Metern Höhe kommt sich jeder Besucher wie ein Held vor.

Das Parlamentsgebäude ist mächtig dreigeschossig auch in Rosa gehalten ein erstaunlicher Anblick, ebenso wie die Türme und die Burg sowie das Rathaus auf dem lebendigen Marktplatz, der mit Märkten lockt.

Die alte Apotheke im Zentrum bietet mit Ständen davor Kostproben von Gewürzen und dem Restaurant  Hansa landestypische Gerichte.  Ein besonderes Highlight ist das Sheraton mit seinen jugendstilgeformten Balkonen.

Wer Kirchen mag, besucht die St. Olav Kirche und auf jeden Fall die koptische Kathedrale St. Alexander Nevsky, die gleich zu Beginn erwähnt wurde.

Ein sehr interessantes Gebäude mit Informationen ist auch das russische Museum, wo die Veränderungen der Kyrillischen Schrift  im Laufe der Zeit ebenso deutlich gemacht werden, wie der Weg der Buchdruckkunst.

Bei gutem Wetter ist der Dänische Königs Garten ein anderer Blick auf die Geschichte Tallins im 12. Jahrhundert.   Uralte Bäume bieten ehrfurchtsvolle Fotokulissen.

Am Platz der Kathedrale und Dom führt der Weg  nach oben zur ultimativen Sicht auf Tallin selbst.

Mit dem Auto oder Bus an der Küste entlang, trifft man auf das umgekehrte Boot: dem Restaurant Rannarestoran Paat in Pringi. Nicht nur der Blick auf Tallin und das Meer sind von dort wunderschön in diesem besonderen Restaurant, sondern auch das Essen preiswert und lecker.

Überhaupt kann man nicht nur im ältesten Cafe Tallins, dem Maiasmokk, Kaffee  und  Marzipan Museum genießen, auch in der Osteria de Gallo Nero echt Italienisch essen.  Ob bei Burger oder russischer Spezialität, typisch deutschen Gerichten und estnischen  wie die im Peppersack Restaurant oder Maikrahv Restaurant,  kann man sich hier überall am Essen laben und sollte unbedingt das typische dunkle Brot, Mulgipulder (Kartoffel Püree mit Fleisch) sowie die typische Blutwurst (Verivorst) und den Hering (Sprotid) probieren.

Wer viel gelaufen ist, wird nach dem Aufenthalt in Tallinn keine Diät brauchen!

( Quelle Foto: Beitragsphoto aus dem Internet)

@VeRa